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1.) Stellungnahme der US Food and Drug Association (FDA, 2009)

2.) US-amerikanische Studie aus 2004

3.) FDI-STELLUNGNAHME, Sicherheit von Dentalamalgam, 2007

4.) Stellungnahme der Dachorganisation der australischen Zahnärzte 2011

5.) Use and Future Use of Materials for Dental Restoration 2012 (FDI - Zahnärztliche Weltorganisation) oder ©: FDI

6.) Einigung über Minamata-Problematik - Internationales Abkommen zu Amalgam (2014)

diese Übersetzung kann entstellend oder falsch sein!
siehe auch im Lexikon unter "Amalgam" und den weiterführenden Links

1.) Die in den USA unter anderem auch für die Zulassung von Medizinprodukten zuständige allmächtige Food & Drug Administration (FDA) hat am 28. Juli 2009 Dentalamalgam in einer neuen Richtlinie – wie Goldlegierungen und Komposite – als Medizinprodukte der Klasse II (moderates Risiko) klassifiziert. Die American Dental Association (ADA) hat diesen Schritt begrüßt. Es wurde dabei nachdrücklich betont, dass es von der gemeinsamen Entscheidung des Zahnarztes und des Patienten abhängt, welches Material für die Füllungstherapie anzuwenden ist.

http://www.fda.gov/MedicalDevices/ProductsandMedicalProcedures/DentalProducts/DentalAmalgam/ucm171094.htm

http://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm173992.htm


2.) US-amerikanische Studie aus 2004

(Bethesda) - Amalgam zur Reparatur von Zähnen einzusetzen ist seit Jahren umstritten. Für die Befürchtung, dass die quecksilberhaltigen Zahnfüllungen ernste Gesundheitsprobleme auslösen, konnte eine unabhängige Expertenkommission in einer umfangreichen Metastudie jedoch nur wenige Hinweise finden. Außer in seltenen Fällen von allergischen Reaktionen auf das Material gibt es kaum Belege für einen solchen Zusammenhang, berichtet das Life Sciences Research Office (LSRO) im amerikanischen Bethesda.

"Diese Ergebnisse stimmen mit unseren Studien überein", sagt Professor Klaus Ott von der Poliklinik für Zahnerhaltung in Münster. Mit dem "Untersuchungszentrum Amalgam" haben er und seine Kollegen eine Anlaufstelle für Problempatienten geschaffen, die meinen, dass eine Verbindung zwischen ihren gesundheitlichen Beschwerden und Amalgamfüllungen besteht. Die Zahnmediziner untersuchen, ob es eine Häufung charakteristischer Symptome gibt. "Dies ist nicht der Fall", erklärt Professor Ott. "Es gibt keine eindeutigen Symptome für die Unverträglichkeit von Amalgam - bis auf die Allergien, und die sind extrem selten." Die Datenlage zu Amalgam sei zum heutigen Erkenntnisstand zudem verhältnismäßig gut gesichert, da seit über 150 Jahren daran geforscht wird, wie Quecksilber auf den menschlichen Körper wirkt.

Das amerikanische LSRO hatte für die groß angelegte Metastudie eine Reihe internationaler Experten - unter anderen Immunologen, Allergologen und Toxikologen - beauftragt, die nicht selbst am Thema Amalgam forschten. Diese Expertenkommission analysierte Studien, in denen seit 1996 die Quecksilberbelastung durch Amalgam-Zahnfüllungen, Quecksilberdämpfe oder Quecksilber direkt untersucht worden waren. Die Wissenschaftler prüften etwa 950 Forschungsarbeiten und bezogen schließlich 300 in ihren endgültigen Bericht ein.

Die Belastung mit Quecksilber nimmt mit steigender Anzahl der Amalgamfüllungen durchaus zu, fanden die Forscher. Auch können bestimmte Gewohnheiten wie zum Beispiel das permanente Kauen von Nikotinkaugummis das Ausdampfen des Quecksilbers aus der Füllung noch verstärken. Trotzdem fanden sich nicht genügend stichhaltige Beweise für eine Beziehung zwischen Amalgam und ernsten Gesundheitsbeschwerden wie beispielsweise Nierenfehlfunktionen, Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose oder neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson. Allerdings merken die Experten an, dass noch einige Lücken in der Forschung zu diesem Thema existieren. "Wenn diese geschlossen werden, könnte das die Theorie, dass Amalgam gesundheitliche Beschwerden verursacht, definitiv stützen oder widerlegen", schreiben die Autoren.

Amalgam setzen Zahnärzte seit mehr als 150 Jahren zur Reparatur kariöser Zähne ein. Das Material ist sehr widerstandsfähig, leicht zu verarbeiten und kann sehr schnell in den behandelten Zahn eingesetzt werden. Alternativen wie Porzellan, Kunststoff oder Gold sind zahnmedizinisch entweder weniger befriedigend oder weitaus teurer und werden von den Krankenkassen meist nicht bezahlt. Könnte endgültig ausgeschlossen werden, dass das Quecksilber im Amalgam zu gesundheitlichen Problemen führen kann, wäre das eine Erleichterung für Zahnärzte und Gesundheitswesen.

Der größte Vorteil von Amalgam ist, dass es extrem dauerhaft ist. "Ob sich ein Zahnarzt für Zement, Kunststoff, Gold, Keramik oder Amalgam entscheidet, hängt vom individuellen Fall des Patienten ab", sagt Professor Ott. So spielen etwa die Größe des Defekts und eventuelle Unverträglichkeiten eine Rolle. "Das Wichtigste ist aber die Prophylaxe", betont er. "Am liebsten keine Füllungen, sondern gesunde Zähne."

[ ©: Cornelia Dick-Pfaff, Die Welt  vom 14.12.2004 ]

Original unter http://www.lsro.org/

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