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Bioresonanztherapie

 

Wiedergabe des Artikels von Prof. Meiners aus zm, 31.8.2001

"Es basiert, in Anlehnung auch an die Vorstellungen der traditionellen chinesischen Medizin, auf folgenden Annahmen:
Alle Lebensvorgänge erzeugen eine ultrafeine Bioenergie in Form von elektromagnetischen Signalen und beeinflussen sich über diese Signale auch gegenseitig [12]. Dabei entsprechen den intakten Funktionen gesunder Organe harmonische elektromagnetische Schwingungen, die zudem bei allen Gesunden nahezu gleich sein sollen, während pathologische Prozesse kranker Organe disharmonische Schwingungen erzeugen.
Ein spezielles Elektronikgerät soll an seiner Eingangsseite über eine Hand- oder auch Fußelektrode diese Schwingungen erfassen und mit Hilfe eines Separators die Schwingungen des gesunden Gewebes von den pathologischen Schwingungen trennen. Die Therapie besteht darin, dass dem Patienten über eine zweite Elektrode von der Ausgangseite des Gerätes die Schwingungen wieder zugeführt werden, und zwar die gesunden in Phase, so dass sie die harmonischen Schwingungen im Patienten verstärken. Die disharmonischen Schwingungen dagegen werden invertiert, quasi gespiegelt, zurückgeführt, so dass sie die pathologischen Schwingungen im Körper des Patienten schwächen, wenn nicht auslöschen (Abbildung 3). Das Gerät soll so mit dem Patienten einen biokybernetischen Regelkreis bilden: An Stelle der in der chinesischen Medizin erforderlichen Energiezufuhr tritt eine Zufuhr von Steuersignalen.
Zur Funktionsweise des Separators, auch als "Molekülsaugkreis" bezeichnet, wird nur berichtet [18], dass es organische Moleküle gebe, die mit gesundem Gewebe jeder Art in eine ausreichende Resonanz treten können und deshalb nicht mit Toxinschwingungen in Einklang stehen. Zusammen mit einer ausgeklügelten Elektronik ermögliche eine derartige Substanz die Konstruktion des Separators.
Das MORA-Konzept hat etliche Modifikationen und Erweiterungen erfahren, insbesondere dahingehend, dass der menschliche Körper als komplettes Schwingungssystem auch durch externe Felder zum Mitschwingen, zur Resonanz angeregt werden könne. Somit erfolgt neben der erwähnten Eigenresonanztherapie auch eine Umweltresonanztherapie, indem das Gerät wählbare Schwingungen von Farben, Tönen, Spurenelementen oder Edelsteinen generiert, um damit dem Patienten unverzichtbare Signale der gesunden Natur zuzuführen, welche in der heutigen Umwelt nicht mehr in ausreichender Stärke verfügbar und/oder durch Störfelder überlagert seien. Ebenso sollen pathologisch einwirkende Umweltschwingungen, etwa von Schadstoffen, aufgespürt und durch entsprechende Gegenschwingungen neutralisiert werden können.
Zur Informationsverbesserung können am Eingang des Gerätes auch Eigenblut, Speichel oder Eiter eines Abszesses vorgehalten werden, um deren pathologische Schwingungen nach dem Invertieren dem Patienten zuführen zu können. Diese invertierten Schwingungen sollen aber auch zur Herstellung eines individualisierten Medikamentes für die häusliche Nachsorge verwendbar sein, indem etwa einer Alkohollösung oder einer Salbe vom Geräteausgang die therapeutische Information vermittelt wird. Auf diesem Umweg soll auch ein extrahierter Weisheitszahn die schmerzfreie Heilung seiner Extraktionswunde fördern; ebenso tue Ohrenschmalz bei Kiefergelenkbeschwerden gute Dienste [37].
Das ursprüngliche MORA-Konzept kam praktisch ohne eine Diagnose aus, da das Gerät ja selbständig die pathologischen Schwingungen erkannte; daher auch die Bezeichnung Bioresonanztherapie. Inzwischen wird aber zur Erhöhung der therapeutischen Treffsicherheit - so der Anspruch - meist auch eine Diagnose erstellt, in der Regel mit der Elektroakupunktur, deren Substanzentestverfahren nun, wie erwähnt, ja auch als ein Resonanzphänomen zwischen Patient und Substanz interpretiert wird. Insofern wird dann auch von einer Bioresonanzdiagnose gesprochen. Entsprechend sind Kombi-Geräte auf dem Markt, die sich umschalten lassen zwischen EAV-Diagnose und Resonanztherapie.
Manche Geräte enthalten auch zahlreiche abrufbare Programme, die nach der Diagnosestellung die adäquate therapeutische Strahlung erzeugen sollen. Nach Einschätzung der Anwender können mit ihrer Methode alle Erkrankungen der inneren Organe sowie Funktionsstörungen aller Art therapiert werden. Besteht die Vermutung, dass eine Beziehungsstörung zum Partner ein Cofaktor einer Erkrankung ist, wird eine Behandlung mit Partnerresonanzen empfohlen.
Die ursprüngliche Bezeichnung MORA-Therapie wurde mehrmals, angeblich wegen erfolgter Weiterentwicklungen, geändert in Biokommunikationstherapie, Multikommunikationstherapie, Multiresonanztherapie und, zurzeit, Biophysikalische Informationstherapie.
Anmerkungen aus physikalischer Sicht:
Durch elektrophysikalische Prozesse in Nervenfasern, Rezeptoren und Muskeln entstehen in einem biologischen Organismus elektromagnetische Signale. Diese Signale sind Begleiterscheinungen dieser Prozesse. Soweit sie bekannt und zudem ausreichend spezifisch sind, können sie erfasst und diagnostisch genutzt werden, etwa beim EKG, beim EEG oder bei der Myographie. Es gibt jedoch keinen ernst zu nehmenden Hinweis darauf, dass diese Signale eine direkte Bedeutung für die Steuerung anderer Funktionen des Organismus haben.
Als Beweis für die Existenz eines den ganzen Organismus umfassenden und diesen regelnden Energiefeldes wird eine von Popp [28] nachgewiesene, sehr schwache Emission von Photonen aus Pflanzenkeimen angeführt. Dieser von den Vertreten der alternativen Richtungen als sensationelles Ereignis eingestufte Nachweis von unsinnigerweise mit dem Präfix "Bio" versehenen Photonen ist im Grunde eine Trivialität, da selbstverständlich bei chemischen, also auch bei biochemischen Reaktionen Energie auch in Form von elektromagnetischer Strahlung freigesetzt werden kann; etliche Arten im Pflanzen- und im Tierreich haben auf diese Weise Leuchtorgane entwickelt. Photonen aus dem Organismus sind die Folge biochemischer Reaktionen. In-vitro können sie zum Nachweis, eventuell auch zum Verständnis der verursachenden Reaktion beitragen. Dass solche Photonen, wie von Popp in seiner physikalisch abstrusen Biophotonen-Theorie behauptet, auch einen Zweck zur Informationsübermittlung nicht nur innerhalb ihrer Ursprungszelle, sondern auch an andere Zellen haben und damit einige, wenn nicht alle biochemischen Vorgänge steuern, ist nicht nur ohne jegliche Evidenz, sondern auch wegen der hohen optischen Dichte, also der Lichtundurchlässigkeit der meisten biologischen Gewebe im höchsten Maße unwahrscheinlich. Generell gilt für elektromagnetische Wellen, dass sie im biologischen Gewebe stark absorbiert und dabei in Wärmeenergie umgesetzt werden. Erst bei sehr kurzen Wellenlängen, im Röntgenbereich, besteht eine erhöhte Transluzenz für elektromagnetische Strahlung. Derart hochenergetische Photonen können aber durch chemische Reaktionen nicht erzeugt werden. Die in alternativen Kreisen gern zitierte Aussage, dass über die Biophotonen jede Zelle immer alles über alle anderen Zellen wisse, ist schlicht irrational.
Die Unterscheidung in harmonische und disharmonische Schwingungen macht keinen Sinn und ist physikalisch nicht zu begründen. Eine harmonische Schwingung ist eine Sinusschwingung. Sinusschwingungen können sich zu periodischen Schwingungen überlagern, die dann aber nicht mehr harmonisch, also nicht mehr sinusförmig sind. Umgekehrt können alle von der Sinusform abweichenden periodischen Vorgänge grundsätzlich als eine Überlagerung von - gegebenenfalls unendlich vielen - Sinuswellen dargestellt werden, deren Amplituden und Frequenzen über eine Fourier-Analyse mathematisch eindeutig bestimmbar sind."

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