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Roach-Geschiebe
Kugelgeschiebe, engl.: roach attachment; extrakoronales (außerhalb der Zahnkrone) Geschiebe mit einer Kugel als Patrize. Die im Teilersatz befindliche Matrize kann bei Bedarf aktiviert ("fester gestellt") werden.
Geschiebe

Roach-Klammer
Umfassungsklammer, engl.: gingivally-approaching clasp, roach clasp; geteilte Klammer (zwei Einzelklammern im Verbund), deren Arme den Zahn beidseitig vom Zahnhals her erfassen; seltener Einsatz (bei provisorischer Versorgung). Dabei ist ein Teil - meist der orale - als Auflage und der andere Teil - meist vestibuläre - als Halteelement gearbeitet.
Klammer

Robiczek Methode
spezielle Füllungstechnik, engl.: Robiczek's method; zur Erhöhung der Retention angewandtes Vorgehen beim Legen einer großen Füllung aus plastischem Material (i.d.R. Amalgam o. Silikatzement): auf die noch nicht ausgehärtete, plastische Unterfüllung wird das definitive Füllungsmaterial "aufgedrückt".

Robin-Syndrom
Minderwuchs, Polydaktylie, Fehlbildungserkrankung(en), Pierre-Robin-Sequenz, nach Pierre Robin, 1867-1950, Pariser Zahnarzt, engl.: Pierre Robin anomalad (syndrome); u.a. mit der angeborenen Trias eines zu kleinen, nach hinten verlagerten Unterkiefers ( Mikrogenie, Vogelgesicht), angewachsener, verkleinerter, im Nasen-Rachenraum liegender Zunge (Glossoptose) und in ca. 80 % eine Gaumenspalte. Wenn nicht rechtzeitig eine chirurgische Intervention durchgeführt wird ( Glossopexie), so kommt es wegen Atmungs- und Ernährungsproblemen u.U. zum Säuglingstod.
In Deutschland sind jährlich etwa 400 Neugeborene davon betroffen.


Robin-Wurzelfüllpaste
engl.: Robin's root-filling paste; obsolete Wurzelfüllpaste aus 4 Teilen Trioxymethylen (polymerisiertes Formaldehyd), 6 Teilen Thymoldijodid, 48 Teilen Zinkoxid und 10 Teilen Bleioxid (Menninge)
Wurzelfüllpaste

RoboDent ®
"Navigationssystem", digitales System zum präziseren Setzen von Implantaten; von der Charité in Berlin gemeinsam mit dem Implantat-Hersteller Straumann (CH) 2001 entwickeltes Gerät als Unterstützung für die Versorgung mit Zahnimplantaten.
"RoboDent" besteht neben einigen Zusatzgeräten aus einem normalen PC mit Monitor sowie einem kleinen Navigationsgerät, welches auf das zahnärztliche "Bohr-Handstück" aufgesetzt wird. Weiter wird eine Röntgenaufnahme - besser eine CT-Aufnahme - des Kiefers und eine spezielle Implantat-Schablone ("Implantat-Schiene") benötigt. Aus diesen Daten ermittelt die Software des Systems die optimale Bohrrichtung und -tiefe für die Implantation.
Computer-gestützte Navigation, Implantat
Einsatz der computerassistierten Chirurgie in der Mund-, Kiefer- u. Gesichts-Chirurgie (zm, 2014)
http://www.robodent.de/ ; http://www.diedentalpraxis.de/




©:
www.robodent.de/


in der ZHK übliches Kürzel und Fachjargon für eine Röntgenaufnahme. Ebenfalls im BEMA gebraucht mit einer nachgestellten Zahl, welche eine Bereichszahl für die durchgeführten Aufnahmen bedeutet (z.B.: Rö5 = zwischen 3 u. 5 intraoralen Aufnahmen)

Röhrenzähne
engl.: tube teeth; künstliche Zähne aus keramischen Massen (seltener aus Kunststoff), welche zur Verankerung mit der Prothesenbasis an der Unterseite einen zentralen, axialen Hohlraum besitzen, in welchen das Basismaterial zapfenförmig hinein ragt.
Schlangen haben natürliche, röhrenartige, lange Giftzähne, welche auch als R. bezeichnet werden.

Rolltest
Gingiva-Rolltest, engl.: roll test; relativ einfaches Verfahren zur Diagnose der Mukogingivalgrenze bzw. Bestimmung der befestigten Gingiva: Dabei wird mit der horizontal positionierten Parodontalsonde im Bereich der beweglichen Mukosa über der Rezession die Schleimhaut zur Zahnkrone hin bewegt.
Alveolarmukosa, Blanching-Test, Schiller-Jodprobe,Tensionsprüfung

Röntgen
1.) Wilhelm Conrad R., 1845-1923; Entdecker der Röntgenstrahlen (1895/96). Für eine einfache Handdurchleuchtung benötigte man damals noch 25 Minuten. Durch Weiterentwicklung der Geräte und Filme dauert der gleiche Vorgang heute den Bruchteil einer Sekunde. In die ZHK wurde Röntgens Erfindung vor allem durch die Wissenschaftler Otto Walkhoff (wahrscheinlich Erstanwender im Selbstversuch (12/1895) für eine intraorale Aufnahme) und Wilhelm Dieck eingeführt.
http://www.roentgen-museum.de
2.) laienhafte Schlagwortbezeichnung für jegliche diagnostische Anwendung von Röntgenstrahlen; <img border="0" src="images/point_bl.gif" width="9" height="9"> Röntgendiagnostik
3.) alte Maßeinheit (R) zur Bestimmung der  Ionendosis: Menge einer Röntgen- oder Gammastrahlung, die in einem cm3 Luft ca. 2 Milliarden Ionenpaare - Ionisationsvorgänge - erzeugt. Heute misst man entweder in SI-Einheiten (1 R = 2,58 x 10hoch-4 SI bzw. C/kg) oder in Sievert (Sv) (1R=0,01Sv).
Röntgengerät

Röntgenapparat, engl.: x-ray apparatus; Röntgengerät

Röntgenaufnahme
engl.: roentgenogram; radiograph; Ausdruck ursprünglich für das auf einem besonderen Film ( Röntgenfilm) erzeugte, diagnostische "Grauton-Schattenbild" eines von Röntgenstrahlen durchdrungenen Gewebes; heute auch in der digitalen Röntgentechnik (arbeitet ohne klassischen Film) gebraucht.
Röntgendiagnostik

Röntgenbestrahlung , engl.: X-ray radiation; Strahlentherapie

Röntgendermatitis
Radiodermatitis
, Radioderm, Strahlendermatitis, engl.: radiodermatitis, radiation dermatitis, X-ray dermatitis; krankhafte Hautreaktionen aufgrund ionisierender Strahlen; abhängig von der Dosis und Härte der Strahlung. Unterscheidung in:
akute R.: ungefähr oberhalb 500 Rad auftretend: Bildung eines Erythems bis hin zum Geschwür ("Röntgengeschwür", "akutes Strahlenulkus"). Weiter können Epilationseffekte der Haut und Haarausfall auftreten
chronische R. - auch Röntgenoderm oder Radioderm - (andauernde Summierung schwacher bis mittelstarker Strahlen im Zeitraum ab einem ¼ Jahr): rote Teleangieektasien (Gefäßerweiterungen), Sommersprossen, Hyperkeratosen, Warzen, Ulzera und Nagelmissgestaltungen bis hin zu bösartigen Hauttumoren. Hauptsächlich betroffen (mit stark abnehmender Tendenz) sind hiervon Ärzte und ihr Personal, welche z.B. die Röntgenfilme selbst fixieren (bei Kleinkindern u. Bewusstlosen)
Abbildungen unter http://www.dermis.net/dermisroot/de/12731/diagnose.htm
http://www.opusdei.at/art.php?p=2452

Röntgendiagnostik 
Röntgenuntersuchung, Röntgenographie;  engl.: radiographic examination, X-ray inspection, radiodiagnostics; man benutzt die Eigenschaft der Röntgenstrahlen, auf einer phothographischen Filmschicht, Sensoren oder Speicherfolien sog. "Schatten" zu erzeugen, welche durch die unterschiedliche Strahlendurchlässigkeit des Körpergewebes oder von Fremdkörpern - in Abhängigkeit von der Art und Dicke des Materials (je höher das Atomgewicht, umso undurchlässiger) - bedingt sind. Auf nebenstehender Fernröntgenaufnahme sind diese Eigenschaften gut zu erkennen: so lässt der weiche Nasenknorpel und die Lippenpartie wesentlich mehr Strahlen durch ( Transluzenz, "röntgenpositiv") als die Zähne oder die Knochen der Wirbelsäule ( Opazität, "röntgennegativ").
Wo kein genügend starker Kontrast vorhanden ist, lassen sich künstliche Unterscheidungen durch Kontrastmittel erzielen.
Nach der Röntgenverordnung (2011) besteht eine R. aus den 3 "Grundelementen":
rechtfertigende Indikation
technische Durchführung
Befund der Röntgenuntersuchung

Von der Technik her werden unterschieden:
analoge oder konventionelle Verfahren: als Bildempfänger wird ein Röntgenfilm verwendet, welcher in einem chemischen Prozess entwickelt und fixiert werden muss; <img border="0" src="images/point_bl.gif" width="9" height="9"> Röntgenfilm.
digitale Techniken, welche ohne chemische Prozesse auskommen und nachträglich noch durch entsprechende Programme bearbeitet werden können (z.B.. Kontrast, Helligkeit usw.); <img border="0" src="images/point_bl.gif" width="9" height="9"> Röntgendiagnostik, digitale
die Entwicklung hat sich in den letzten Jahren bei Neuanschaffungen eindeutig zu den digitalen Aufnahmetechniken hin verlagert, gleichwohl ist damit bei den Geräten eine erhebliche Kostensteigerung (Anschaffung und laufende Kosten) eingetreten, welche häufig von kleineren Praxiseinheiten nicht mehr bedient werden kann. Der digitale Sensor benötigt im Vergleich zum Röntgenfilm eine kürzere Belichtungszeit, was sich in einer geringeren Strahlenbelastung bemerkbar macht. Zu bemerken ist hierzu, dass die Strahlenbelastung auch bei einem konventionellen Vorgehen im Vergleich zu anderen ganzmedizinischen Röntgentechniken gering ist. Weitere Vorteile der digitalen Technik sind die nachträgliche Bildbearbeitung, der Wegfall chemischer Prozesse und Abfallentsorgung, die schnellere Verfügbarkeit des Befundes und eine digitale Speicherung auf Datenträgern.

Neben der traditionellen Anfertigung von ausschließlich intraoralen Zahnaufnahmen ( Zahnfilm, war über Jahrzehnte in der ZHK Standard) lassen sich im zweidimensionalem Bereich unterscheiden:
Röntgenschichtaufnahmen (Computertomographie (CT), Panoramaschichtaufnahme); man erhält sie durch gleichzeitige, gegeneinander laufende Bewegungen von Röntgenröhre und Röntgenfilm bzw. Speicherfolien bei ruhendem zu untersuchendem Körperteil. Gut geeignet als orientierende Erst- und Kontrollaufnahme, der Kiefer und Kiefergelenke bei geringer Strahlenbelastung. Bedingt durch die Schichttechnik sind Details oft nicht erkennbar und das Bild ist in seiner Gesamtheit nicht maßstabgetreu (Verzerrungen). Zur Detailabklärung sind häufig intraorale Aufnahmen ( Bissflügel, Zahnfilm) nötig.
Aufbissaufnahmen, bei welcher die Film- oder Sensorebene parallel zur Okklusionsebene positioniert sind. Hiermit lassen sich Übersichtsaufnahmen oder Teilbereiche des jeweiligen Kiefers anfertigen. Hauptsächlich eingesetzt zur Darstellung verlagerter Eckzähne im Oberkiefer und Speichelsteinen im Unterkiefer.
Fernröntgenaufnahme - seitliche Schädelaufnahme bei nach rechts gerichtetem Schädel gilt als Standard in der Kieferorthopädie
Bei der Röntgendurchleuchtung (Diaskopie) wird der erzeugte Schatten durch eine Photokathode elektronisch verstärkt und z.B. auf einen Bildschirm übertragen; wegen sehr hoher Strahlenbelastung in der ZHK nicht gebräuchlich
Bei der Röntgenkinematographie wird der verstärkte Schatten von Bewegungsabläufen gefilmt (z.B. das Kiefergelenk in Funktion). So lassen sich später Veränderungen bei einer Bewegung zur besseren Untersuchung in Zeitlupe darstellen.

Als Übergang zur 3. Dimension gelten:
mehrere intraorale Zahnfilme mit unterschiedlichen Strahlengängen: parallaktisch verschobene Projektion
Fernröntgenaufnahme - seitliche Schädelaufnahme im Frontzahnbereich bzw. in Kombination mit einer Panoramaschichtaufnahme
transversale Schichtaufnahme: als spezielle Funktion der meisten Panorama-Röntgengeräte, wobei mehrere Schichtungen einer bestimmten Region in transversaler Richtung aufgenommen werden. Wegen der komplizierten Einstellung des Gerätes wenig gebräuchlich.

3. Dimension:
räumliche Darstellungen in 3 Ebenen bringen entscheidende Vorteile wenn es darum geht, die Lagebeziehung der Zähne (oder der geplanten Implantate) zu den umgebenden Strukturen anatomisch korrekt darzustellen. Gerade in der Kieferchirurgie (verlagerte Weisheits- oder Eckzähne, Lage des Mandibularkanals usw.) und Implantologie gewinnen derartige, aufwendige Verfahren auf digitaler Basis zunehmend an Bedeutung. Das Komplikationsrisiko lässt sich mit derartigen Techniken entscheidend senken. In Relation zu dem Untersuchungsvolumen ist die Strahlenbelastung Dank moderner Techniken relativ gering:
Computertomographie (CT, Schichtaufnahmeverfahren):
die Anfertigung eines Schnittbildes erfolgt durch ein eng begrenztes Röntgenstrahlenbündel, welches die gewünschte Körperschnittebene aus verschiedenen Richtungen abtastet. Die so gewonnenen Körperquerschnitte haben eine variable Schichtdicke. Die durch den Körper abgeschwächten Röntgenstrahlen werden durch Detektoren erfasst, in elektrische Signale umgewandelt und an einen Computer gegeben, wo sie in ihrer räumlichen Verteilung rechnerisch zu einem Querschnittsbild aufgebaut werden. Anwendung in der ZHK nur selten; Dental-CT
TACT™ - Verfahren; ohne Bedeutung in der ZHK
Digitale Volumentomographie - DVT:
gilt als DAS Verfahren der Zukunft in der ZHK, da es eine hohe Effektivität aufweist, eine geringere Strahlenbelastung als das CT besitzt und einige der Nachteile des "großen" CTs abmildert; meist für zahnärztliche Praxen als "All-in one Gerät" in Kombination mit einem 2-dimensionalen Panoramaaufnahmeverfahren (<img border="0" src="images/point_bl.gif" width="9" height="9"> z.B. Sirona Galileos™). Störende Artefakte sind durch metallische Restaurationen (Kronen, Stiftaufbauten, Implantate) bedingt; ein Bildrauschen tritt dann gern auf, wenn das Feld zu klein gewählt wurde.
http://www.ddn-online.net/uploads/smartsection/67_0607_schulze.pdf

Es ist allerdings nicht möglich, jede krankhafte Veränderung mittels R. zu erfassen; ein negativer Röntgenbefund sagt deshalb noch nichts Endgültiges zu einer vermuteten Erkrankung aus. So ist bei herkömmlichen Verfahren kaum mehr als 50 % der Knochenstruktur zu beurteilen und mindestens 30 % der anorganischen Knochenstruktur muss beispielsweise durch einen eitrigen Prozess (z.B. Granulom) aufgelöst sein, um ihn röntgenologisch nachweisen zu können. Unabdingbar für jede R. ist ein angemessener Strahlenschutz unter Beachtung der Röntgenverordnung der zu untersuchenden Person bei strenger Indikationsstellung.
bildgebende Verfahren, DVT, Einstellverfahren, Feldgröße, Filmempfindlichkeit, Gleichwert, Magnetfeldresonanztomographie, Qualitätssicherung in der zahnärztlichen Röntgenologie (Guidelines for Quality Dental X- Ray Diagnostics), rechtfertigende Indikation, Schichtaufnahme, Strahlenrisiko, Subtraktionsradiographie
Röntgen: © Bundeszahnärztekammer
http://www.dental-online-community.de/
Röntgendiagnostik im Spannungsfeld von Informationsgewinn, Strahlenhygiene und Kostenerstattung
http://eamer.kodakdental.com/de-de/default.aspx
Notwendigkeit von Röntgenaufnahmen: http://www.dgzmk.de/
Geschichte
Röntgenverordnung (Stand 2011) oder ©: Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de
Leitlinien der ADA und FDA zum zahnärztlichen Röntgen (2012, Englisch)
Kritische Betrachtung zu den »verpflichtenden« Röntgenaufnahmen bei Wurzelbehandlungen
Buchtipp: Jürgen Düker, "Zahnärztliche Röntgenologie" für den Zahnarzt und sein Team, ISBN: 3437055909, z.B.: bei Amazon

 



seitliche Schädelaufnahme ("Fernröntgen")

 


analoge intraorale Zahnaufnahme ("Zahnfilm")



Bissflügelaufnahme



Panorama-Schichtaufnahme



Die Aufbissaufnahme zeigt zwei verlagerte Zähne im Gaumen, die mit normaler Röntgentechnik nur schwer zu sehen sind



Speichelstein im
Unterkiefer



Übergang zur 3. Dimension: parallaktisch verschobene Projektion

 

 

 

 







digitale Volumentomographie

 

Röntgendiagnostik
digitale, digitale Lumineszenzradiographie, Radiovisiographie,  engl.: digital radiodiagnostics; zu den jüngeren diagnostischen Röntgentechniken gehörend; 1986 in die ZHK mit dem ursprünglichen Begriff „Radiovisiographie“ in die zahnärztliche Röntgendiagnostik eingeführt. Im weitesten Sinne versteht man darunter die Erfassung der Bildinformation in einem digitalen Datensatz, welcher dann mit Hilfe der Datenverarbeitung bearbeitet und dargestellt werden kann. Grundsätzlich unterscheidet sich digitales Röntgen Hardwareseitig von der konventionellen Vorgehensweise nur bezüglich des Messgerätes, dem Bildempfänger (Sensor). Die Röntgenstrahlung selbst bleibt - wenn auch in geringerem Umfang - erhalten.
"Beim konventionellen Film erfolgt die Messung über die Induktion einer chemischen Reaktion, in der in einem letzten Schritt Silberbromid zu metallischem Silber reduziert wird. Im Gegensatz dazu wandeln digitale Systeme Röntgenstrahlung entweder direkt oder indirekt in elektrische Ladungen um oder die Informationsspeicherung basiert auf fluoreszierenden Folien, deren analoge Signale wiederum in einem weiteren Schritt digitalisiert werden." (nach J. Fleiner, Freiburg). Lesen Sie ausführliche Erläuterungen zur digitalen Röntgendiagnostik durch Anklicken dieses Links. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors und der OEMUS Media AG (©, Verlagsrechte)).
Nachteilig bekannt sind bei einer digitalen Röntgendiagnostik die sog. zervikalen Burnout-Effekte an metallischen Rekonstruktionen (Metallfüllungen, -kronen). Diese - auch als Aufhärtungsartefakte bezeichneten - Veränderungen täuschen dem Betrachter eine (zirkuläre) Karies vor ( http://www.dgzmk.de/ oder http://drgstoothpix.com ) und können so eine Kariesdiagnostik unmöglich machen.
In jüngerer Zeit (2012) gibt es starke Anstrengungen, dass auch in der Zahnarztpraxis für digitale Röntgenbilder das Dicom-Format verpflichtend wird (offener Standard zur Speicherung und zum Austausch von Informationen im medizinischen Bilddatenmanagement; http://de.wikipedia.org/wiki/Dicom)
bildgebende Verfahren, DVT, Einstellverfahren, Grauwert, Kiefergelenkaufnahme, laterale Zahnaufnahme, Lumineszenz, Qualitätssicherung in der zahnärztlichen Röntgenologie (Guidelines for Quality Dental X- Ray Diagnostics), rechtfertigende Indikation, Röntgendiagnostik, Röntgengerät, Röntgenverordnung, Strahlentherapie, Transversale Schichtaufnahme (TSA)
ausführliche Erläuterungen zur digitalen Röntgendiagnostik
http://www.sidexis.com
Leitlinien der ADA und FDA zum zahnärztlichen Röntgen (2012, Englisch)
Vergleich digital-analog in der Schweizer Monatszeitschrift Zahnmedizin: © SSO

Röntgendosis ; Strahlenbelastung

Röntgendurchleuchtung ; Röntgendiagnostik

Röntgenfilm
1.) engl.: radiographic or X-ray film; aus Polyester bestehende Folie mit einer (röntgen-)lichtempfindlichen Emulsion auf Basis von Brom-Silber mit geordneter Silberkristallstruktur. Zur Herabsetzung der Strahlendosis ist dieser meist mit einer sog. Verstärkerfolie hinterlegt. Dabei wirkt folgendes Prinzip: Silberhalogenid auf einem durchsichtigen Acrylträger wird durch die kurzzeitig auftretende ionisierende Strahlung und dem anschließenden Entwicklungs-/Fixierungvorgang reduziert und fixiert (es wird ein dauerhaftes Bild erzeugt), so dass auf dem (fixierten) Träger lediglich die schwarzen Silberatome zurückbleiben. Diese sind in mehreren Lagen übereinander angeordnet; über deren unterschiedliche Dichtverteilungen ergeben sich die unterschiedlichen Graustufen auf dem Träger; der Röntgenfilm ist also primär nichts anderes als ein Strahlen-Messgerät. Die gewonnene Bildinformation ist nach abgeschlossenem Entwicklungs- und Fixiervorgang - im Gegensatz zum digitalen Röntgen - nicht mehr veränderbar auf dem Film fixiert, d. h., nur durch unterschiedliche Hintergrundbeleuchtung können Graustufen u. U. besser hervorgehoben werden, wobei diese selbst jedoch an sich unverändert bleiben.
  digitale Röntgendiagnostik
2.) Zahnfilm, engl.: dental film, single tooth radiograph; kleine Röntgenfilme - meist in der Standardgröße von 5 x 4 cm - mit welchen innerhalb des Mundes (Zahnfilm hinter dem Zahn, Röntgenquelle außerhalb des Mundes) eine diagnostische Röntgenaufnahme (engl.: x-ray imaging, - pattern, view) angefertigt wird. Zur Abschirmung von Streustrahlung befindet sich auf der Rückseite des Films eine dünne Bleifolie sowie zur Dosisreduzierung eine Verstärkerfolie.
 Aufnahmebedingt werden mit dieser Technik etwa 2 - 4 Zähne auf dem R. dargestellt. Zahnfilme zeichnen sich - im Gegensatz zu Panoramatechniken - besonders durch eine unübertroffene Detailgenauigkeit aus. Mittels sog. Röntgenstatus lassen sich so auch alle Zähne des Gebisses, allerdings mit einer größeren Strahlenbelastung und einem aufwendigem Handling, darstellen.


Aufbiss-Aufnahme, Behandlung in der Schwangerschaft, Bissflügelaufnahme, Einstellverfahren, Entwicklerbad, Feldgröße, Fernröntgenbild, Filmempfindlichkeit, Filmhalter, Fixierbad, Gleichwert, Gonadendosis, Grauwert, Grund-/Grauschleier, Halbwinkeltechnik, Kiefergelenkaufnahme, laterale Zahnaufnahme, Panoramaschichtaufnahme, Paralleltechnik, rechtfertigende Indikation, Rechtwinkeltechnik, Röntgendiagnostik, Röntgengerät, Röntgenstatus, Röntgenstrahlen, Summationseffekt, Tubus, Verschattung, Zahnfilm
http://www.dr-menges.de/fk1803.html (Filmaufbau, Filmverarbeitung, Konstanzprüfung)

 

 

 

 


 


Zahnfilm vor der Aufnahme mit Markierung ("C")

Zahnfilm im
Filmhalter


Einpassen des
Filmhalter


Filmhalter in situ


fertige Röntgenaufnahme nach der Entwicklung

Röntgengerät
engl.: x-ray equipment; Gesamtheit der für eine therapeutische oder diagnostische Anwendung mit Röntgenstrahlen erforderlichen Geräte, wie Röntgenapparat, Stativ für Röhrenröhre, Blenden, Einstell- und Fixierungshilfen.

In der ZHK sind zur Untersuchung des Kiefers (Röntgendiagnostik) zwei unterschiedliche Gerätetypen in Gebrauch (überwiegender Standard einer zahnärztlichen Praxis), welche analog oder digital aufzeichnen:

relativ kleine Geräte für Röntgenaufnahmen, bei denen der Zahnfilm ( Röntgenfilm) sich im Mund hinter den Zähnen befindet und versch. Aufnahmetechniken ("intraorale Aufnahmetechniken" wie Paralleltechnik, Rechtwinkeltechnik, Winkelhalbierungstechnik) im Rahmen einer lateralen Zahnaufnahme angewandt werden.
und
über 2 Meter hohe Geräte zur Anfertigung von sog. "Panoramaaufnahmen". Hierbei befindet sich der Röntgenfilm außerhalb des Mundes. Obwohl bei dieser Aufnahme ein großer Teil des Schädels dargestellt wird , ist die Ganzkörper-Strahlenbelastung wesentlich geringer wie bei einer einzelnen Zahnfilmaufnahme und entspricht damit etwa der natürlichen Strahlenbelastung von 12 Stunden Aufenthalt an der frischen Luft im Flachland oder 1 Stunde im Hochgebirge. Der Grund dafür liegt in den Filmkassetten, welche außerhalb des Mundes mit wesentlich leistungsfähigeren Verstärkerfolien arbeiten können als die kleinen Einzelzahnfilme, welche in den Mund eingebracht werden.
  vereinzelt anzutreffen (in größeren Praxen) sind (2009) DVT-Geräte und 3D-Verfahren
bildgebende Verfahren

Röntgenkontrastmittel
RKM, engl.: radiopaque medium (fluid); in den Körper zugeführte Substanzen, die entweder zu einer vermehrten Absorption eintretender Röntgenstrahlen gegenüber dem umgebenden Gewebe führen (sog. röntgen-positive Kontrastmittel wie Bariumsulfat oder Jodverbindungen) oder ankommende Röntgenstrahlen vermehrt ungehindert durchlassen (sog. negative Kontrastmittel wie Luft o. Edelgase). Einsatz in der ZHK bei der Sialographie oder Substraktionsaufnahme.
Arteriographie, Arthrographie

Röntgen-Messaufnahme
Radiometrie
; engl.: measuring x-ray picture ; in der ZHK bei einer Wurzelkanalbehandlung zur Längenbestimmung des Wurzelkanals ("Arbeitslänge") nach dem Prinzip der Paralleltechnik und einem Röntgenfilmhalter ausgeführt: nicht immer genaue Aussage (aber für den Normalfall ausreichend), da nur der röntgenologische Apex dargestellt wird.
Endometrie, Nadelaufnahme,
Überfüllung, Überinstrumentierung, Zahnlänge

röntgennegativ
engl.: radioparent, X-ray negative; ohne Kontrasteffekt („Schatten“) auf einem Röntgenbild. Gewebe/Stoffe (z.B. Weichteilgewebe) mit geringer Dichte werden somit auf dem Röntgenfilm nicht oder nur schwach dargestellt; Gegenteil: röntgenpositiv.
Opazität

Röntgenologie
Lehre von den Röntgenstrahlen und ihren Anwendungen als Teil der Radiologie, engl.: radiology; Wissenschaft über die diagnostische und therapeutische Anwendung von Röntgenstrahlen in der Medizin; ein Teilgebiet der Radiologie. Die modernen Schnittbildverfahren - Computertomographie (CT) und die strahlenfreien Verfahren
Kernspintomographie bzw. Magnetresonanztomographie (MRT) sowie Ultraschall - beginnen in vielen Bereichen die konventionelle Röntgenuntersuchung zu verdrängen:
Technische Innovationen waren ein ständiger Begleiter der Radiologie. 1972 leitete der Brite Godfrey N. Hounsfield mit der Entwicklung der Computertomographie (CT) eine neue Ära in der Bildgebung ein. Nur ein Jahr später entwickelte der US-Amerikaner Paul Lauterbur die Magnet- Resonanz-Tomographie (MRT), die ohne Röntgenstrahlung auskommt.
Kernspintomographie, Magnetresonanztomographie, Qualitätssicherung in der zahnärztlichen Röntgenologie (Guidelines for Quality Dental X- Ray Diagnostics), Radiologie, Röntgendiagnostik, Strahlentherapie

röntgenopak , Röntgenopazität Opazität

Röntgenpass
engl.: x-ray passport; nach der Röntgenverordnung ab 2002 gesetzlich vorgeschrieben Dokument für die Aufzeichnung aller am gesamten Körper durchgeführter Röntgenuntersuchungen. Dadurch erhalten Arzt und Patient einen Überblick über bereits durchgeführte Röntgenaufnahmen, um so u.a. Doppeluntersuchungen zu vermeiden. So muss vor jeder Aufnahme nach einem individuellen R. gefragt werden. Der R. ist über die Krankenkasse oder in der (Zahn-)Arztpraxis erhältlich. Bisher (2009) nur geringe Nachfrage seitens der Patientin in zahnärztlichen Praxen.
Druckvorlage Röntgenpass (zum Selbstausdrucken) oder ©: Rheinisches Ärzteblatt
Röntgenverordnung (Stand 2011) oder ©: Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de

Röntgenröhre
Röntgenstrahler, engl.: X-ray-tube; Glaskolben mit einem "Fast-Vakuum" im Innenraum. In den Kolben ist eine Kathode mit einem darüber befindlichen Wehnelt-Zylinder, sowie gegenüber eine Anode eingeschmolzen. Zwischen Kathode und Anode wird durch einen Hochspannungs-Generator eine wählbare bzw. veränderliche Hochspannung von ca. 25 kV bis zu ca. 150 kV erzeugt; Betriebsspannungen von 20 - 40 kV erzeugen "weiche Röntgenstrahlen" und werden zur Darstellung von Weichteilen eingesetzt, Grenzstrahlen. Das Material der Anode in der R. ist maßgebend für die Wellenlänge der emittierten Strahlung. Damit die Elektronen auf einen Punkt (= Brennfleck, Fokus) konzentriert werden, schickt man die beschleunigten Elektronen durch einen negativ geladenen Zylinder (= Wehnelt-Zylinder), der sie zu einem punktförmigen Strahl bündelt. Die benötigte Röntgenstrahlung wird schließlich durch ein Strahlenaustrittsfenster aus Glas oder Berylliumfolie nach außen geleitet.
Der Röntgenstrahler besteht bei zahnärztlichen Geräten für intraorale Aufnahmen aus einer Röntgenröhre einschließlich dem Schutzgehäuse und entsprechenden Filtern.
Röntgengerät

 



Prinzip der R.

Röntgenschutz , Schutzvorrichtungen beim Anwenden von diagnostischen Röntgenstrahlen; Strahlenschutz

Röntgenstatus
Zahneinzelaufnahmen ("Zahnfilme") aller Zähne auf 10-14 kleinen (5x4 cm), im Mund durchgeführten (intraoralen) Röntgenfilmen, engl.: full-mouth X-ray; außerordentlich detailgetreues Verfahren bei der Untersuchung der Zähne und der umgebenden Gewebe im zweidimensionalen Bereich. Die früher gebräuchliche, generelle Anfertigung durch einzelne Zahnfilme (i.d.R. 6 für den Oberkiefer, 5 für den Unterkiefer; s. Abb.) zur röntgenologischen Untersuchung von Zähnen und umgebendem Gewebe ist heute vorwiegend nur noch in der Parodontologie und zur Überprüfung der Befundergebnisse durch andere Verfahren üblich; manche Autoren halten dieses Verfahren aus Strahlenschutzgründen für obsolet. Als Standard werden heute sog. "Panorama-Aufnahmen" eingesetzt und dann zur Detailabklärung ggf. einzelne Röntgenfilme oder Bissflügelaufnahmen angefertigt.
Parodontalstatus, Röntgendiagnostik, Status, Zahnstatus



Röntgenstelle ; Zahnärztliche Stelle , Röntgenstelle-Ausschuss der Bundeszahnärztekammer (mit allen relevanten Verordnungen)

Röntgenstrahlen
engl.: X-rays, roentgen-rays; elektromagnetische, unsichtbare Strahlung mit starker chemischer Wirkung und hohem Ionisationsvermögen; sie unterscheiden sich von den Gammastrahlen und der natürlichen kosmischen Höhenstrahlung nur durch ihre Entstehungsweise in der Röntgenröhre. Im Strahlungsverhalten gleichen sie dem sichtbaren Licht (Brechung, Reflexion, Polarisation usw.), haben aber im Gegensatz zum Licht ein hohes Durchdringungsvermögen bei vielen Stoffen.
Örtliche Gewebeschädigungen entstehen bei Überschreiten der Toleranzdosis als sog. Röntgendermatosen, schlecht heilende Röntgenverbrennungen und Röntgengeschwüre. Hohe Strahlendosen können zum sog. "Strahlentod" führen. In Kenntnis der Tatsache, dass sich auch kleinste Strahlenmengen - egal ob künstlicher oder natürlicher Herkunft - im Laufe des Lebens summieren können, sollte jede zusätzliche bzw. unnötige Strahlenbelastung vermieden werden. Einen sicheren und relativ preiswerten Schutz vor R. bietet das Metall Blei entsprechender Dicke.
Die Schwärzung des Röntgenfilms geht insgesamt nur zu 5% auf die R. direkt zurück, 95% sind Anteil fluoreszierender Wirkung der Verstärkerfolien!
R. haben eine sehr schlechte Energiebilanz: 1% Röntgenstrahlung bedingen 99% Verlust durch Wärme.

Eine neue Art von medizinisch nutzbaren Strahlen - Terahertz-Wellen, im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen und Infrarotlicht ("fernes Infrarotlicht") angesiedelt - befinden sich z.Zt. in der Entwicklung zur Praxisreife. So könnten sie - da nicht ionisierend - zukünftig in einigen medizinischen Anwendungen die gesundheitsgefährdende Röntgenstrahlung ablösen, Hautkrebsuntersuchungen ohne Biopsie ermöglichen oder in Feuchtigkeitsmessgeräten für die Haut den Erfolg von Kosmetika überwachen. Auch außerhalb der Medizin sind Terahertz-Wellen interessant: Bei der Sicherheitskontrolle von Fluggästen würden nicht nur metallische Gegenstände, sondern auch Plastikbomben erkennbar und in der Qualitätskontrolle von Lebensmitteln könnten chemische Zusammensetzung sowie Frischegrad jederzeit auch durch die Verpackung ermittelt werden. Wegen ihres hohen Preises (~250.000 Euro) haben bisherige gepulste Terahertzsysteme Schwierigkeiten auf dem Markt Fuß zu fassen und mit anderen Technologien zu konkurrieren.

Arthrographie, Behandlung in der Schwangerschaft, bildgebende Verfahren, Feldgröße, Gleichwert, Grenzstrahlen, Kernspintomographie, Langzeitdosis, Radioaktivität, rechtfertigende Indikation, Röntgendiagnostik, Röntgengerät, Röntgenverordnung, Sievert, Strahlenrisiko, Strahlentherapie, Streustrahlung
http://wissenschaft.marcus-haas.de/technologie/terahertzwellen.html


eine der ersten Rö-Aufnahmen (1895):
Die Hand von Röntgens Ehefrau Anna-Bertha.
Belichtungsdauer ca. 25 Minuten

 


Röntgenstrahlen und Schwangerschaft
engl.: X-rays during pregnancy; nach der Röntgenverordnung ist es grundsätzlich zulässig, auch Schwangere röntgenologisch zu untersuchen. Es ist jedoch besonders kritisch abzuwägen (strenge Indikationsstellung, rechtfertigende Indikation), ob u.U. nicht auf eine Aufnahme verzichtet werden kann; die Strahlendosis ist so gering wie möglich zu halten.
Die höchste Strahlenempfindlichkeit der Schwangeren besteht bis zu 10 Tage nach der Befruchtung. Die Auswirkungen (Organschäden) sind jedoch äußerst gering, da der noch junge Zellkomplex (Morula) entweder unbemerkt abstirbt (Spontanabort) oder die nicht geschädigten und überlebenden Zellen aufgrund ihrer Fähigkeiten ("Pluripotenz") die zerstörten Zellen ersetzen. Hochsensibel in ihren Auswirkungen ist dagegen die Zeit bis etwa zur 8. Woche (Embryonalphase): Schon Dosen von 0,25 Sv können das zentrale Nervensystem und das Auge erheblich schädigen. Etwa ab dem 3. Monat (Beginn der Fetalperiode) ist die Organbildung weitgehend abgeschlossen. Es kommt nun zum Wachstum des Fetus und zur Ausdifferenzierung der verschieden Gewebe. Daher sind spätere Missbildungen nur noch selten vorkommend - ionisierende Strahlen generell können jedoch ab einer bestimmten Intensität zu allgemeinen Wachstumsstörungen führen und werden als Risikofaktor für sich bis zum 10. Lebensjahr bildenden bösartigen Tumoren angesehen.
Auf diesen Fakten ergeben sich in der Zahnarztpraxis folgende Konsequenzen:
Röntgenaufnahmen sind bei ordnungsgemäßen Strahlenschutz ungefährlich, da Zahnfilmaufnahmen - im Vergleich zu anderen Aufnahmen des weiblichen Körpers - nur eine geringe Strahlendosis benötigen. Wegen Unkenntnis einer sicheren Schwellendosis sollten jedoch Röntgenuntersuchungen in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation durchgeführt werden; dies gilt insbesondere für das 1. Drittel.
Das Strahlenrisiko in der Schwangerschaft ist extrem niedrig und im Uterus nicht messbar, da hier Werte von < 1 µSv geschätzt werden. Man geht davon aus, dass erst ab 50 - 100 mSv Missbildungen bewirkende (teratogene) Schäden auftreten können. Im Gegensatz zu genetischen Schäden werden teratogene Auswirkungen nicht vererbt.
Behandlung in der Schwangerschaft

Röntgentherapie
Röntgenbestrahlung, Strahlentherapie, engl.: X-ray therapy; veraltete Anwendung (Nachfolgeanwendung: direkte Bestrahlung mit Elektronen) der Röntgenstrahlen, hauptsächlich bei Geschwulsterkrankungen, auf der Grundlage der Tatsache, dass der Zellstoffwechsel während der Zellteilung - besonders bei keimendem, rasch wachsendem Gewebe - äußerst strahlenempfindlich ist. So führt z.B. eine Bestrahlung der Eierstöcke oder Hoden zur Unfruchtbarkeit; ebenso wird das Krebsgewebe stärker beschädigt, als das daneben liegende normale Gewebe.
Strahlentherapie

Röntgenverordnung
RöV, engl.: X-ray ordinance; 1987 eingeführte und 2002 novellierte qualitätssichernde Maßnahme bei der Anwendung von Röntgenstrahlen für medizinische Zwecke; sie regelt besonders den Betrieb von Röntgeneinrichtungen. So ist z.B. neben einer Abnahmeprüfung beim Erstbetrieb oder wesentlichen Änderungen an der Anlage, eine regelmäßige Überprüfung der Röntgengeräte ebenso festgeschrieben, wie eine regelmäßige Unterweisung des röntgenologisch tätigen Personals. Weiter regelt die R. wesentliche Teile des Strahlenschutzes.
Zum 1. Juli 2002 trat in Deutschland eine Novelle zur Strahlenschutzverordnung in Kraft, welche aus der nationalen Umsetzung zweier europäischer Richtlinien (96/29/Euratom u. 97/43/Euratom) resultiert. Keine Unterscheidung wurde dabei zwischen der Medizin und Zahnmedizin gemacht, obwohl nachgewiesenermaßen dentale Aufnahmen - trotz eines relativ hohen Anteils von 18,4% an allen Röntgenuntersuchungen (2006) - nur zu etwa 0,1% zur Gesamt-Strahlenbelastung beitragen.
Auswirkungen hat die Novellierung auf versch. Bereiche, beispielsweise den Fachkundenachweis für Zahnärzte und deren Personal, die Qualitätssicherung sowie die Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten:

Aufbewahrungsfrist, BuS-Dienst, Gleichwert, Konstanzprüfung, Kontrollbereich, Langzeitdosis, rechtfertigende Indikation, Referenzaufnahme, Röntgenstrahlen, Sachverständigenprüfung, Sievert, Strahlenschutz, Zahnärztliche Stelle, Zahnärztliches Assistenzpersonal in der Schwangerschaft
Röntgenstelle-Ausschuss der Bundeszahnärztekammer (mit allen relevanten Verordnungen)
Röntgenverordnung (Stand 2011) oder ©: Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de
Kommentar zur Röntgenverordnung (2012, Dr. Christian Scheifele Landesröntgenreferent)
http://www.bmu.de

root-caries-index (of Katz); RCI-Index

Root Planing
Wurzelglättung; Glättung und Abtragung der obersten, meist infizierten Zahnwurzelschicht als Teil einer Parodontalbehandlung (Kürettage) ; Deep Scaling, Kürettage, Wurzelglättung

RootReplica ™
"Zahnwurzel-Nachahmung"; neuartiger Wundverschluss aus einem biologisch abbaubaren Material; keine Langzeiterfahrungen (2005). Das Material besteht nach Herstellerangaben aus winzigen Kügelchen, die mit einem Kunststoff überzogen sind und der bei Erhitzung als Kleber wirkt. Die Alveole wird nach der Zahnextraktion mit dem passgenauen zahnwurzelförmigen und bioabbaubarem Material verschlossen. Die Herstellung dieses RootReplica® erfolgt unmittelbar nach der Zahnextraktion und wird mit einer Dupliertechnik durchgeführt. Die fertige Ersatzzahnwurzel ist porös, sodass Knochenzellen hineinwachsen können. Parallel dazu baut der Körper das biokompatible Fremdmaterial ab. Vorteile von R. (nach Hersteller): • Optimierter Wundverschluss, • Verringertes Infektionsrisiko, • Minimiertes Risiko einer Nachblutung, • Verminderte postoperative Komplikationen
Alveole, Extraktion

©: www.rootreplica.com/

rosa Ästhetik
Rot-Weiß-Ästhetik, engl.:pink aesthetics, red white aesthetics; Schlagwortbezeichnung für eine optische Erscheinung des Zahnfleischs nach versch. zahnärztlichen Behandlungen (Zahnersatz, Zahnfleischbehandlungen). Um ein ansprechendes Erscheinungsbild des den Ersatz (Restauration) umgebenden Zahnfleisches zu erhalten und Zahnfleisch-Lücken zwischen den restaurierten Zähnen (sog. black wholes) zu vermeiden, sind gewisse Merkmale bei der Positionierung des Restaurationsrandes und der Gestaltung der Restauration einzuhalten. Diese umfassen vor allem die Beachtung der biologischen Breite, eine dem Alveolarknochenverlauf angepasste Präparationsgrenze sowie eine korrekte Positionierung des Kontaktpunktes. Gegebenfalls kann die interdentale Papille durch eine konvexe Gestaltung der approximalen Anteile der Restauration unterstützt werden ("half pontic design"). Keramik ist hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Die Lichtstrahlen, die in die Zahnoberfläche eintreten, werden durch die Lichtbrechung der Keramikschichten in das angrenzende Zahnfleisch weitergeleitet. Dadurch erhält das Zahnfleisch wie bei den natürlichen Zähnen eine vitale, frisch-rosa Farbe – es sieht gesund aus. Der Unterschied zur „rosa Ästhetik“ wird erkennbar im Vergleich mit metallgestützten Restaurationen, die diese Lichtdurchleitung blockieren und so die Umgebung "tot" erscheinen lassen.
ästhetische Analyse, Gummy Smile, Keramikschulter

Rosenbohrer
Rundbohrer, engl.: bud bur (bud = Knospe), round bur; in der ZHK vor allem bei der Exkavation von kariösem Dentin eingesetzte Bohrerart im Rahmen einer Caries-profunda-Behandlung. Dabei wird das kugelkopfförmige Instrument - mit meist 8-10 Schneiden - nur langsam rotierend in das erkrankte Gewebe gebracht; es hat dabei die Wirkung vieler kleiner Exkavatoren.
Bohrer

Rotationsachse, engl.: hinge axis, Scharnierachse

Rotationsbewegung , Drehbewegung, engl.: rotary movement; Bennet Bewegung, Zahnbewegungen

Rotationstyp
o. Rotationsform des Unterkiefers, Wachstumsverhalten des Unterkiefers, engl.: mandibular (growth) rotation type; im Rahmen einer Fernröntgenseitenbildanalyse (Vergleich mehrerer Bilder beim selben Patienten) ermittelte Prognose zum rotierenden Wachstumsverhalten des Unterkiefers. Anhaltspunkte dazu sind die Größe des Kieferwinkels, die Neigung der Condylen und die Krümmung des Mandibularkanals. Dabei zeigt sich nach Björk, dass eine nach vorn gerichtete Drehung (superior und anterior gerichtetes Condyluswachstum; "horizontales Wachstumsmuster") die Tendenz zum Tiefbiss, eine nach hinten gerichtete die Tendenz (nach posterior gerichtetes Condyluswachstum; "vertikales Wachstumsmuster") zum Offenen Biss begünstigt. Der Normalfall zeigt eine leichte Unterkieferrotation nach vorn, mit einem nach oben und leicht nach vorn gerichtetem Condyluswachstum. Björk klassifizierte fünf Rotationstypen, drei vom anterioren (nach vorn) und zwei vom posterioren (nach hinten) Typ.
ausführlich: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/232/pdf/KruseJoern-2000-04-03.pdf

Rothmund-Thomson-Syndrom
Poikilodermia congenita; genetische Erkrankung (Chromosom 8 ?), bei Frauen häufiger auftretend. U.a. Entwicklung einer Sattelnase und kleiner Zähne. http://www.dermis.net/dermisroot/de/41942/diagnose.htm

Rotlicht ; engl.: red light, infrared radiation;  Wärmetherapie

Rot-Weiß-Methode
engl.: red to white toothbrushing technique; Schlagwortbezeichnung für eine Zahnputztechnik, welche mit der Zahnbürste ähnlich der Stillmann-Technik (aber ohne Winkelvorgabe), Auswischbewegungen vom (roten) Zahnfleisch zum (weißen) Zahn hin durchführt.
Zahnbürstmethoden

Roxolid
neuerer Implantatwerkstoff, entwickelt vom Schweizer Hersteller Straumann und 2008 vorgestellt. Nach Firmenangaben soll dieses Material folgende Vorzüge aufweisen:
50% stabiler als reines Titan, dem für die meisten Dentalimplantate verwendeten Werkstoff
Die Kombination von Festigkeit und Osseointegration könnte Roxolid™ zur idealen Wahl für Implantate mit kleinerem Durchmesser machen
2009 auf dem US-Markt zugelassen
http://www.straumann.com/

Rp. ; Abk. von "Recipe" = "Nimm"; Standardeinleitung auf jedem Rezept. Rx: Abkürzung für verschreibungspflichtige Arzneimittel. In Amerika wird das Rx, (Äquivalent für das im europäischen Raum gebräuchliche Rp) mit einem durchgestrichenen verlängerten rechten Bein des R geschrieben. Rezept.

RPI-System
engl.: (clasp) RPI-system; (RPI Abk. von: R =  (occlusal) Rest = Ruhepunkt, P = (guided) plane = Fläche, I = I-bar (I-Steg); 1963 von Kratochvil entwickeltes Klammersystem für Modellgussprothesen, bei welchem der Zahnzwischenraum der Zähne zusätzlich als Retentionsstelle ausgenutzt wird.
http://randwick.sydneyinstitute.wikispaces.net/file/view/RPI.ppt

RPP ; Abk. von rapidly progressive periodontitis; Einteilung der Zahnfleischerkrankungen

RST-Linien
nach Borges, vom engl.: relaxed skin tension; Hautspannungslinien, welche senkrecht zur Zugrichtung der mimischen Muskulatur verlaufen. Mit einem biologischen Nachlassen der Hautspannung führen diese Linien zu den typischen Gesichtsfalten ("Altersfalten"). Bei chirurgischen Eingriffen im Gesichtsbereich (z.B. Inzision) sollte die Schnittführung nach Möglichkeit nicht senkrecht zu diesen Linien erfolgen, um einer kosmetisch störenden Narbenbildung vorzubeugen. 

Rubor , "Rötung durch Blutfülle", engl.: do.; eines der Hautmerkmale einer Entzündung

Rückbiss, engl.: disto-occlusion; Distalbiss

Rückbissplatte
"Schiefe Ebene", Rückbissebene, engl.: inclined bite plane; einfaches kieferorthopädisches Gerät zur Korrektur von im umgekehrten Zwangsbiss stehenden Unterkiefer-Schneidezähnen. Die vorstehenden Zähne beißen dabei auf eine "Rückbissebene". Derartige Geräte können allein oder in Kombination mit anderen Regulierungsmaßnahmen bestehen.
Kingsley Platte

Rückenschutzplatte
Rückenplatte, engl.: back plate, metal backing; spezielle Gestaltungsform einer Modellgussprothese; aus Metall gearbeitete Fassung von Kunstzähnen bei Prothesen auf der oralen Seite, dies besonders im Frontzahnbereich. Die R. dient einmal als Verstärkung und dem Schutz der Ersatzzähne (z.B. bei Knirschern), zum anderen kann in diesen "zungensensiblen" Bereichen die Teilprothese dünner gearbeitet werden, als dies mit einer herkömmlichen Fassung der Kunstzähne über die Prothesenbasis möglich ist.


Rückgesicht , engl.: retrusive lower face; Kieferprofilfeld, Vorgesicht

Rückhakensonde Kuhhornsonde

Rückstellung
engl.: resetting; Eigenschaft von elastischen Stoffen, nach kurzzeitiger Verformung (Dehnung, Kompression) wieder in ihre Ausgangsform zurückzukehren. Der Grad der R. ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal von plastisch-elastischen Abformmassen - ideal wäre für Präzisionsabdrücke eine vollständige R. ihrer Ausgangsform nach der Entnahme des Abdrucks aus der Mundhöhle. Die modernen Abdruckmaterialien (Elastomere, Hydrokolloide) weisen eine fast vollständige R. auf.
Abdruck, bleitot, Silikone

Rugae , Falten, Runzeln, engl.: do.; in der ZHK ehemals gebräuchlich für Gaumenfalten (= Rugae palatinae (transversae)),  Plica, Palatoskopie

Ruheposition
Ruheabstand, Ruhelage, veraltet: Ruheschwebelage, engl.: physiologic rest position, dimension of rest; unbewusste Abstandshaltung des Unterkiefers vom Oberkiefer bei aufrechter Kopf- und Körperhaltung; Bezeichnung für die Lagebeziehung des Unterkiefers zum Oberkiefer bei entspannter (unbewusster) Haltung der Kaumuskulatur und aufrechter Körperhaltung (die Zahnreihen berühren sich nicht = unbewusste Abstandshaltung); zusätzliche Unterscheidung in den interokklusalen Abstand ("free way space") während des Sprechens (Sprechabstand) und in Ruhelage (Command-Methode) in aufrecht sitzender Position.
Die Zahnreihen berühren sich in der R. nicht, sondern haben - individuell verschieden - einen Abstand ("free way space") von 2-4 mm zueinander, die Lippen sind dabei leicht geschlossen. Die R. ist ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Bestimmung der natürlichen Okklusion, besonders im zahnlosen Kiefer - wo dieser Wert bei der Anfertigung von Vollprothesen wichtig ist.
Zur Bestimmung des Sprechabstandes wird das Wort "Ohio" ausgesprochen, die Konsonanten "sss..." gesummt und die Konsonanten "mm..." artikuliert.
Bei der Command-Methode erfolgte die Bestimmung der Ruhelage nach vollständiger Entspannung der Lippen, wobei ein minimaler Spalt zwischen Ober- und Unterlippe toleriert wird, oder nach Schlucken von 2 ml Wasser. Die Fernröntgenaufnahme erzielt zwar gute Ergebnisse, bietet sich jedoch wegen der zusätzlichen Strahlenbelastung nur in Ausnahmefällen an. Beim Vergleich der manuellen und der elektronischen Registrierung schneidet erstere in der Praxis besser ab: Die elektronische Registrierung ist sehr zeitaufwendig und erforderte eine exakte Montage, außerdem beeinflusst der paraokklusale Löffel die Weichteile des orofazialen Systems. Daher bietet sich das Verfahren nur für wissenschaftliche Fragestellungen als Alternative an.
Arbeitsseite, Interokklusalabstand, Knirschen, Okklusion, Okklusionsebene, Registrat, Vertikaldimension

Ruhespeichel, engl.: resting saliva; Speichelmenge

Rundbiss
Vier-Phasen-Biss; engl. round bite; typische, von Gysi erstmals beschriebene Kaubewegung des Unterkiefers, die im Gegensatz zum Hackbiss in 4 Phasen abläuft: Nach der Öffnungsbewegung erfolgt eine Seitwärtsverschiebung und aus dieser heraus eine Schließbewegung. Dadurch stehen die Höcker in der sog. lateralen Okklusion und gelangen unter Zahnkontakt in die zentrale (habituelle) Okklusion zurück.
Bennet Bewegung, Hackbiss, Kaubewegung, Okklusion, Schlittenartikulation

Rundbohrer , Rosenbohrer

Ruschanker ; Knopfanker

Russel Parodontalindex
engl.: Russel's Periodontal Disease Index; von Russel 1956 entwickelt, dient er hauptsächlich zur Indizierung von fortgeschrittenen Parodontalerkrankungen. Für Frühstadien der Parodontitis ist er nicht empfindlich genug, da der tatsächliche Knochenabbau zu wenig berücksichtigt wird; in D nicht gebräuchlich. Die Bewertungsgrade beruhen auf der Vorstellung, dass die Parodontitis in folgenden Stadien abläuft:
Gingivitis - Taschenbildung - Knochenabbau - Funktionseinbuße (erhöhte Zahnbeweglichkeit) - Zahnverlust.
Er besitzt folgende Gradeinteilung nach der Formel: Pl = (Bewertungssumme aller Zähne) : (Anzahl bewerteter Zähne):
0 = keine Veränderungen
1 = leichte Gingivitis, lokalisierte Entzündung am Zahnfleischsaum mit Manifestierung (z.B. als Papillitis)
2 = schwere Gingivitis, gesamte Entzündung am gesamten Zahnfleischsaum, keine echten Taschen
4 = erste Resorptionsanzeichen am Alveolarkamm im Röntgenbild
6 = schwere Gingivitis und echte Taschenbildung; Zahnbeweglichkeit noch normal; Zahn funktionstüchtig, jedoch im Röntgenbild horizontaler Knochenabbau am gesamten Alveolarkamm höchstens bis zur Hälfte der Wurzel
8 = schwere Entzündung und Taschenbildung sowie fortgeschrittene Zerstörung und Funktionsuntüchtigkeit (Lockerung, dumpfer Perkussionsklang, axiale Beweglichkeit), röntgenografisch fortgeschrittener Knochenabbau über die Hälfte der Wurzel, Knochentaschen, verbreiterter Desmodontalspalt
Index, Parodontalindex, Periodontal Disease Index

Russisch Rot
engl.: Resorcinol-Formaldehyde-Resin, "Russian Red"; Schlagwortbezeichnung für eine obsolete, stark formaldehydhaltige Wurzelfüllpaste. Ehemals im Handel (Frankreich, 2007) z.B. als Forfénan ("Traitement obturateur des canaux radiculaires") mit der Zusammensetzung: POUDRE : Enoxolone 1,00 g Sulfate de baryum; 49,00 g Excipient; LIQUIDE DE TRAITEMENT : Solution de formaldéhyde à 35 % 80,00 g Excipient; LIQUIDE DURCISSANT : Résorcinol 25,00 g Acide chlorhydrique 13,00 g
Auch als "Albrechtsche Wurzelfüllung" bekannt.
http://www.falkritter



Zahnverfärbungen "roter Zahn" nach Anwendung

RVG , Radiographie

RVO, Reichsversicherungsordnung ; Sozialgesetzbuch

Rutherfurd Syndrom
okulo-dentales Syndrom
vom Typ Rutherfurd, engl.: do.;  sehr seltenes Krankheitsbild mit den Symptomen:
Anodontie/Oligodontie (sehr häufiges Zeichen), Hornhauttrübung (sehr häufiges Zeichen), Gingivahypertrophie (sehr häufiges Zeichen), autosomal-dominante Vererbung (sehr häufiges Zeichen), verzögerte Zahnung (Spätzahner, sehr häufiges Zeichen), Verhaltensstörungen (häufiges Zeichen), Zahnfehlstellungen (häufiges Zeichen), mentale/psycho-motorische Retardierung (häufiges Zeichen)

Ryge Klassifikation
Ryge Kriterien, engl.: Ryge/CDA-Criteria; von Ryge und Snyder 1971 aufgestellte Forderung, dass es für die objektive Beurteilung klinischer Untersuchungen ebenso wichtig ist, standardisierte Methoden zu verwenden, wie sie bei In-vitro-Untersuchungen angewendet werden; hauptsächlich angewandt bei der Beurteilung von Füllungen nach Farbe, Oberfläche, Form („anatomische Formgebung“), Rand und Sekundärkaries. So werden z.B. Randspalte, die bis in das Dentin reichen, entsprechend den Kriterien nach Ryge als Kriterium für Erneuerungsbedürftigkeit angesehen.
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/ ; http://geb.uni-giessen.de/


zu Ra-Rm

[ Autor: Dr. Klaus de Cassan ]    [ Anfragen ]
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