Zahnwissen-Lexikon   Hn - Hz
Ha - Hm  
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Hochfrequenzchirurgie , engl.: HF (high-frequency) - electrosurgery; HF-Chirurgie

Hochfrequenztherapie
engl.: high-frequency therapy; Behandlung mit hochfrequenten Wellen, wie Kurzwellentherapie, Ultrakurzwellentherapie, Mikrowellentherapie. Der dabei entstehende Wärmeeffekt durch Umwandlung in kinetische Energie ist in der ZHK von untergeordneter Bedeutung.
Wärmetherapie

Hochglanz
engl.: high polish, finish; die durch eine Politur optimal zu erzielende glatte Oberflächenstruktur eines Werkstoffes. Wird bei Zahnersatzarbeiten und Füllungen i.d.R. angestrebt, um Ablagerungen eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten und die Reinigung zu erleichtern.

Höcker
engl.: cusp, tubercle of crown of tooth;  hauptsächlich in der ZHK verwendet für: die "Spitzen" oder "Erhebungen" der gr. u. kl. Backenzähne, zu den Kauelementen gehörend; bei den Prämolaren i.d.R. zwei, bei den Molaren vier (beim unteren Sechsjahrmolar auch fünf; s. Abb. oben). Diese greifen beim Kauakt in die entsprechenden Gruben ("Grübchen") der gegenüberliegenden Backenzähne und zermahlen/zerstoßen so nach dem "Mörserprinzip" die Nahrung. Die tiefsten Stellen der Grübchen bilden die Fissuren.
Nach ihrer Belastung beim Kauakt erfolgt eine Unterscheidung in tragende und nichttragende H. bzw. in Stützhöcker und Scherhöcker

  ABC-Kontakte, Bolk Höcker, Carabelli Höcker, Cingulum, Dekuspidation, Fissur, Fossa, Höckerschutz, Kaufläche, Metakonus, Molar, Scherhöcker, Stampfhöcker, Talon, Trikonodont, Tripodisierung, Tuberculum

Höckerbiss ; Kopfbiss

Höcker-Fossa-Bziehung ; Tripodisierung

Höckerschutz
Höckerkantenschutz, Kaukantenschutz, engl.: caping; Einbeziehung der  zentrischen Höckerspitzen (die Höckerspitzen, welche in die Gruben des Gegenzahns beißen) und der Scherhöcker (die Höcker, die bei normaler Okklusion in keinen Gegenzahn beißen) in eine zahnärztliche Versorgung zur Vorbeugung einer Höckerabsprengung oder Zahnlängsfraktur, dies besonders bei devitalen ("toten") Zähnen. Die Schutzmaßnahmen, welche konventionell i.d.R. durch ein Onlay/Overlay oder eine Teikrone im Sinne einer Überkupplung erfolgen, werden bei adhäsiv befestigten Füllungen zunehmend verlassen, da eine Stabilisation der Kavitätenwände "von Innen heraus" durch die Klebetechnik erfolgen kann.
Konturfüllung


Höhenabbau
Horizontalatrophie, engl.: alveolar level reduction; röntgenologisch feststellbarer horizontaler Verlust des knöchernen Alveolarfortsatzes mit oder ohne Rückgang des bedeckenden Zahnfleisches als Folge einer entzündungs- oder altersbedingten Parodontopathie. Schwindet das Zahnfleisch entsprechend mit, so wirken die Zähne optisch länger, ansonsten entstehen entsprechend tiefe Zahnfleischtaschen.
Knochentasche


Hohlbohrer, Hohlfräser Trepanbohrer

Holdaway-Profillinie , Mundtangente

Hohlkehlpräparation
Furnierpräparation, engl.: groove preparation; Präparationsform beim Bearbeiten ("Beschleifen") eines Zahnes zur Aufnahme einer Krone. Dabei wird die Präparationsgrenze mit speziell geformten Diamantschleifern ("Torpedos") derart gearbeitet, dass nach Eingliedern der fertigen Krone ein glatter Übergang zwischen Zahnstumpf und künstlicher Krone besteht. Heute die am meisten gebräuchliche Präparationsart beim Anfertigen einer Krone. Untersuchungen zeigen, dass bei der H. oder einer abgewinkelten 135°-Stufe eine bessere Anpassung an das marginale Parodontium erreicht werden kann als mit der klassischen 90°-Stufe (Rechtwinkelstufe); Abformungstechnik und -material scheinen das Ergebnis hingegen weniger stark zu beeinflussen.
Konvergenzwinkel, Präparation, Stufe
Special Kronen (auf Zahnwissen.de)


Höllenstein , engl.: lunar caustic, Trivialbez. für Silbernitrat

Holodontie
griech. Wortschöpfung für "Zahnheilkunde unter ganzheitlich-biologischen Aspekten", engl.: holodontia; wissenschaftlich nicht anerkannte alternative Lehrmeinung, die besagt, dass "jeder Zahn ein Individuum" darstellt" (was auch von der Wissenschaft nicht bestritten wird). Dadurch bedingt sollen bestimmte Zusammenhänge mit Symbolen, Farben, Metallen, individuellen Heilmitteln (Kairem Remediaplexen = zahnspezifische Komplex-Homöopathika) und Organen usw. (Resonanzketten) bestehen. Diese Kenntnisse sollen dann in entsprechende Therapien umgesetzt werden.
Ganzheitliche Zahnmedizin, Homöopathie
http://www.volkmer.de/holodontie.htm

Holundermark
engl.: elder marrow or pith; heute nicht mehr gebräuchliches Präparat zur Devitalisation des Zahnnervs. Dabei ging die Wirkung nicht vom H. selbst aus, sondern von einer beigemischten Arsenverbindung

Holzphlegmone
Reclus Krankheit, von der Mund-Rachen-Höhle ausgehende Reclus-Phlegmone, seitliche Halsphlegmone, engl.: cervical phlegmon; nicht mehr übliche Bezeichnung für eine subakute Entzündung in den Weichteilen des Halses mit den Symptomen einer schmerzfreien, brettharten Weichteilinfiltration ohne Fieber, u.U. geringe Eiterbildung.
Phlegmone

Homodontie , Isodontie Heterodontie

homolog
engl.: homologous; gleichartig, entsprechend aufgrund eines gemeinsamen evolutionären Ursprungs; in der ZHK meist im Zusammenhang mit Knochenersatzmaterialien von menschlichen Spendern gebraucht. Homologer Knochen birgt sowohl immunologische Risiken als auch ein Infektionsrisiko, da der Knochen in seiner Struktur und Zusammensetzung während des natürlichen Wiederaufbauprozesses des Knochen nicht integriert wird.

Homöopathie
engl.: homoeopathy, homeopathy; alternative Heilmethode mit stark individualisierten Methoden. Name entstammt der altgr. Übersetzung des lat. "similis" = gr. "homoios". Zu den alternativen Heilmethoden gehörige, wissenschaftlich wenig belegte Lehrmeinung, die von der Hippokratischen These ausgeht, dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird (similia similibus curentur = Ähnliches kann durch Ähnliches kuriert werden).
Samuel Hahnemann (Arzt; Köthen bei Dessau, entdeckte 1790 durch einen Selbstversuch mit der Chinarinde das Wirkungsprinzip der Homöopathie, das Ähnlichkeitsprinzip.
Die richtig gewählte homöopathische Arznei kann nach diesem Prinzip die "Lebenskraft" (in etwa mit Immunabwehr zu übersetzen) als ordnende und heilende Kraft im Organismus anregen, zu einer Heilung zu kommen. Die H. versteht sich als eine "Reiztherapie", die die Selbstheilungskräfte von Körper und Geist aktiviert. Der Vorteil einer homöopathischen Behandlung besteht nach diesem Verständnis darin, dass der kranke Mensch so nur möglichst wenig an schulmedizinischen Arzneimitteln zu sich nehmen muss, denn diese Arzneimittel haben auch immer eine Reihe von Nebenwirkungen - ebenso hat allerdings ein Placebo-Medikament objektiv auch keine Nebenwirkungen.
Die homöopathischen Ausgangsstoffe (Urtinkturen) stammen vor allem aus dem Pflanzen- und Tierreich, dem Bereich der Metalle und Mineralien (z.B.: 70 Prozent der etwa 1.600 Mittel, die die Deutsche Homöopathie-Union (DHU) in Karlsruhe herstellt, sind pflanzlich). Die Wirkungsweise der H. konnte bislang - immerhin schon 200 Jahre lang - in wissenschaftlichen Überprüfung nicht nachvollzogen werden; nennenswerte kontrollierte Studien existieren nicht, es wird von einer "Placebo-Hypothese" gesprochen. Vor allem die Höhe der Verdünnung eines Stoffes nach homöopathischen Grundsätzen (z.B.: 1 Teil Ursubstanz + 9 Teile Lösungsmittel = D1; D9 = 1 Teil Ursubstanz in 1.000.000.000 Teilen Lösungsmittel) lassen kaum noch an die Anwesenheit dieser Substanz im Medikament schließen. Auch die Behauptung, diese Substanz habe durch gekonntes "Verschütteln" dem Lösungsmittel die Wirkung "aufgeprägt", ist nur schwer nachvollziehbar. Trotzdem gibt es Wirksamkeiten einzelner homöopathischer Mittel ohne die wissenschaftlichen Zusammenhänge zu kennen; Heuschnupfen lässt sich z.B. gut homöopathisch behandeln. Forscher der Charité in Berlin haben in einer großen Studie (2003) Belege dafür gefunden, dass Homöopathie bei bestimmten chronischen Leiden wie Kopfschmerz, Schlafstörungen oder Allergien wirkt. Viele schulmedizinisch orientierte Forscher erkennen Studien wie jene der Charité-Forscher jedoch nicht als Nachweis für die Heilkraft der Homöopathie an und verweisen auf fehlende randomisierte, kontrollierte Doppelblindstudien. Bei solchen Studien wird die zu prüfende neue Methode mit einem Scheinmedikament verglichen, seltener auch mit der bis dahin üblichen Standardtherapie. Die Patienten werden dabei randomisiert, das heißt also nach dem Zufallsprinzip einer der beiden Therapieformen zugewiesen. Weder Probanden noch Ärzte wissen, wer welche Behandlung erhält. Nach diesen Kriterien gibt es bislang noch keine randomisierten kontrollierten Studien, die belegen, dass H. wirksamer ist als ein Placebo.
Aus der Grundlagenforschung und den Daten von Metaanalysen gibt es Belege, dass homöopathische Arzneimittel wirksam sind. So haben zum Beispiel französische Forscher belegt, dass Acetylsalicylsäure in einer D18-Potenzierung noch Einfluss auf die Plättchenaggregation hat. D18 bedeutet 18 mal die Verdünnung 1 zu 10.
In Deutschland gibt es seit 2003 eine universitäre Ausbildung mit Abschlussprüfung und Titel für homöopatisch tätige Ärzte, Zahnärzte und Pharmazeuten.
Allergie, Allopathie,
alternative Behandlungsmethoden, Behandlung auf Verlangen, Blindversuch, dent-Nosode, Elektrosensibilität, Fokalinfektion, Galvanismus im Mund, Ganzheitliche Zahnmedizin, Holodontie, Placebo, Schulmedizin, Würgereiz, Zähne und ihr Einfluss auf den Körper (Wechselbeziehungen), ZÄN
Internet: http://www.groma.ch/ , Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. , http://www.astromedizin.de/ , http://www.klassische-homoeopathin.de/60.html
Edzard Ernst: Was die Schulmedizin von Homöopathie und Co. lernen kann und welche Verfahren wirklich helfen
"Homöopathica sind Placebos"
Video

Honig
engl.: honey; wegen seiner Klebrigkeit als  stark kariogen bekanntes hochwertiges Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt (etwa 80 %). Weiter als natürliches Heilmittel, besonders bei der Wundpflege bekannt. In Form des sog. Medihoney in jüngerer Zeit wieder vermehrt als Antibiotikaersatz aufgegriffen, da er bakterienabtötend und totes Gewebe auflösend ist und sogar bei den als schwierig zu therapierenden multiresistenten Staphylokokken (MRSA) beachtliche Erfolge zeigt. Dabei wirkt er auf drei Ebenen:
der hohe Zuckergehalt entzieht den Bakterien Wasser ("Austrocknungseffekt")
ein darin enthaltenes Enzym setzt kontinuierlich kleine Mengen Wasserstoffsuperoxid frei
eine noch nicht sicher bekannte Komponente (Methylglyoxal?), die bei den versch. Honigsorten unterschiedlich konzentriert vorhanden sein muss
http://www.aerztezeitung.de/

Honorar
engl.: fee; Bezeichnung für die Vergütung der Leistungen in Freien Berufen. Der zahnärztliche Behandlungsvertrag unterliegt immer dem Dienstvertragsrecht. Danach ist der Behandler verpflichtet, seine Leistungen nach den Regeln der ärztlichen Kunst ("lege artis") zu erbringen; eine Erfolgsgarantie besteht nicht. Im Gegenzug ist der Patient verpflichtet, ein entsprechendes H. zu zahlen. Dabei richtet sich Inhalt u. Höhe des H. in D nach den §§ 611 u. 612 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Diese Paragraphen verweisen auf die eigenständigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), welche als ein "Interessensausgleich zwischen den Ansprüchen des Patienten und des (Zahn-)Arztes" aufzufassen sind und den Charakter einer Rechtsverordnung besitzen (keine parlamentarische Beschlussfassung über den Inhalt). Der (Zahn-)Arzt erlangt seinen Honoraranspruch nicht erst dann, wenn er erfolgreich tätig geworden ist, sondern er verdient - wie jeder Dienstverpflichtete - sein Honorar bereits durch sein Tätigwerden als solches.
Grundlage des H. ist eine sog. Honorarvereinbarung. Diese ist privatrechtlicher Natur zwischen Patient und (Zahn-)Arzt.
Es gelten dabei die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und die der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) oder Ärzte (GOÄ). Da es sich bei ärztlichen Tätigkeiten (fast) immer um eine Dienstleistung handelt ( Dienstvertrag), ist die vor allem in angelsächsischen Ländern übliche Möglichkeit eines Erfolgshonorars in D nicht zulässig.
Von Seiten des Patienten wird gern die Auffassung vertreten, dass die Zahlung des H. verweigert werden kann, wenn nicht der gewünschte Heilerfolg eintritt. In diesem Zusammenhang ist ein jüngeres Urteil des OLG Frankfurt aus 2003 ( Az: 2 U 210/00) von Bedeutung. Hierin wird die Zuständigkeit des Dienstvertrages bei einer ärztlichen Heilbehandlung nochmals unterstrichen und festgestellt, dass auch Leistungen zu vergüten sind, die als Nachbesserung anzusehen sind. Nach Auffassung der Richter hat ein Zahnarzt nur die Behandlung als solche korrekt zu erbringen - anders als etwa ein Handwerker, wo der Erfolg der Leistung entscheidend ist.
freie Honorarvereinbarung, Gewährleistung, Gewerbesteuer, Gebührenordnung für Zahnärzte - GOZ, Mängelgutachten ("Mängelrüge"), Liquidation, Nachbesserung, Verjährung

Honorarordnung für Zahnärzte (HOZ)
"Autonome Honorarrichtlinie", engl.: dental fee schedule; von der Bundeszahnärztekammer Anfang 2007 beschlossene, auf Basis einer wissenschaftlich gesicherten und wirtschaftlich vertretbaren "Neubeschreibung einer präventionsorientierten Zahnheilkunde"; © BZÄK. Sie gilt als Gegenstück zur amtlichen GOZ, welche sich seit ihrer Gültigkeit (ab 1988) kontinuierlich zu einer unter Sparzwängen stehenden "Beihilfeordnung" entwickelt hat und längst nicht mehr eine moderne, präventionsorientierte Zahnheilkunde beschreibt. Es wird festgestellt, dass eine Neubeschreibung nur dann sinnvoll zu realisieren ist, "wenn die bestehenden Erstattungssysteme grundlegend verändert werden". Die Neubeschreibung sei auch notwendig geworden, weil gegenüber der existierenden GOZ aus den 80er Jahren des letzten Jhds. "neue Behandlungsstrategien und Therapieformen zunehmend das Berufsbild und die Arbeit in Diagnostik, Prävention und Therapie in der zahnärztlichen Praxis verändern".
Die fachliche Beschreibung der einzelnen Leistungspositionen erfolgte durch die Wissenschaft (DGZMK) bzw. Zahnärzteschaft (BZÄK); die wirtschaftliche Beschreibung zum Erbringen der einzelnen Leistung durch die Prognos-AG, Basel. Prognos legte dabei von ihr ermittelte "Basiskosten einer Durchschnittspraxis" von 3,38 €/min zugrunde (2009: 3,58 €). Dieser 3,38-Euro-Minutenpreis basiert auf einem Umsatz von 318.000 Euro einer Durchschnittspraxis mit einem Cash-Flow (Überschuss plus Abschreibung) von 146.000 Euro und 35,1 Behandlungsstunden pro Woche. Die HOZ ist nicht rechtsverbindlich und ersetzt nicht die amtliche GOZ (88). Nach Auskunft der Bundeszahnärztekammer gilt für die HOZ:
Sie ist:
Ein politisches Papier als Grundlage für die Arbeit der BZÄK zur Novellierungsdiskussion um die GOZ
Eine realisierbare Handlungsoption für die Zukunft
Eine Richtschnur für eine individuelle Gebührenbemessung in der Praxis
Eine ökonomisch saubere Analyse - praxis- und patientenorientiert, wissenschaftlich validiert und betriebswirtschaftlich ermittelt.
Keinesfalls ist sie:
Die novellierte GOZ
Eine neue Eins-zu-eins-Preisliste für jede Praxis

Die Bundesregierung hat im September 2011 den Kabinettsentwurf für eine neue GOZ (GOZ '12 ?) vorgelegt und beschlossen. Bundeszahnärztekammer und KZBV bezeichneten die Novellierung nach 23 Jahren Stillstand als eine Minimalreform. Der beschlossene Entwurf ...


allgemeine Preissteigerungen seit 1988


HOZ (09) - © BZÄK
Vergleich GOZ/GOÄ, HOZ und Gesetzliche Krankenkassen (2010; sog. © "Bayern-Tabelle")

Honorarvereinbarung
freie Honorarvereinbarung, "Freie Vereinbarung", engl.: (free) fee agreement; nach den allgemeinen Grundsätzen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ, §2, Allgemeiner Teil) mögliche Vereinbarung über die Höhe des Honorars nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) unter Berücksichtigung folgender Kriterien:
schriftlich vor dem Beginn der eigentlichen Behandlung mit einem zusätzlichen Hinweis, dass die Erstattung durch die private Krankenversicherung oder Beihilfestellen möglicherweise nicht in voller Höhe gewährleistet ist. Über die voraussichtliche Höhe der Liquidation müssen konkrete Zahlen angegeben werden
In die H. dürfen keine weiteren Erklärungen aufgenommen werden (z.B. das Zahlungsziel)
Die H. darf vom Patienten nicht als ein "Diktat" empfunden werden
Der Patient muss bereit und finanziell auch in der Lage sein, das vereinbarte Honorar zu begleichen; er darf sich beim Abschluss der H. nicht in einer behandlungsbedingten psychischen Zwangssituation befinden
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind der H. übergeordnet
Nach Schätzungen wird in der Praxis von dieser Möglichkeit nur selten (unter 1 %) Gebrauch gemacht.
Zur Frage einer "unangemessenen" Honararhöhe bei derartigen Verträgen besteht ein Urteil des BVerfG von 2004. Hierin heißt es u.a.:
"Den Patienten steht es frei, die Leistung eines anderen Anbieters "einzukaufen", wenn ihnen der Preis zu hoch erscheint. Die Gebührenordnung geht - wie jede typisierende Regelung - von einem mittleren Standard bei der Leistungsqualität aus. Soweit Leistungen von außergewöhnlicher Qualität in Anspruch genommen werden, besteht kein schützenswertes Interesse daran, diese Leistung nur in dem vom Normgeber vorgegebenen "üblichen" Rahmen zu vergüten."
GOZ

Honorarverteilungsmaßstab
HVM; engl.: ratio for distribution of remuneration; remuneration distribution scale; Begriff aus dem deutschen Kassen(zahnarzt)recht, eingeführt durch das Gesundheitsstrukturgesetz (1993). Danach ist in den Satzungen der Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen (K(Z)Ven) vorgeschrieben, wie die Verteilung der Gesamtvergütung an die Mitglieder (Vertragszahnärzte/innen) zu erfolgen hat.
Die Vergütung der Zahnärzte/innen erfolgt normalerweise nach den von ihnen erbrachten einzelnen Leistungen zu einem zwischen den Gesetzlichen Krankenkassen und den K(Z)Ven vereinbarten Betrag ( Einzelleistungsvergütung); Grundlage ist ein sog. Bewertungsmaßstab (BEMA), welcher die Vergütungshöhe jeder zahnärztlichen Leistung nach Punkten festlegt (= Punktwert) und bei normaler Finanzlage der Krankenkassen als Gesamtvergütung an die K(Z)Ven ausbezahlt wird. Bedingt durch die chronische finanzielle Notlage der Gesetzlichen Krankenkassen und deren politische Lösungsansätze, sind in den letzten Jahrzehnten willkürliche Festschreibungen der Gesamtvergütung erfolgt (= Budgetierung).
Den K(Z)Ven obliegt es nun - nach vorheriger Genehmigung der staatlichen Aufsichtsbehörde - , diesen Betrag unter ihren Mitgliedern "gerecht" zu verteilen. Dabei gibt es im Prinzip drei Lösungsansätze:
man weist jeder Praxis feste Beträge auf einer individuellen Grundlage (meist auf der Basis vergangener Jahre) zu (individuelles Praxisbudget), welche aber nicht die Höhe des gesamten zu erwartenden Budgets ausmachen. Den Restbetrag behält man für die das Praxisbudget übersteigende Leistungen, Praxisneugründungen usw. zurück und vergütet damit diese Leistungen. Wird das individuelle Budget überschritten, so erfolgt die Behandlung voll zu finanziellen Lasten des Arztes; d.h.: evtl. Rückzahlung an die KZV durch den Arzt erfolgt im Folgejahr nach definitiver Abrechnung aller abrechnenden Zahnärzte
man weist jeder Praxis einen gleichen, festen Jahresbetrag von etwa 60-70 Prozent des zur Verfügung stehenden Gesamtvolumens zu (festes Praxisbudget) und verteilt den Rest über einen entsprechend niedrigeren Punktwert.
man dividiert in gewissen Zeiträumen (meist monats- oder quartalsweise) das partielle Gesamtvolumen aller bisher erbrachten Leistungen von allen Zahnärzten durch die erbrachten Einzelleistungen und erhält so einen - je nach Volumen- und Einzelleistungsmenge - unterschiedlichen Punktwert (= floatender Punktwert).
Man findet Kombinationen aus den drei vorherigen Modalitäten
Eine bundeseinheitliche Lösung gibt es in dieser Frage nicht, jeder KZV obliegt es, die Modalitäten (unter Genehmigung der Aufsichtsbehörde) selbst festzulegen.
Angestellter Zahnarzt, Budget, Degression, Einzelleistungsvergütung, Gesamtvergütung, Kassenabrechnung, KZV, Sachleistung, Teilzulassung, Zulassung
 

 



Zahlungsfluss bei einer unbudgetierten Sachleistung



Zahlungsfluss bei einer budgetierten Sachleistung

Honorarzahnarzt
"Zahnarzt auf Zeit"
, engl.: fee dentist; in D wenig bekannte Berufsbezeichnung für einen Zahnarzt, welcher als freier Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum in einer Praxis oder Institution tätig ist. Der Zahnarzt bleibt weiterhin Freiberufler und arbeitet auf Honorarbasis.
Vertreter

horizontales Putzen
engl.: horizontal toothbrush, scrubbing; auch als "Schrubben" bezeichnetes Zähneputzen in waagerechter Ebene. Diese bei vielen Menschen gebräuchliche (falsche) Art des Zähneputzens ist äußerst schädlich und verursacht am Zahnfleisch und an der Zahnwurzel sog. "Putzläsionen"; zusätzlich lässt diese Technik die Borsten nicht ausreichend in die Zahnzwischenräume eindringen - der Reinigungseffekt ist unvollständig. Bei freiliegenden Zahnhälsen kommt es weiter durch dieses Fehlverhalten zu keilförmigen Defekten.
Zahnbürstmethoden

Hormesis
biopositiv
, adaptive Response, engl.: do.; wissenschaftlich stark umstrittene Vermutung, dass kleine Dosen ionisierender Strahlung möglicherweise eine biopositive Reaktion im Körper auslösen können. Den bekannten induktiven Wirkungen von mittleren und hohen Dosen (bösartige Tumore), stehen vermutete biopositive Effekte im niedrigen Dosisbereich (unterhalb von 200 mSv) gegenüber. So soll bei niedrigen Dosen u.a. eine Beschleunigung von Wachstums- oder Entwicklungsprozessen, eine Erhöhung der zellulären Überlebensrate sowie eine Strahlenresistenz (adaptive Response) von Zellen gegenüber hohen Dosen nach Vorbestrahlung mit niedrigen Dosen (sog. Konditionierung) eintreten.
Strahlenrisiko

Horner Zähne
engl.: Horner's teeth (disorder) benannt nach Horner, William, U.S. Anatom, 1793-1853; Schneidezähne mit horizontalen hypoplastischen Vertiefungen (Rillen), bedingt durch eine Schmelzbildungsstörung

Hotz , Zürcher ZA, 1905-1979, bekannt durch seine "Steuerung des Zahndurchbruches mittels Extraktion", eine symmetrische und systematische Zahnzahlreduktion, Extraktionstherapie, Reihenextraktion

How-Messverfahren
engl.: How's measuring procedure; kieferorthopädisches Diagnosemittel aufgrund der Verhältniszahl von Zahnbreite zu Wurzelgrund (apicale Basis). Die mesio-distale Breite aller Schneidekanten der Zähne 16 - 26 wird ins Verhältnis des direkten Gaumenabstands der Wurzelspitzen der Zähne 14 zu 24 gesetzt. Die Verhältniszahl ist ein Indikator dafür, ob ein bestehender Platzmangel durch Gaumendehnung oder durch Extraktion von Zähnen behoben werden kann. Normal gilt ein Verhältnis von 100 : 42-45; bei 100 : 37-44 ist eine Dehnung nötig; bei 100 : 37 und darunter ist eine Extraktion erforderlich

Howe Verfahren
engl.: Howe's root canal treatment; heute aus biologischen und kosmetischen Gründen nicht mehr gebräuchliches, effektives Verfahren zur Wurzelkanalbehandlung, besonders infizierter Zähne: Spülung des Wurzelkanals mit Silbernitratlösung und anschließender Reduktion mittels 10-prozentigem Formalin oder Eugenol. Starke Schwarz-Verfärbung der Zähne möglich!
Wurzelkanalbehandlung

HOZ ; Honorarordnung für Zahnärzte

Huckaba Tabelle
Hilfsmittel zur Beurteilung der zu erwartenden Größe eines frontalen Engstandes, indem der Platzbedarf für die durchbrechenden Eckzähne und Prämolaren berechnet wird. Ausgangspunkt für diese Berechnungen ist die Summe der schon messbaren Breiten der Unterkiefer-Frontzähne (SI-UK).
Platzbedarfsanalyse

Hufeisenplatte
engl.: horseshoe-shaped plate; Schlagwortbez. für eine Gaumenplatte, die etwa den Verlauf des Alveolarfortsatzes hat und auf einen Transversalbügel verzichtet. Abb. unter Teilprothese

Hülsenkrone
engl.: case crown; künstliche Zahnkrone, welche im Gegensatz zur Teilkrone den gesamten sichtbaren Zahn(stumpf) wie eine Hülse umfasst; Ausdruck hauptsächlich als andere Bezeichnung für eine Bandkrone oder ein vorgefertigtes Provisorium verwendet, seltener für andere Kronenarten.

Hundszahn , Hundezahn, engl.: dog tooth; Eckzahn

Huneke-Sekundenphänomen
unmittelbar nach Injektion von Novocain® in ein neurales Störfeld (z.B. im Apexbereich eines devitalen Zahnes) eintretende Schmerz- bzw. Symptomfreiheit für mehrere Stunden. Gilt bei reproduzierbarer Auslösung als Beweis für das Vorliegen eines Störherdes (Fokus).
Heilanästhesie

Hutchinson Trias
Hutchinson Zähne
, engl.: Hutchinson's trias, Hutchinson's teeth; Mitte des 19. Jhds. erstmals von Sir J. Hutchinson beschrieben; Tonnenform der bleibenden (Milchzähne sehr selten) oberen mittleren Schneidezähne (in 45-65 % der Fälle) mit halbmondförmiger Einziehung der Schneidekante und maulbeerförmigen Molaren (in 22-65 % der Fälle), verursacht durch eine angeborene Syphilis ( Lues connata). Zur Trias gehört weiter die manchmal vorkommende (tonnenförmige oder domartig nach okklusal hin eingezogen) Unterentwicklung der Sechsjahrmolaren mit mit perlen- oder granulaartigen Erhebungen auf der Kaufläche. Krankheitsbild ist heute äußerst selten anzutreffen.
Fournier Zähne, Sabouraud Zähne




Hyaluronidase
engl.: do. or diffusion factor; aus Tiergewebe hergestelltes Enzym, welches die Grundsubstanz des Bindegewebes auflockert. Bedeutung in der ZHK bei der örtlichen Injektion von Medikamente zur besseren Tiefenwirkung ( Lido-Hyal A); beachte: beigemischte Vasokonstriktoren (z.B. Adrenalin) verringern die Wirkung.
Hyaluronsäure, Lido-Hyal A ®

Hyaluronsäure
Chondroprotektivum, engl.: hyaluronic acid; im Organismus u.a. in der Grundsubstanz des Bindegewebes, in der Gelenkflüssigkeit ("Gelenkschmiere"), wie in hämolytischen Streptokokken vorkommend. Einer ihrer Wirkungen verhindert das Eindringen von Keimen in den den Körper im Sinne einer bakteriostatischen Wirkung. Weiter ist H. in der Lage, Gewebeflüssigkeit anzuziehen und lokal zu binden. Ihr Abbau erfolgt z.B. durch das Ferment Hyaluronidase.
H. verbessert ähnlich gut wie eine NSAR-Dauertherapie die Schmerzen und Gelenkfunktionen. In den meisten Studien hat dabei die Hyaluronsäure Hylan G-F 20 (Synvisc®) ausgeprägtere positive Effekte als andere Hyaluronprodukte.
In der Parodontologie jüngst Einsatz bei der Behandlung der Parodontitis nach Scaling und Root Planing (Hyaluronsäure-Gel, Gengigel ®, Merz Dental) mit unterschiedlichem Erfolg - lediglich eine schnellere Verringerung der Produktion von Sulkusflüssigkeit (als Ausdruck einer Taschenentzündung) konnte signifikant beobachtet werden.
In der Arthrosetherapie ist die Injektion von Hyaluronsäure in den Gelenkspalt von Knie oder Hüfte eine mögliche Alternative zur medikamentösen Schmerztherapie oder endoprothetischen Versorgung. Ebenso kann bei Diskusverlagerungen mit einer intraartikulären Injektion von hochmolekularer Hyaluronsäure ein Kurzzeiterfolg erzielt werden.
Lido-Hyal A ®, Lippenunterspritzung

HybenX®
Plaque Biofilm Remover, HPBR; violette, visköse Lösung aus sulfonierten Phenolen und Schwefelsäure in wässriger Lösung zur Zersetzuung des bakteriellen Biofilms. H. zersetzt nach Herstellerangaben diesen Film durch "Austrocknung" in weniger als 30 sec und desinfiziert vorhandene Entzündungsstellen. Außerdem soll es bis zu 90 Tagen seine antimikrobielle Wirkung behalten.
http://www.horadent.com/

Hybridbrücke , Kombinationsbrücke, kombiniert festsitzende Versorgung

Hybridionomere Glasionomerzemente, lichthärtende

Hybridkeramik
unter dem Produktnamen Estenia® eingeführte Komposite-artige Verbindung zur Herstellung zahnfarben verblendeter Kronen sowie zahnfarbener Inlays und Onlays. Verbindet die Vorteile von Keramik (Ästhetik und Haltbarkeit) und Komposite (vereinfachte Handhabung, geringere Kosten). Der Füllgehalt mit Keramikkörpern ist mit 92 Gewichtsprozent (Partikelgröße nur ca. 2 µ) ungewöhnlich hoch. Gleichzeitig ist die Kunststoff-Matrix durch das Hinzufügen ultrafeiner Füller (0,02 µ) verstärkt. Dadurch ergeben sich theoretisch hervorragende physikalische und kosmetische Werte; breitere Langzeitergebnisse stehen aus.
Keramik, Oxidkeramik

Hybridkomposite Komposite

Hybridprothese , Deckprothese, engl.: overdenture o. Cover denture

Hydantoin
engl.: do.; Gruppe von Pharmaka, welches bei einer Epilepsie eingesetzt werden. Neben anderen Nebenwirkungen erzeugen sie am Zahnfleisch eine Fibromatosis gingivae oder Gingivitis hyperplastica ("Hydantoingingivitis"). Die Wucherungen nehmen ihren Ursprung an den Zahnfleischpapillen; gute Mundhygiene kann den Verlauf verlangsamen bzw. die Symptome abschwächen. Nach Absetzen des Medikaments erfolgt keine spontane Rückbildung, sondern meist ist eine chirurg. Abtragung (Exzision) nötig.
Pseudotasche

Hydrocele , Hydrozele, Wasserbruch, engl.: do.; Stauungs-Zyste, bedingt durch Exsudat in einer serösen Höhle

Hydrochinon
engl.: hydroquinone; aus der Fotografie ( Entwicklung) bekanntes Reduktionsmittel. Werden Kunststoffen als Polymerisationsinhibitor beigesetzt, um eine vorzeitige Abbindung zu verhindern.
Kunststoff

Hydrokinetik
korrekter: Laser-unterstütze Hydrokinetik; Abtragung von Zahnhartsubstanz ohne konventionelles "Bohren", sondern kinetisch durch Laser-unterstütztes Bestrahlen mit Wassertropfen hoher Geschwindigkeit ("Wasserstrahlen"). Die Homepage des Herstellers schreibt zu ihrem Produkt "Millennium Waterlase"TM:
"Der hydrokenetische Er/Cr:YSSG Laser ermöglicht dem Operateur eine saubere und präzise Schnittführung und im Hartgewebe eine hohe Abtragungsrate die deutlich höher liegt als bei herkömmlichen Er:XAG-Lasern und in einem sehr weit gefächertem Indikationsspektrum. Zusätzlich werden viele Probleme des Bohrens, zum Beispiel Mikrofrakturen, die die Stabilität des Zahnes schwächen, vermieden."
Lasereinsatz in der Zahnheilkunde, Millennium
http://www.ohne-spritze.de


© der Grafik:
http://www.biolase.com/

Hydrokolloide
reversibel-thermoplastische Abformmaterialien auf Agar-Agar oder Alginatbasis, engl.: hydrocolloid; 1926 entwickeltes System, welches durch Erwärmung des Gelzustandes plastifiziert und in ein zähflüssiges Sol-System übergeführt wird. Durch Wasserkühlung in einem spez. Abformlöffel ("durchflussgekühlter Löffel") geht das Material dann während der Abdrucknahme wieder von der zähflüssigen Sol-Phase in einen schwach elastischen Gelzustand  bei Temperaturen unter 40° über. Vom Prinzip her handelt es sich dabei um ein zweiphasiges Abdruckverfahren.
H. zeichnen sich - ähnlich wie Polyether und A-Silikone - durch detailgetreue Wiedergabe der Mundsituation aus und sind feuchtigkeitsfreundlich (hydrophil), was bei der Abdrucknahme sehr positiv ist. Die Rückstellung erfolgt unmittelbar, ist aber empfindlicher als bei den Silikonen. H. müssen unverzüglich nach der Abdrucknahme mit einem Modellgips ausgegossen werden, da sie sehr empfindlich auf Feuchtigkeitsverlust reagieren und somit nicht lagerfähig sind. Modelle, welche nach Hydrokolloid-Abformungen hergestellt werden, sollten nach 30 min. entformt werden, um mögliche Oberflächenreaktionen dieser Materialien mit dem Gips zu vermeiden.
Der Nachteil dieser sonst sehr präzisen Methode im Vergleich zu den modernen Elastomeren liegt in einem sehr hohen Arbeitsaufwand und einer nicht immer befriedigenden Darstellung von Strukturen innerhalb der Zahnfleischtasche.
Abdruck, Agar-Agar, Alginat, Kolloidabformmassen, Zweiphasenabformung

hydrophil
engl.: hydrophilic; feuchtigkeits- oder wasserfreundlich, dadurch leichtere Benetzbarkeit durch Wasser oder wässrige Lösungen, dabei u.U. Auftreten eines Quellvorgangs. Das Gegenteil ist hydrophob (hydrophobic) = wasserabweisend oder wasserscheu. Dieses Verhalten von Materialien ist bei der in der Mundhöhle herrschenden Feuchtigkeit von Bedeutung.

Hydroxylapatit
chem. verändertes Tricalciumphosphat (in Gegenwart von Ca(OH)2 wandelt sich Tricalciumphosphat bei pH > 8 in das thermodynamisch stabilere Hydroxylapatit um), engl.: hydroxyapatite; komplexes Salz als kristalline Grundsubstanz von Knochen und Zähnen. Durch Austausch von OH-Gruppen des Hydroxylapatits gegen Fluorionen erfolgt eine Umwandlung in Fluorapatit. H. ist in Knochen zu etwa 40%, im Zahnbein (Dentin) zu rund 70% und im Zahnschmelz (Enamelum) bis zu 97% enthalten.

Zahnschmelz besteht zu 97% aus H. und damit härter als Stahl; Säuren (aus Mundbakterien, Nahrungsmitteln) können allerdings H. angreifen und zersetzen:
Ca5[OH|(PO4)3] + H3O+ –› 5 Ca2+ + 3 PO43– + 2 H2O
Die Hydroxidionen im Apatit werden durch Säuren neutralisiert, dadurch zerfällt das Kristallgitter. Im Gegensatz dazu ist Fluorapatit säurestabil, da die Fluorid-Ionen nicht mit H3O+ reagieren. Bei der Fluorideinlagerung werden die OH-Ionen im Hydroxylapatit gegen Fluorid ausgetauscht:
Ca5[OH|(PO4)3] + F ‹– –› Ca5[F|(PO4)3] + OH
So ist es möglich, H.-Kristalle an der Oberfläche des Zahnschmelzes in Fluorapatit umzuwandeln und damit den Zahnschmelz vor einem Säureangriff zu schützen (sog. "Schmelzhärtung").
In reiner oder als gesinterte Form (H.-Keramik) Verwendung als Knochenersatzstoff zum Auffüllen von Knochendefekten, Augmentation von Kieferknochen und als keramisches Beschichtungsmaterial bei Implantaten ("HA-Beschichtung"). Als Füllungswerkstoff hat es sich bisher (2007) nicht etablieren können.
Algipore, Alveolenstabilisator, Apatit, Fluoride, Initialkaries, Mineralisationszeiten, Schmelzreifung, Zahn, Zahnstein, Zahnhartsubstanzdefekte

Hygiene
Gesundheitslehre
, -fürsorge, -pflege, engl.: do.; wissenschaftliche Lehre von der Gesundheit, einschließlich Gesundheitspflege und Gesundheitsfürsorge. Darunter werden alle diejenigen Maßnahmen zusammengefasst, die vorbeugend gegen das Entstehen oder Verbreiten von (Infektions-)Krankheiten durchgeführt werden.
Durch M. von Pettenkofer (1818 - 1901) erfolgte die systematische, wissenschaftliche Erforschung der H. . Unterschieden wird diese in die private und die öffentliche H.; letztere wurde zum öffentlichen Gesundheitswesen erweitert. Die drei Zweige der H. sind:
die Umwelthygiene mit der Hygiene der Luft, des Wassers und Abwassers, der Abfallstoffe, der Körperpflege, Kleidung, die Wohnungs- und Arbeitshygiene; sie erforscht den Einfluss der Umwelt auf das Krankheits- und Seuchengeschehen (Parasitologie, Bakteriologie und Virologie). Dazu gehört auch die Immunitätslehre samt den Impfungen
die Sozialhygiene und
die Psychohygiene
Die H. einer zahnärztlichen Praxis unterliegt strengen gesetzlichen und beruflichen Bestimmungen (der Infektionsschutz wird von einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften, Empfehlungen, Richtlinien und Normen reglementiert; sog. Hygienevorschriften, s.u.), ein Verstoß dagegen wird juristisch als schwerer Behandlungsfehler gewertet. Auch unter haftungsrechtlichen Gesichtspunkten wird der Praxishygiene ein besonderer Stellenwert eingeräumt: Im Gegensatz zu Vorwürfen über Behandlungsfehler - der Patient ist hier beweispflichtig - muss der Zahnarzt bei entsprechenden Auseinandersetzungen beweisen, dass in seiner Praxis eine adäquate H. aufrechterhalten wurde, beziehungsweise eine eventuelle Erkrankung des Patienten nicht Folge eines Hygienefehlers ist. Eine Nichteinhaltung der Vorschriften kann Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche auslösen.

Die Hygienekosten (costs of hygiene in the dental practice) einer durchschnittlichen Einzel-Zahnarztpraxis in D betrugen laut IDZ im Jahr 2006 circa 55.000 Euro - dies entspricht einer 80%-itgen Steigerung innerhalb der letzten 10 Jahre.
Zur Studie o. ©: IDZ-Köln

Die gesetzlichen Hygienepflichten haben eine Vielzahl von Rechtsgrundlagen, von denen nachfolgend nur die wichtigsten aufgeführt sind:

AKDI, Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung, Asepsis, Ausgleichszeit, Autoklav, DAHZ, Desinfektion, Einmalhandschuhe, Gassterilisation, Haftung, Instrumentendesinfektion / Instrumentensterilisation, Irrigationswasser, Mundschutz, Praxisbegehung, Sterilisation, Stichverletzung, Wasserentkeimung, Wischdesinfektion
Leitlinie zur Validierung der manuellen Reinigung und manuellen chemischen Desinfektion von Medizinprodukten (Stand: 2013)
Hygiene in der Zahnarztpraxis - Die heimlichen Infektionswege (zm, 2016)
Ungeliebtes Stiefkind: Hygiene in der Zahnarztpraxis (2013)
Statement des Arbeitskreises Dentalinstrumente (AKDI) zur Aufbereitung von zahnärztlichen Übertragungsinstrumenten (Hand- und Winkelstücke/ Turbinen, 2010)
Video: Instrumentenaufbereitung in der Zahnarztpraxis (LZK-B.-W., 2014)
Was haben MPG/MPBetreibV mit der RKI-Empfehlung zu tun? (Aufbereitung von Medizinprodukten)
Susanne Horna: Experimentelle Untersuchungen zur thermischen Desinfektion von zahnärztlichen Übertragungsinstrumenten (Dissertation)
Desinfektionsplan/-Hautschutzplan zum Individualisieren
http://www.zahn-im-netz.de/Praxisdokumente/praxisdokumente.html
Mein PraxisCheck - Der Online-Selbsttest wurde von der KBV in Zusammenarbeit mit Experten, Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten entwickelt. Die Fragen, Bewertungen und Empfehlungen beruhen auf den rechtlichen Anforderungen sowie Qualitätszielen aus QEP – Qualität und Entwicklung in Praxen®, dem Qualitätsmanagement-System der KBV

Hygienist (dental, DH)   Dentalhygienikerin

hygroskopisch , engl.: hygroscopic;  Wasser o. Wasserdampf anziehend, feuchtigkeitsbindend

Hylin-Müller Operation
engl.: Hylin-Müller's (periodontal) surgery; gilt als Vorläufer der Gingivektomie nach Widman-Neumann im Sinne eines radikalen parodontalchirurgischen Eingriffs

Hypästhesie
engl.: hypesthesia; Herabsetzung der Nerv-Empfindlichkeit, wie sie bei (reversiblen) Schädigungen nach Nerv-Verletzungen auftreten kann. Systemisch verabreichten Steroiden (z.B. Prednisolon) wird ein hohes Potenzial zur Beschleunigung der nervalen Regeneration zugesprochen.
Das Gegenteil von H. ist eine Hyperästhesie (Hypersensibilität) = Überempfindlichkeit sensibler Nerven ( überempfindliche Zähne)
Anästhesie, Nervenschädigung, Neurapraxie, Normästhesie, Parästhesie, Pietrantoni Syndrom, Vincent-Symptom

hyper / hypo , griech. Vorsilbe für über; im Gegensatz zu: hypo = unter

Hyperämie
engl.: hyperemia; vermehrte Durchblutung, meist als Begleitsymptom einer Entzündung. In der ZHK von Bedeutung sind die:

Wärmetherapie

Hyperbalance ; Vorkontakt

Hyperinfektion , Mischinfektion, engl.: hyperinfection; ungebräuchlicher Ausdruck für eine Infektion mit versch. Mikroorganismen

Hyperkontakt  Vorkontakt

Hyperodontie
Hyperdontie, Zahnüberzahl, engl.: supernumerary tooth, polyodontia; Bildung von mehr als 32 Zähnen im bleibenden Gebiss; selten vorkommend (es werden Werte zwischen 0,2 - 4,5% angegeben). Auftretend vor allem im Schneidezahnbereich als Mesiodens, Doppelanlagen bzw. Zwillingsbildung ( Gemination) im Oberkiefer-Schneidezahnbereich. Selten wird ein überzähliger Backenzahn ("überzähliger Molar") beobachtet; ebenso seltenes Auftreten einer H. im Milchzahngebiss.
Zur Ursache wird eine Zahnkeimspaltung bzw. eine Überproduktion der Zahnleiste in Kombination mit genetischen Faktoren vermutet.
Zu den echten Zahnüberzahlen zählen supplementäre Zähne, d. h. Zähne mit dem typischen Erscheinungsbild der Gruppe, zu der sie gehören. Weiterhin zählen zur Gruppe der echten Zahnüberzahlen supernumäre Zähne, d. h. atypische Einzelzahnformen wie der Mesiodens und unselbständige Zwillingsformen, entstanden durch Verwachsungen oder Verschmelzungen.

Dens in dente, Distomolar, Extraktion, Gemination, Odontom, Hypodontie, Zahnanomalien, Zahnverschmelzung





überzählige Zähne und Doppelzahn (roter Kreis links) im
Wechselgebiss



Gemination eines unteren Schneidezahns



Zahnverschmelzung

Hyperostose , Exostose

Hyperplasie
engl.: hyperplasia; Vergrößerung eines Gewebes o. Organs durch Zunahme der organtypischen Zellanzahl, z.B.: Wucherung des Zahnfleischs infolge Medikamentengabe (s. Abb.).
Im Gegensatz dazu erfolgt bei der Hypertrophie (hier handelt es sich ebenfalls um eine Gewebsvergrößerung) die Größenzunahme durch eine Vergrößerung der Zelle an sich.
Exostose, Fibrom, Gingivahyperplasie, Hypoplasie, Zahnfleischwucherung


Hypersalivation , Hypersialie ; Ptyalismus

Hypersensibilität , Hypästhesie, überempfindliche Zähne

Hypertrophie ; Hyperplasie

Hyperzementose
inkorrekt: Zementexostose, engl.: hyperplastic cementum; Überentwicklung von Wurzelzement als Folge von lokalen Entzündungen oder einer Überbelastung. Ebenfalls als Begleitsymptom bei allgemeine Knochenerkrankungen vorkommend. H. können zu erheblichen Komplikationen bei der Entfernung eines Zahnes durch eine verdickte Wurzel führen.
Zahnverschmelzung, Zementdysplasie, Zementom

Hypnose
engl.: hypnosis; künstlich (durch Suggestion, s.u.) hervorgerufene Bewusstseinseinengung mit Überführung in einen schlafähnlichen Zustand ("sich Ausklinken aus der Realität"); in der ZHK zur Angst- und Schmerzkontrolle angewandt (z.B. über Kopfhörer mit Hilfe einer CD). In neuerer Zeit bei Kindern in Form einer QuickTimeTrance.
Man unterscheidet die sog. Heterosuggestion, welche durch einen Therapeuten herbeigeführt wird, von der Autosuggestion, die der Patient selbst vornimmt. Man schätzt etwa 80 % der Menschen als "hypnosefähig" ein.
Worauf diese therapeutische Wirksamkeit beruht, ist bisher noch weitgehend unbekannt; vermutet wird, dass die H. einen störenden Einfluss der abgleichenden und verarbeitenden Gehirnzellenkommunikation bewirkt.
Die Anfänge der H. reichen auf 6 000 v. Chr. zurück und wurden um 1770 von Dr. Franz Anton Mesmer (1734-1815) wieder entdeckt; sie gilt weitgehend als "nebenwirkungsfrei".
Deutsche Gesellschaft für Hypnose (DGH), Druffelsweg 3, 48653 Coesfeld, Telefon 02541-70007, Fax 02541-70008; zahnärztlicher Ansprechpartner: Dr.med.dent. Volker Reindl; Lindauer Straße 6, 86399 Bobingen, Tel. 08234-3393, Fax 08234-7981 oder
Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose (DGZH), Esslinger Straße 40 , 70182 Stuttgart (GERMANY); mail@dgzh.de
http://www.i-gth.de/
Heilungsmethode mit Grenzen - Wem Hypnose wie nützt
alternative Behandlungsmethoden, Anästhesieversager, Angst, Behandlung auf Verlangen, Komplementärmedizin, Schulmedizin, Würgereiz

Hypnotika , engl.: hypnotics; Schlafmittel; grobe Einteilung in Barbiturate und "Nicht-Barbiturate"

Hypodontie
(angeborene) Zahnunterzahl, engl.: hypodontia; fachlich wird darunter meist das Fehlen (ausschließlich der Weisheitszähne) von 1 bis 5 Zähnen verstanden; im Gegensatz zur Oligodontie, welche den Verlust von mehr als 6 Zähnen bzw. ganzer Zahngruppen umfasst. Fehlen einzelne Zähne, so spricht man von Aplasie. Das angeborene völlige Fehlen von Zähnen wird als Anodontie bezeichnet. Das Milchgebiss ist von einer H. seltener (unter einem Prozent) betroffen als das bleibende Gebiss (bis zu 6,5 Prozent).
Mutationen an zwei Genen (MSX1 und PAX9) bei autosomal-dominanter Vererbung konnten bisher (2007) als Ursache für eine H. nachgewiesen werden. Eine H. ist im bleibenden Gebiss selten, im Milchzahngebiss extrem selten. Im Vordergrund (ohne Berücksichtigung der Weisheitszähne) stehen dabei eine Nichtanlage der seitlichen oberen Schneidezähne.
Zur Kostenübernahme Gesetzlicher Krankenkassen für eine Implantatversorgung (Implantate selbst werden von den Gesetzlichen Kassen nicht vergütet, sondern sind Privatleistungen, 2010) definiert das Bundessozialgericht:
In einem grundsätzlichen Urteil (BSG, AZ.: B 1 KR 37/02 R) verneint es die genetische Nichtanlage von 8 Zähnen im Ober- und 5 Zähnen im Unterkiefer als einen derartigen Ausnahmefall („... Mit diesem zur Eingrenzung des Phänomens der Zahnlosigkeit verwendeten Begriff wird zum Ausdruck gebracht, dass ein Stadium mit einem ausgeprägten Fehlen von Zähnen ausreichen soll, das allerdings der vollständigen Zahnlosigkeit eher nahekommen muss, als dem Fehlen nur einzelner Zähne bei ansonsten noch regelrecht anzusehenden Gebissverhältnissen. ..."; Download des Urteils, © www.implantate.com).

Von der echten H. abzugrenzen ist die erworbene Hypodontie. So können Bestrahlungen, eine Zahnkeimosteomyelitis und traumatische Zahnverletzungen zu einer schweren Schädigung des Zahnkeims und somit zu einem Fehlen des Zahnes führen.
Aplasie, Down-Syndrom, Gebissreduktion, Hyperodontie, Kinderprothese, unbezahnt, Zahnanomalien



Fehlen der seitlichen Schneidezähne


fehlende seitliche Schneidezähne
 und Versorgung mit
einer Keramik-Brücke





Nichtanlage der 2. unteren Prämolaren




Kombination aus
Nichtanlage und
Zapfenzahn



Nichtanlage eines kleinen Backenzahns im Unterkiefer bei sonst vollständigem Gebiss

Hypogenie , Mikrogenie

Hypognathie , Mikrognathie

Hypomineralisation
Störung in der Phase der Mineralisation, die eine Verdichtung und fehlerhafte Ausrichtung der Mikrokristallite bewirkt.
MIH, Mineralisation

Hypomochlion
engl.: do.; Abstütz- oder Drehpunkt eines Hebels. So dient z.B. die Kniescheibe als H. für die Sehne des Quadizepsmuskels. In der ZHK ist der Begriff gebräuchlich bei der komplizierten Extraktion mit einem Hebel: Als H. dient hier der Kieferknochen (Alveolarfortsatz).
Pivotschiene

Hypoplasie
Unterentwicklung, engl.: hypoplasia; genetisch bedingte unvollkommene Anlage eines Organs oder Gewebes, im eigentlichen Sinne: Mangel an Material, dem eine Hemmung der Matrixbildung zugrunde liegt. Dies zeigt sich in makroskopisch sichtbaren Defekten, die unterschiedlich schwer ausgeprägt sein können.
Im Mund-Kiefer-Bereich vorkommend als Zahnanomalien, Schmelzunterentwicklungen, Zahnunterzahl, Kieferverkleinerungen (Mikrognathie, Mikrogenie). Mit einer Inzidenz von 1 : 3 500 bis 1 : 5 600 stellen mandibulofaziale oder otomandibulofaziale Syndrome die zweithäufigste Missbildung nach Lippen-Kiefer-Gaumenspalten dar. Betroffen sind alle Strukturen, die sich vom ersten und zweiten Kiemenbogen, der ersten Kiemenfurche und der ersten Schlundtasche ableiten, das heißt äußeres Ohr, Mittelohr, Unterkiefer, Jochbein, Oberkiefer, Schläfenbein, mimische Muskulatur, Kaumuskulatur, Schlundmuskulatur, Zunge und Parotis. Die Ursachen sind bislang noch nicht hinreichend geklärt.
ECC (frühe Milchzahnkaries), Franceschetti - Syndrom, Fournier Zähne, Horner Zähne, Hyperplasie, Retrognathie, Tetrazyklin



starke Hypoplasien bei einem 11-jährigen;
erhielt im Alter von 26 Monaten wegen einer schweren Pneumonie 485 mg Tetrazyklin / kg Körpergw.


Schmelzhypoplasie durch Masern im 4. Lebensmonat

 



generalisierte Störung im Bereich der Zahnhälse bedingt durch Tetrazyklin-Saft im Kleinkindalter

Hyposalivation , Hyposialie ; Xerostomie

Hyrax-Schraube
engl.: hyrax screw, "Rapid Palatal Expander"; besonders starke Dehnschraube zur Gaumennahterweiterung o. -sprengung



zu Ha-Hm

[ Autor: Dr. Klaus de Cassan ]    [ Anfragen ]
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