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Coagulum , engl.: do. or (blood) clot ; Koagulum

Cocain , Kokain

Codein
Morphiumabkömmling, Methylmorphin, griech. Kodeia = Mohnkapsel, engl.: codeine; natürlich (in Opium) oder halbsynthetisch hergestelltes Alkaloid mit vielfältigen Wirkungen auf das zentrale Nervensystem (z.B. auf das Hustenzentrum als Antitussivum, Schmerzzentrum). Codeinphosphat in Dosen von 10-30 mg wird häufig schmerzstillenden Kombi-Präparaten ( Analgetika) zugesetzt; Konzentrationen über 100mg unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz.

Coffin Feder
engl.: Coffin spring; nach dem Engländer Walter C. Coffin (1853-1916) benannte omegaförmige Feder aus einem stärkeren, starren Draht (etwa 1,3 mm Durchm.) welche als Dehnschraubenersatz zur Aktivierung der Coffin Dehnplatte oder des Gebissformers nach Bimler dient. Im Gegensatz zu einer in der Richtung festgelegten Dehnschraube ist die C. F. in ihrer Kraftrichtung variabler, außerdem benötigt sie weniger Platz. Nachteilig sind die nur gering dosierbare Kraftstärke und die Notwendigkeit, diese Feder in einer Zahnarztpraxis aktivieren zu müssen.
Aktive Platte, Gebissformer nach Bimler



Col ; interdentaler Sattel; Sattel

Collum , Kollum, lat. Bez. für Hals; in der ZHK u.a. gebräuchlich für:
Collum dentis,   Zahnhals
Collum mandibulae, Kiefergelenkhals, Kiefergelenk

Collumfraktur
Kollumfraktur, Kiefergelenksfortsatzfraktur, engl.: condylar neck fracture; im Halsteil des Processus condylaris auftretender Kieferbruch mit Unterteilung in hohe, mittlere und Basisfraktur. Bei vollständigen Frakturen sind die Bruchstücke i.d.R. gegeneinander verschoben (disloziert), da zum einen die Krafteinwirkung während des Traumas selbst, aber besonders der Muskelzug des angreifenden M. pterygoideus lateralis das Köpfchen aus der Gelenkpfanne herauszieht (i.d.R. zur Kiefermitte hin und nach vorn). Therapie meist durch Schienen mit Aufbissbehelf und funktioneller Nachbehandlung ( Federaktivator). Die früher erwähnte Nichtbehandlung derartiger Frakturen ("Spontanausheilung") kann bei Verlagerung der Bruchstücke und einem "versetzten Wiederzusammenwachsen" zu erheblichen Funktionsstörungen führen. Klassische Frakturbehandlungen - z.B. Osteosynthese mit Platten oder Schrauben - sind wegen der operativen Gefährlichkeit des Eingriffes (N. facialis-Äste in unmittelbarer Nähe) auf seltene Fälle beschränkt.
Abscherfraktur, Federaktivator, Kieferfraktur, Kiefergelenkkontusion, Kiefergelenkluxation, Luxationsfraktur, Stauchungsfraktur, Unterkieferbruch


Commotio
cerebri, Kommotion, Gehirnerschütterung, engl.: do. or concussion; reversible Störung des Gehirns als Folge eines Schädel-Hirn-Traumas (SHT). Symptome sind Erinnerungslücken ( Amnesie), Bewusstseinsstörung, Übelkeit, Brechreiz, Kreislauf- und Atemstörungen und Veränderungen der Hirnstromkurve.
Contusio, Kieferbruch, Trauma

Community Periodontal Index of Treatment Needs , CPITN

Compliance
Befolgung auferlegter Gesetze und Verordnungen; Therapietreue, Bereitschaft eines Patienten zur aktiven Mitwirkung an therapeutischen Maßnahmen, konsequentes Befolgen einer Therapieempfehlung, engl.: do.; Befolgung von Verordnungen und Anweisungen; ein "Sich fügen" als Grundlage der meisten erfolgreichen ärztlichen Therapien und stark abhängig von einem funktionierendem Arzt-Patienten-Verhältnis. Hinter dem umständlichen Namen "Patientencompliance" verbirgt sich nichts anderes, als das Maß für die Bereitschaft, eine medizinische Empfehlung oder Anordnung zu befolgen. Hierzu ist es notwendig, dass der Patient aktiv in medizinische Maßnahmen eingebunden wird (laienverständliche Aufklärung über Befunderhebung, Diagnose und Therapie sowie über zu erwartendem Krankheitsverlauf). Zur Aufrechterhaltung einer C. wird im zahnärztlichen Bereich u.a. ein sog. "Recall" durchgeführt.
Analog dazu wird bei Nichtbefolgen medizinischer Ratschläge und Therapien von Non-Compliance gesprochen. Dabei ist nach einer BGH-Entscheidung (Az.: VI ZR 157/08) zu beachten: Nimmt ein Patient den ärztlichen Rat nicht an, muss ihn sein Arzt auf mögliche schwer wiegende Folgen der Nichtbehandlung hinweisen. Andernfalls kann der Arzt trotz eines richtigen Rates in Haftung genommen werden.
Am 4.8.11 schrieb zm-online dazu u.a.: "Non-Compliance kostet bis zu 20 Milliarden Euro: Krankenkassen wünschen sich vor allem, dass sich ihre Versicherten an die Therapieempfehlung ihrer Ärzte halten. Das belegt eine aktuelle Studie der health-activate GmbH. Etwa jeder zweite chronisch Kranke nimmt derzeit die ihm verordneten Medikamente nicht konsequent ein. Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken, denen sich der Patient aussetzt, entstehen der Solidargemeinschaft enorme Schäden. Beispielsweise durch vermeidbare Klinikaufenthalte, unnötige Arbeitsunfähigkeitszeiten und vorzeitige Verrentungen. Die Folgekosten werden von Experten auf 15 bis 20 Milliarden Euro jährlich beziffert, schreibt die Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement e.V. (DGbV)."
Neuere Definitionen ersetzen den Begriff C. zunehmend durch "Concordance" (= Übereinstimmung) und sehen eine erfolgversprechende C. nur als Dreiecksbeziehung zwischen Patient, Arzt und Therapie ( Shared Decision Making). Dieser Begriffwechsel beruht auf der Erkenntnis, dass therapeutischen Maßnahmen nur dann akzeptiert werden, wenn sie in Übereinstimmung mit den persönlichen Überzeugungen des Patienten stehen.
Behandlung von (geistig) behinderten Patienten, Behandlung von Milchzähnen, Down-Syndrom, Iatrophobie, Placebo, Prophylaxe, Recall, Reevaluation, Versorgungsforschung
Der Ton macht die Compliance

Compliance-Leitlinie
der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung; Ziel dieser 2015 eingeführten Leitlinie ist es, die ordnungsgemäße vertragszahnärztliche Berufsausübung dadurch zu erleichtern, dass
- ausgewählte vertragszahnärztliche Pflichten übersichtlich zusammengestellt werden und damit auf einen Blick erkennbar sind,
- exemplarische Konkretisierungen bzw. darauf basierende allgemeine Handlungsempfehlungen gegeben werden, wie diese Pflichten umgesetzt und Verstöße dagegen vermieden werden können,
- die Unabhängigkeit zahnärztlicher Entscheidungen von wirtschaftlicher Einflussnahme durch Dritte gewahrt bleibt.
==> Vertragszahnarzt
==> Compliance-L. im Wortlaut (© KZBV)

Compomere , Kompomere

Componeer
von dem Dentalhersteller Coltène/Whaledent 2011 eingeführtes System für Fronzahnrestaurationen auf Veneer-Basis. C. sind polymerisierte, vorgefertigte Nano-Hybrid-Komposit Schmelz-Schalen, die die Vorteile der direkten Kompositrestauration mit den Vorteilen von vorgefertigten Veneers verbinden sollen. C. ist eine aus hochwertigem Komposit hergestellte Formhilfe, die eine bis zu 40 Prozent kürzere Behandlungszeit als bei der herkömmlichen Freihandtechnik ermöglichen soll.
www.coltene.com/download.php?file_id=5076
Ästhetische Korrekturen so einfach wie nie zuvor

Composite , Composites; Komposite

Computergestützte Navigation
in der Implantologie
, "3D-Planung" engl.: computer-assisted navigation in implantology, 3D Implant Planning; 3D-Techniken zum präzisen Setzen von Implantaten. Gerade bei komplexen Fällen erscheint ein derartiger, aufwändiger technischer Einsatz sinnvoll, um Misserfolgen vorzubeugen. Es haben sich (2011) zwei verschiedene Möglichkeiten zur intraoperativen Umsetzung von 3-D-Implantatplanungen bewährt: die Verwendung von speziell hergestellten Bohrschablonen (z. B. Materialise SurgiGuide, Camlog Guide, Med3D) oder die Anwendung von optischem Infrarot-Tracking (z. B. RoboDent, Artma Virtual Patient System).
Fraglich ist bisher (2011), ob die theoretische Präzision in der Praxis erreicht werden kann und ob das Aufwand/Nutzen-Verhältnis bei systembedingter zusätzlicher Strahlenbelastung gegeben ist.
DVT, Implantat, Robodent
Einsatz der computerassistierten Chirurgie in der Mund-, Kiefer- u. Gesichts-Chirurgie (zm, 2014)
Video: Navigierte Implantation mit dem „Rocketdrill“
http://www.diedentalpraxis.de/

 


Computertomographie , CT; Tomographie

Conceptor Alpha
Artikulator ähnliches Gerät zur Therapierung und Simulierung von physiologischen-, wie auch pathologischen Kiefergelenksbewegungen. Die Zuordnungssimulierung soll Einblick in die Funktionsabläufe der unterschiedlichen anatomischen Gelenke geben.
Der Conceptor gehört zu einem "Konzept" der Funktionsanalytik und -therapie sowie prothetischen Versorgung. Der Vater dieses Konzepts ist Peter Lerch, ein Schweizer Prothetiker, der letzte, der noch bei Prof. Gerber ausgebildet worden ist. Die Grundlage der physiologischen Rekonstruktion bildet das durch Gerber erarbeitete Kondylarkonzept. Die Umsetzung auf den voll- bzw. teilbezahnten Patienten erfolgte durch Lerch in enger Zusammenarbeit mit Prof. Gerber.
Funktionsanalyse
http://www.lerchconcept.ch/



Conditioner
Konditioner, chem. Lösungen (z.B. EDTA, Maleinsäure) im Rahmen der Adhäsivtechnik bei der Dentinhaftvermittlung, um die auf der Kavitätenoberfläche befindliche Schmierfläche zu entfernen.
Adhäsivtechnik, Dentinhaftung

Condylator , von Prof. Gerber entwickelter Mittelwertartikulator mit konvex gekrümmter Kondylarbahnführung. Abbildung

Condylion
Kondylion, Co, engl.: do.; kephalometrischer Referenzpunkt: der am weitesten kranial gelegene Punkt eines Condylus. Die Verbindungslinie zwischen den Punkten Orbitale (Or) und Condylion (Co) bildet die "modifizierte Frankfurter Horizontale".

Condylus
mandibulae
, Kondylus, Capitulum mandibulae, Gelenkköpfchen, Gelenkkopf, Kiefergelenkköpfchen, engl.: (mandibular) condyle;  beweglicher, walzenförmiger Anteil des Kiefergelenks, welcher an der Spitze des Gelenkfortsatzes (Processus condylaris) des Unterkiefers sitzt. Artikuliert direkt mit der Gelenkzwischenscheibe (Discus) und indirekt mit der Gelenkpfanne (Fossa mandibularis)
Bei Gewalteinwirkung ist sein Ansatz zum Unterkiefer (Collum mandibulae) einer der bruchgefährdeten Teile des Unterkiefers ("Collumfraktur").
Unter einem "schwingenden Kondylus" versteht man das Gelenkköpfchen der Balanceseite; der "ruhende Kondylus" ist derjenige der Arbeitsseite ( Bennet-Winkel, Mediotrusionsseite)
Bennett-Bewegung, Condylion, Costen-Syndrom, Eminektomie, Gelenkbahn, Gerber, Kiefergelenk, KondylenachseKondylenbahn, KiefergelenkaufnahmeKiefergelenkkontusion, Kiefergelenkluxation, Kondylenbahnwinkel, Lauritzen-Griff, Mediotrusionsseite, Protrusionsbahn, Translation, Unterkieferbewegung, Unterkieferindex, Zentrik



Cone fit
engl. Sprachgebrauch im Rahmen einer endodontischen Maßnahme ( Wurzelkanalbehandlung): optimale Anpassung des Masterpoints im Wurzelkanal. Angestrebt wird eine Klemmpassung  ("tug back") im apikalen Drittel des Wurzelkanals

connatalis
konnatal, kongenital, engl.: congenital; angeboren im Sinne vom im Mutterleib oder während der Geburt erworben (nicht erblich bedingt)
genetisch

Consilium
der Bundeszahnärztekammer; 2001 gegründetes wissenschaftliches Beratergremium mit interdisziplinärer Kompetenz zur Wahrung der freiberuflichen Berufsausübung. Es berät die zahnärztliche Berufspolitik in juristischen, ökonomischen und sozialmedizinischen Fragen.
Produktsicherheitsrat, Wissenschaftlicher Beirat

Continuing Professional Development
CPD; "lebenslanges Lernen"; neuzeitlicher Begriff für einen über die gesamte Berufstätigkeit andauernder (Fort-)Bildungsprozess. Hierdurch wird im Sinne einer Qualitätssicherung gewährleistet, dass berufsmäßige Standards erhalten und weiterentwickelt werden.
Fortbildung

Contusio
cerebri, Kontusion, Hirnprellung, engl.: do. or brain contusion; (Zer-)Quetschung von Gehirngewebe als Folge einer Gewalteinwirkung mit den klassischen Symptomen: Bewusstlosigkeit und retrograde Amnesie
Commotio,Trauma

Coping
engl. für Abdeckung o. Kappe; in der ZHK als Oberbegriff für versch. Behelfe:
Abdeckkappe, Verschlusskappe
Übertragungskappe
dünne Metallkappe (konventionell, galvanisch oder aus Folie hergestellt), auf welche keramische Massen aufgebrannt werden.

Corona dentis, Zahnkrone, engl.: do or (dental) crown.; der sichtbare Teil des Zahnes in einem normalen Gebiss (= klinische C.); Zahn

coronal koronal, Zahnflächen

coronal leakage
"koronales Leck", Undichtigkeit einer Verschlussfüllung; Bezeichnung im Zusammenhang mit der Wurzelkanalbehandlung eines Zahnes gebräuchlich: Nach definitiver Versorgung des Wurzelkanals mit einem Wurzelkanalfüllmaterial muss der eröffnete Zahn mit einer endgültigen Füllung randdicht verschlossen werden, damit nicht durch feine Randspalte ("Leck", "leakage") erneut Bakterien aus der Mundhöhle in den Wurzelkanal eindringen und zu Entzündungen führen können. Die Bedeutung des Leakage-Effekts wird bei einer regelrechten Wurzelkanalfüllung in der Literatur ebenso kontrovers diskutiert wie das definitive Verschlussmaterial.
Wurzelkanalbehandlung

Cortison
Nebennierenrinde-Hormon, Glukokortikoid, engl.: cortisone ; regelt u.a. den Fett-, Eiweiß- und Mineralstoffwechsel und steuert das Immunsystem des Körpers. Die Tagesproduktion liegt zwischen 20 und 200 mg. Bei größeren Entzündungen reicht diese Produktion nicht aus, um einen therapeutischen Effekt - meist eine Entzündungshemmung - zu bewirken; Einsatz in der ZHK besonders bei Zahnfleischentzündungen (z.B. Dontisolon-Salbe™) oder als Einlage in infizierte Wurzelkanäle (z.B. Ledermix™).
Die entzündungshemmende Wirkung von C. kommt durch eine Beeinflussung von verschiedenen Bereichen des Immunsystems zustande und beruht auf mehreren Mechanismen. Die Glukokortikoide interferieren mit den Makrophagen und mit den T-Lymphozyten, bei denen es sich um Zellen des Immunsystems handelt. Dabei wird die Bildung von Zytokinen, die als Signalstoffe des Immunsystems fungieren und einen wesentlichen Beitrag an der Entstehung entzündlicher Prozesse haben, gehemmt. Zu den durch Glukokortikoide gehemmten Zytokinen gehören u.a. Interleukin-1 und Interleukin-2, sowie Tumornekrosefaktor-alpha. Außerdem hemmen die Glukokortikoide die Prostaglandin-Synthese, indem sie die Enzyme Cyclooxygenase-2 und Phospholipase A2 blockieren. Darüber hinaus kommt es durch die Glukokortikoide zu einer Hemmung der Ausschüttung von Entzündungsmediatoren, wie Histamin, und zu einem beschleunigtem Abbau dieser Mediatoren.
Der Einsatz von C. ist wegen möglicher Nebenwirkungen nicht unumstritten - teilweise erfolgt eine sehr kontroverse Diskussion; allerdings ist nach Einschätzung von Fachleuten der therapeutische Effekt bei richtiger Dosierung viel höher zu bewerten als die möglichen Nebenwirkungen.
Implantat: Risikofaktoren, Ledermix™, Neuritis, Prednisolon, Vitalerhaltung

Cosmopost ™
Wurzelstift, (Ivoclar, Schaan, Liechtenstein), Nachfolgeprodukt: FRC Postec,
Cerapost™-Wurzelstift
, (Gebr. Brasseler, Lemgo, D), Nachfolgeprodukt Dentipost™, s. Abb.,
engl.: Cosmopost (Cerapost) root pin; zylindrisch-konische Wurzelstifte aus Zirkoniumoxidkeramik. Handelsnamen für die zwei gebräuchlichsten Stiftsysteme auf Keramik-Basis. Zahnfarbene Stifte bieten im Vergleich zu den metallischen Wurzelstiften den Vorteil einer ästhetisch einwandfreien Restauration. Gleichzeitig ermöglicht der Stift durch seine gute mechanische Belastbarkeit kombiniert mit der Möglichkeit einer spaltfreien Applikation im Sinne der Adhäsivtechnik, eine dauerhafte und stabile Restauration.
Langzeitergebnisse im Hinblick auf Bruchgefährdung der Stifte liegen allerdings noch nicht vor - erste Zwischenergebnisse sind positiv zu bewerten.
Stiftaufbau


glasfaserverstärkter Komposite-Wurzel-
stift Dentipost® der Fa. Komet (Copyright der Graphiken)

 

 


Costen-Syndrom
otodentales Syndrom, „Myofaziale Dysfunktion“ (= muskuläre Fehlfunktion im Gesichtsbereich); James Bray Costen, St. Louis, USA, 1895-1962, engl.: Costen's syndrome; als Komplex mit neuralgiformen Schmerzen im Kiefer-Ohr-Schädelbereich, verbunden mit Zungenbrennen, Einschränkung der Hörfähigkeit, Schwindelgefühl und Tinnitus-artigen Ohrgeräuschen. Über die Ätiologie herrschen unterschiedliche Auffassungen: Nach Meinung seines Entdeckers durch ein krankhaftes Kiefergelenk oder durch eine falsche Bisslage (Bisssenkung); andere Erklärungen sehe eine Rückwärtsverlagerung des Kiefergelenksköpfchens ( Condylus) mit Druck auf den Nervus auriculotemporalis als Ursache der Beschwerden. Der Begriff ist heute im Zusammenhang mit Myoarthropathien nicht mehr gebräuchlich.
Morbus, Myoarthropathien, Syndrom, Tinnitus

Council of European Dentists
CED; nicht-professionelle Vereinigung als Dachverband der zahnärztlichen Organisationen der 27 EU-Mitgliedsstaaten und Staaten mit Beobachterstatus; repräsentiert werden nach Eigenangaben über 300.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte. "Aus Sicht der europäischen Zahnärzteschaft sei es wichtig, das europäische Gesundheitswesen weiterzuentwickeln. Dieses stehe in einem Spannungsverhältnis zwischen Regulierung der wirtschaftlichen Freiheiten auf EU-Ebene einerseits und nationaler Steuerung der Finanzierung und Leistungserbringung andererseits."
ERO, FDI
http://www.eudental.eu/

Cover denture
Coverdenture, Overdenture, Deckprothese, Hybridprothese, engl.: overdenture or overlay denture; spez. Prothesenart im nur noch gering bezahnten Kiefer (i.d.R. noch 1 -3 eigene Zähne) bei nicht mehr optimaler Festigkeit der Restzähne (= Langzeit-Übergang zur Vollprothese). Form und Ausdehnung dieser Teilprothese entsprechen meist einer Vollprothese. Die vorhandenen Zähne werden i.d.R. über Resilienzteleskope mit dem Zahnersatz verbunden und beanspruchen so das Restgebiss nicht so stark wie konventionelle Halte- und Stützelemente. Andere Verankerungsformen sind entsprechend gearbeitete Stege (s. Abb. unten) oder Stiftkappen
Magnetkräfte, Resilienzteleskop, Teilprothese, Teleskopkrone
 Festzuschüsse ab 2005






Cowden-Krankheit
engl.: Cowden Disease (Multiple Hamartoma Syndrome); seltene (autosomal dominant; vielfach klinisch nicht sichtbar), nach dem Namen der ersten Patientin, bei der dieses Krankheitsbild beschrieben wurde, benannte Erkrankung in Form von (einzeln oder kombiniert) Entwicklung multipler Hamartome in verschiedenen Organen, Papillomen an Lippenrot, Zahnfleisch und Mundschleimhaut, Vogelgesicht mit adenoider Fazies, Oberkieferhypoplasie.






Papillome in der Mundhöhle

CPC-Linie
Abk. von Caninus-Papilla-Caninus-Linie; im Regelfall liegen die Eckzähne (Caninae) auf einer transversalen Linie durch die Mitte der Papilla incisiva (vorderer Gaumen); gilt als Bezugspunkt bei der Aufstellung künstlicher Zähne beim Zahnersatz im Frontzahnbereich. Wegen stark variierender anatomischer Ausprägungen und altersbedingter Verschiebung (bei älteren Menschen liegt die CPC-Linie hinter der Papilla incisiva) als Bezugslinie umstritten.
Nasenbasislinie, Palatogramm, Vollprothese, Wachsaufstellung


CPI  auch C.P.I. ; Abk. von Cervical Plaque Index; Plaqueindex oder Community Periodontal Index ; http://www.whocollab.od.mah.se/expl/orhcpitn97.html

CPITN
engl. Abbk. von Community Periodontal Index of Treatment Needs, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) favorisierter Gruppen-Index zur Beurteilung des parodontalen Zustandes und daraus folgernd einer Behandlungsnotwendigkeit von Zahnfleischerkrankungen; entwickelt 1982 von Ainamo et al. ist dieser Index besonders für epidemiologische Studien geeignet.
Aus versch. Gründen hat sich dieser Index nicht durchsetzen können. An seiner Stelle gilt heute (2010) - besonders in Europa (in D mit dem GMG ab 2004 in die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen) - der 1992 in den USA entwickelte sog. Parodontale Screening-Index (PSI):
Die Indexerhebung erfolgt mit der "WHO-Sonde" (s. Abb.) oder einer entsprechenden Parodontalsonde. Man unterteilt das Gebiss eines Erwachsen in 6 Bezirke (Sextanten; Zähne von 18 bis 14, 13 bis 23, 24 bis 28 usw., s. Abb.), die einzeln untersucht werden. Bei Kindern und Jugendlichen untersucht man nur die Schneidezähne und die ersten Molaren. Jeder Zahn innerhalb der Sextanten wird an sechs definierten Sondierungsstellen (s. Abb.) untersucht, nur der höchste Wert wird in einem Befundschema eingetragen. Wird an einer Stelle der Codewert 4 erreicht, geht man direkt zum nächsten Sextanten über, da dieser Bezirk dann generell den (schlechtesten) Wert 4 erhält.
Die fünf Codes des PSI:

Für eine allfällige Behandlung besagen die Codes:
Code 0: keine. Code 1 und 2: Motivation und Instruktion des Patienten bezüglich Mundhygiene, zusätzlich bei Code 2: Beseitigung von subgingivalem Zahnstein und unhygienischer Zustände (sog. Plaqueretentionsnischen). Code 3 und 4: Verbesserung der Mundhygiene, zusätzliche diagnostische und therapeutische Maßnahmen (Parodontitis-Therapie). Nach Erst-Behandlung akuter Entzündungen und professioneller Zahnreinigung ausführliche Befunderhebung des Parodontium.
Betrug der höchste Wert 0, 1 oder 2, werden die Patienten in halbjährlichem Intervall erneut gescreent.
Behandlungsschema bei Zahnfleischerkrankungen, BOP, Gentle Probe, Gingiva-Index, IBIIndex, Periodontal Disease Index, Sulkus-Blutungs-Index (SBI)
Deutsche Gesellschaft für Parodontologie - PSI – Der Parodontale Screening Index zur Früherkennung der Parodontitis (2014)
©: TU-Dresden

 

 

 

 


Einteilung in Sextanten


WHO-Sonde "Schwarzes Band" bei der Zahl "3"


vorgeschriebene
Sondierungsstellen



Zahnfleischerkrankungen in D  1997 u. 2005

CPT
engl. Abk. von Current Procedural Terminology; ein dem deutschen BEMA bzw. der GOZ vergleichbares US-amerikanisches Katalogisierungssystem zur Abrechnung medizinischer Leistungen gegenüber Kostenträgern. Diese CPT-Codes werden von der American Medical Association herausgegeben.
internationale Krankheitsbeschreibungen der Mundhöhle - ICD-10-GM Version 2010 bzw.: http://apps.who.int/classifications/apps/icd/icd10online/

Cracked-tooth-Syndrom , unvollständige (Längs-)Fraktur eines Zahnes; Infraktur, Zahnfraktur

crestal
krestal, engl.: crestal;
1.) Richtungsbezeichnung für "vom Kieferkamm her". Ausdruck hauptsächlich gebräuchlich bei der Implantation für die Vorgehensweise beim Setzen von Implantaten. Normalerweise erfolgt das setzen von crestal her; einige Systeme (z.B. BOI) implantieren von lateral  (der Seite) her.
2.) im Bereich des knöchernen Alveolarrandes (Limbus alveolaris) oder an der Crista alveolaris. So liegt bei einem klassischen Implantat der Implantatkörper infracrestal, der Implantathals supracrestal ; Arcus alveolaris
subcrestal (subkrestal) steht für "unter dem knöchernen Alveolarrand"
Implantat, krestal

Crowding , engl. für Zusammendrängen; Engstand

Crouzon-Syndrom ; Gesichts-Schädel-Fehlbildung ("Wabenschädel"); Apert-Syndrom

Crown-down-Technik , "ein Schritt nach unten Technik" im Rahmen einer Wurzelkanalaufbereitung, Step-down-Technik

Crownless Bridge Works , CBW-Technik, Klebebrücke

Crown Venting
engl. für "Kronenentlüftung"; spezielle Methode beim Einzementieren von Metallrestaurationen (Inlays, Kronen, Brücken) mit dem Ziel einer noch besseren Passgenauigkeit. Ausgehend davon, dass beim endgültigen Einsetzen der Ersatzstücke überschüssiger Zement und Luftbläschen aus dem Werkstück nicht entweichen können (da z.B. die Krone nach oben hin geschlossen ist) und so die Passgenauigkeit negativ beeinflussen, wird an der höchsten/tiefsten Stelle des Ersatzes ein feines Loch gearbeitet, welches die überschüssigen Bestandteile abfließen lässt. Direkt daran (noch vor der Aushärtung des Zements) wird ein exakt passender Pin in das Loch eingehämmert und damit die Öffnung dicht verschlossen.
Befestigungszement

Crozat-Gerät
Crozat-Therapie, engl.: Crozat appliance; das Gerät besteht im Wesentlichen aus verlöteten Edelmetalldrähten ("abnehmbare Drahtapparatur"); auf Kunststoffteile wird hier völlig verzichtet. In der ganzheitlichen Kieferorthopädie wird die Behandlung bisweilen mit einer derartigen Apparatur begonnen. Anwendungen sind Dehnung im Oberkiefer und Aufrichten von Zähnen im Unterkiefer; hoher Tragekomfort

Cryotherapie , Kryotherapie

CSI , (Ennever's) Calculus Surface Index Zahnstein-Oberflächen-Index

CT; Tomographie

CTFA
CTFA-Nomenklatur
, Abk. von Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association; US-amerikanische Vereinigung, welche sich u.a. mit den Inhaltsstoffen von Körperpflegemitteln, u.a. auch Zahnpasten, beschäftigt. http://www.ctfa.org/

Cumarin , Kumarin

Cupral
-Depotphorese nach Prof. Knappwost, Langzeit-Depotphorese® mit Cupral®, Cupral von Cuprum = Kupfer,  -phorese = tragen oder Transport; wissenschaftlich umstrittene Methode ( Iontophorese) zum Entkeimen des Wurzelkanalsystems bei infizierten Wurzelkanälen ( Gangrän) im Rahmen einer endodontischen Behandlung. Das Vorgehen unterscheidet sich stark von dem üblichen Vorgehen bei einer Wurzelkanalbehandlung:
Der Kanal wird nur auf etwa ein Viertel bis maximal drei Viertel seiner Länge geringfügig erweitert (ca. ISO 30) und mit einer dünnen Aufschüttelung von Cupral (ein Kupfer-Kalziumhydroxid) mit Aqua dest. gespült (dem Cupral wird eine mehr als 100-fache Desinfektionskraft im Vergleich zum Calciumhydroxid zugeschrieben). Anschließend wird ein Depot von Cupral-Paste in den Wurzelkanal gebracht; die Nadelelektrode (Minuspol) des Depotphorese-Geräts lässt man nur wenige Millimeter in das Cupral-Depot im Wurzelkanal eintauchen. Als Anode (Pluspol) dient eine Wangenelektrode, die mit dem Speichel der Umschlagfalte Kontakt hat. Das vom Depotphorese-Gerät erzeugte elektrische Feld im Wurzelkanal bewegt die sterilisierenden Stoffe (Cupral) nach Entwicklerangabe in wenigen Minuten bis in alle Verzweigungen des Wurzelkanalsystems - in solche Gebiete, welche mit herkömmlichen Mitteln nicht erreicht werden können (s. Abb. unten: Die verzweigten und abzweigenden Kanäle im unteren Wurzeldrittel lassen sich Instrumenten nicht erreichen). Am Ende einer zweiten Sitzung wird mit dem alkalischen, röntgenopaken, Cu-Ionen enthaltenden Atacamit-Wurzelfüllzement abgefüllt.
Die Erfolgsquoten werden vom Entwickler der Methode (Prof. Knappwost) mit über 90 % (physiologische Heilung) angegeben; gleichwohl bleiben die grundsätzlichen Bedenken der Iontophorese (schlechte Dosierbarkeit des eingesetzten Medikaments) bestehen.
Iontophorese, oligodynamische Wirkung
http://www.humanchemie.de/
wissenschaftliche Stellungnahme der DGZMK zur Depotphorese: http://www.dgzmk.de/ 

 




Prinzip einer Iontophorese


CUP Syndrom
Abk. des engl. Ausdrucks "Cancer of Unknown Primary origin"  (= Krebs von unbekannter primärer Herkunft); Bez. für Sekundärtumore (Metastasen), bei welchen unklar bleibt, von welchem Primärtumor diese ausgehen. Man schätzt, dass etwa 5% dieser Sekundärveränderungen unter dieses Krankheitsbild fallen.

Curettage Kürettage

Curie
Ci
, engl.: do.; nicht mehr gebräuchliche Maßeinheit der Radioaktivität; inzwischen durch die SI-Einheit Becquerel (Bq) nach der Formel 1 Ci = 3,7x1010 Bq abgelöst.
SI-Einheiten

Cushing-Operation ; engl.: fractioned trigeminal neurotomy; Neurotomie des Trigeminus-Nerv bei einer Trigeminusneuralgie

Cuspidatus lat. für zugespitzt, Eckzahn

Cuticula
Oberhäutchen
, engl.: cuticle; feste Zellausscheidung an der Oberfläche von epithelialem Gewebe zum chem. und mechan. Schutz der darunter liegenden Zellschichten.
Cuticula dentalis oder enameli; Schmelzoberhäutchen

Cyste ; Zyste


zu Ca-Cm

[ Autor: Dr. Klaus de Cassan ]    [ Anfragen ]
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