Zahnwissen-Lexikon   Bn - Bz
Ba - Bm  
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Bogenmerkmal, Krümmungsmerkmal

Bogenschnitt
engl.: semicircular incision; Schlagwortbez. für eine bogenförmige chirurgische Schnittführung, so wie sie z.B. bei Zysten- oder Wurzelspitzenoperationen angewandt wird. Bekannt ist z.B. der "Bogenschnitt nach Partsch": eine im Vestibulum in Höhe des unteren Drittels der Wurzelspitze verlaufende Schnittführung, welche über drei Zähne verläuft und zum Zahn hin konvex ist.  (s. Abb.).
Die "Pichler Schnittführung" stellt einen umgekehrten B. dar und verläuft hoch zum Vestibulum hin (über/unterhalb der Wurzelspitze, je nach Kiefer); der Schleimhautlappen wird somit vom marginalen Parodontium her ernährt. Bessere Heilungsaussichten müssen bei diesem Vorgehen mit dem Nachteil einer schlechten Erweiterbarkeit der Schnittführung erkauft werden.


Bohn Perlen
Epithelperlen, engl.: Bohn's epithelial pearls, Bohn nodules; winzige Retentionszysten in Form von stecknadelkopfgroßen, weißen Knötchen beidseitig der Gaumennaht, ebenso an den Alveolarfortsätzen auftretend. Vorkommen bei Neugeborenen; spontane Rückbildung möglich.
Serres Perlen, Zyste

Bohren
engl.: drilling;
im eigentlichen Sinne wird damit eine spanartige Abtragung ("Spanabhub") durch mit Schneiden ausgestattete rotierende Instrumente ( Bohrer) bezeichnet (Gegensatz: Schleifen, engl.: grinding).
 umgangssprachliche Bezeichnung für zahnärztliche Maßnahmen im Sinne einer Kavitätenpräparation oder Präparationen an Zähnen allgemein.
Je nach Indikation und Technik werden mit entsprechenden Werkzeugen (Airotor, Winkelstück) Bohrgeschwindigkeiten bis zu 400.000 U/min erreicht. Als Bohrer dienen Hartmetall- oder Diamantinstrumente. Zur Kühlung u. Reinigung der Kavität ist bei normalen und größeren Abtragungen ein Wasser-Luft-Gemisch (= "Spray"; Kühlmenge mindestens 50 ml Wasser/min) erforderlich (sog. "nasse Präparation"). Als "Bohrschmerz" werden vor allen Dingen die feinen Vibrationen der rotierenden Bohrinstrumente bei niedrigen Umdrehungen (ab 175.000 Umdrehungen/Minute treten keine Vibrationen mehr auf) empfunden, verbunden mit einem unangenehmen pfeifenden Bohrgeräusch. Viele der alternativen Behandlungsmethoden stellen auf die Ausschaltung dieser unangenehmen Nebenwirkungen ab, erreichen aber nicht insgesamt die Qualität der konventionellen Zahnhartsubstanzabtragung.
Bohrer, Finieren, Kavitätenpräparation, Knochenleitung, Lasereinsatz in der Zahnheilkunde, Präparation, Schleifen
Bohrer
Präparationsinstrumente, engl.: burs, (dental) drill(s); rotierende Präzisions-Schneidewerkzeuge unterschiedlicher Form u. Größe zum Bearbeiten der Zahnhartsubstanzen (Dentin, Schmelz) aus versch. Metallen (Spezialstahl, Titan, Wolframcarbid usw.). Die Art der B. - z.B. beschichtet mit Diamant, Gummi, Karborund, Korund - ist abhängig von der Härte der Zahnsubstanz (Schmelz, Dentin) und/oder der Art der Präparation.
Genormt nach sog. ISO-Größen, erfolgt der Einsatz in Hand-/Winkelstücken oder Turbinen. Bekannte Bohrerbezeichnungen sind Fissurenbohrer, Hartmetallbohrer, Präparationsbohrer, Rosenbohrer oder auch Fräsen, z.B. Knochenfräsen.
Bohren, Explantationsbohrer, Finierer, Diamant, FG-Schaft, Handinstrument, Hartmetallbohrer, Mandrell, oszillierende Bohrer, Karborund, Präparation, Schaft, Schaftlochbohrer, Schleifen, SmartPrepTrepanbohrer, Versenkbohrer 

 


links: Rosenbohrer
rechts: Knochenfräse

Bohrprobe , Probetrepanation; Vitalitätsprüfung

Bohrtrauma , Präparationstrauma

BOI ®-Implantat
BOI-Verfahren; BOI = BasaleOsseoIntegration, "the better option implant"; kontrovers diskutierte Implantatart mit besonderem Einsatz im zurückgebildeten (atrophierten) Kiefer. Nach Eigenangaben (Dr. Ihde; info@dental-clinic.ch, 2004 ) stellt es das am häufigsten verwendete Verfahren zur einzeitigen Behandlung von Zahnverlusten beim Vorliegen einer extremen Alveolarfortsatzatrophie dar; alle anderen Verfahren würden mehrfache chirurgische Eingriffe (Augmentation, Distraktion, Knochentransplantation, dann Implantation, Freilegung, etc.) bedingen. Die Implantate bestehen aus Titan und sollen früher als herkömmliche Implantate (Schrauben-Implantate) belastbar sein im Sinne einer "Sofortimplantation/Sofortbelastung".
BOI-Implantologen werden in Frankreich, Belgien und im ehemaligen Yugoslavien ausgebildet. Vertiefende Infos mit zahlreichen Studien: Scortecci, Misch, Benner, Implants and restorative Dentistry, ISBN 1-85317-703-2.
http://www.boi.ch
Link zu Diskimplantaten: http://www.diskimplant.de/   
Gerüstimplantat, Implantat, MicroPlant™-System, Sofortbelastung


© der Grafiken: info@dental-clinic.ch

 

Bolk Gebissformel , engl.: Bolk dental formula Zahnformel

Bolk Höcker
engl.: Bolk's cusp; sehr selten auftretender kleines Höckerchen an den mesio-bukkalen Flächen der 2. und 3. Molaren
Carabelli Höcker, Odontomere, Tuberculum dentis, Zahnverschmelzung
http://jdr.iadrjournals.org/cgi/reprint/7/1/1.pdf oder © Journal of Dental Research (anthropologische Aspekte)


Bologna-Prozess
Bolgna-Deklaration, Schlagwortbez. für eine von Vertretern aus 29 Ländern 1999 in der ital. Stadt unterzeichnete unverbindliche Erklärung mit dem Ziel, einen europäischen Hochschulraum mit vergleichbaren Abschlüssen auf unterschiedlichen Niveaustufen (Bachelor, Master, Doktorat) zu schaffen, um die Mobilität der Studierenden innerhalb Europas zu fördern. Inzwischen (2008) stimmen 49 europäische Bildungsminister dieser Vereinbarung zu. Hierdurch soll die Mobilität von Lernenden und Lehrenden, die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigungsfähigkeit durch eine Qualitätssicherung verbessert werden. Folgende (z.T. schon umgesetzte, 2008) Kernziele stehen dabei im Vordergrund:
Schaffung von leicht verständlichen und vergleichbaren Studienabschlüssen; Straffung der Studiengänge
Schaffung eines dreistufigen, aufeinander aufbauendem Studiums, gegliedert in Bachelor, Master und Doktorat (meist als Doktor bzw. PhD (Philosophiae Doctor) bezeichnet)
Einführung eines sog. "Leistungspunktesystems", des European Credit Transfer System (ECTS)
ein lebenslanges "lebensbegleitendes Lernen"
Verzahnung des Hochschulraumes mit dem europäischen Forschungsraum
Davon zu trennen ist die Möglichkeit, sogenannte postgraduale Studiengänge zu belegen, mit dem Abschluss z.B. eines Mastergrades in einem zahnmedizinischen Fach. Die Verankerung des postgradualen Masters im Hochschulrahmengesetz im Jahre 1999 führte zu einer Flut von Angeboten.

In vielen Studiengängen ist die Bologna-Erklärung – auch international – schon umgesetzt worden. In Deutschland sind u.a. die Zahn- und Humanmedizinstudiengänge und -abschlüsse aus mannigfaltigen Gründen (noch) nicht verwirklicht. Dies führte in der jüngeren Vergangenheit vermehrt dazu, dass "interessierte Kreise" interessierten, approbierten Zahnmedizinern gegen erhebliche Geldsummen und immensen Zeitaufwand qualitativ oft umstrittene postgraduierte Fortbildungskurse angeboten haben, die mit häufig fantasievollen Titeln ihren Abschluss finden.

Die Stellungnahme des Hochschulverbandes zum B.-P. aus 2008 (Auszüge): Eine Zwischenbilanz der Bologna-Reformen falle ernüchternd aus. Die neuen im Rahmen der Profilbildung entstandenen Studiengänge seien so spezialisiert, dass ein Studienortwechsel während des Bachelor-Studiums im In- wie Ausland nahezu unmöglich sei. „Damit wird das Ziel, einen europäischen Hochschulraum zu schaffen, konterkariert“, hob Kempen hervor. „Bei der Mobilität haben wir kein Plus, sondern ein Minus.“ Von einem suggerierten Automatismus bei der Anerkennung von Studienleistungen sei man weiter entfernt als vor der Reform, da das ECTS-Kreditpunktesystem von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt würde und Leistungen kaum noch vergleichbar seien. Zudem habe sich die Zahl der Studienabbrecher erhöht und nicht verringert. Während jeder Fünfte das Universitätsstudium nicht zu Ende führe, sei es unter den Bachelor-Studierenden jeder Vierte. „So wie bisher kann es nicht weitergehen“ betonte Kempen.
ECTS-Leistungspunktesystem, Master, Master of Science
http://www.bolognanet.hrk.de/
Reaktion aus der Schweiz (Uni-Basel) zum B.-P. in den zahnmedizinischen Fächern (2009)
http://www.bmbf.de/de/3336.php , http://ec.europa.eu/education/policies/educ/bologna/bologna_en.html
kritische Betrachtung des B-P (Marius Reiser, F.A.Z.; 20.1.2009) u. kritische Betrachtung des B-P (Uwe Schimank, F.A.Z.; 17.4.2009)

Bolton Analyse
engl.: Bolton (tooth size) analysis; Berechnung des Zahngrößenverhältnisses von Ober- und Unterkiefer; gibt Auskunft darüber, ob Zahnbreitendiskrepanzen zwischen den OK- und UK- Zähnen bestehen. Die Breiten der 6 Frontzähne (= Anterior ratio) bzw. der 12 Zähne vom Zahn 6 bis zum Zahn 6 der Gegenseite (= Over-all ratio) werden addiert und mit Normwerten aus zwei Tabellen verglichen. Als Normwerte gelten nach B.:
Anterior ratio (auch "kleiner Bolton"): Unterkiefer zu Oberkiefer = 77,2 %
Over-all ratio (auch "großer Bolton"): Unterkiefer zu Oberkiefer = 91,3 %
Abweichungen von über 3 % werden als klinisch bedeutsam angesehen; man spricht von einer "Bolton Diskrepanz" (Bolton discrepancy, TSD)
Moyers Analyse, Neff-Verhältnis, Platzbedarfsanalyse, Tonn-Index
http://miami.uni-muenster.de/

Bolton Linie
engl.: Bolton line; Verbindungslinie des Bolton Punktes (höchster Punkt der Fossa condylaris, mit welcher der Schädel auf dem obersten Halswirbel ruht) mit dem Nasion
maxillofaziales Dreieck

BoLu-Regel
eine der Einschleifregeln; Abk. steht für  "Bukkal oben", " Lingual unten"; DoMu-Regel, Einschleifen, Einschleifregeln

Bolus , Kloß, Klumpen, im Mund aufbereitetes Nahrungsmittel,  engl.: do.; Kauakt, Schluckakt, Schluckreflex

bombiert
engl.: cambered; Ausdruck im Zusammenhang mit einem Matrizenband gebräuchlich: er besagt, dass das Band im Approximalbereich zum Nachbarzahn hin gewölbt ist. Hierdurch wird ein anatomisch ähnlicher, künstlicher Kontaktpunkt bei der Füllungstherapie erreicht.

Bond , Bonder, Bonding, Adhäsivtechnik

Bone Morphogenetic Protein
BMP
, knochenbildungsanregende Eiweißverbindung(en), Knochenmatrixproteine, knocheninduktive Materialien; Eiweiße, welche natürlicherweise nach einer Operation am Knochen von diesem in verstärktem Maß zur Heilung produziert werden. BMPs spielen eine wichtige Rolle in der Differenzierung von Zementoblasten und Osteoblasten (knochenbildende Zellen), wobei anscheinend einige Untergruppen dieser Proteine in der Lage sind, die Differenzierung und Mineralisation zu fördern, andere sie aber sie hemmen.
Sehr aufwendige und teure Herstellung einiger Eiweiße in einem gentechnischen Labor mittels "rekombinanter" DNS (rhBMP-2 (recombinant human Bone Morphogenetic Protein-2) in jüngerer Zeit möglich. Nach Tränken eines Trägermaterials ("Kollagenschwamm") mit BMPs wird dieses in den Knochendefekt gegeben, wodurch die körpereigenen Knochenbildungszellen stimuliert werden; sie bewirken eine verstärkte Osteoinduktion. Als Nachteil wird beim Einsatz dieser Methode zuweilen eine "überschießenden" Knochenneubildung beobachtet. Eine Routine-Anwendung in der zahnärztlichen Praxis ist bisher (2006) nicht in Sicht; eine erste Studie (Boyne, P J et al, 2005) kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der Sicherheit und Effektivität die konventionellen Knochenersatzmaterialien in Zukunft möglicherweise ersetzt werden könnten.
In 2005 wurde ein neues menschliches Protein entdeckt, dass die Knochenbildung und Knochenregeneration stark beschleunigt. Das sogenannte UCB (= University of California Bone) unterscheidet sich durch signifikant geringere unerwünschte Wirkungen als BMP.
Knochenersatzmaterialien, parodontale Regeneration, PRP-System

Bonnet-Stellung
Bonnet Schonstellung
, engl.: Bonnet's position; funktionelle Schonhaltung des Unterkiefers bei einer Gelenkserkrankung. Dabei tritt der Kopf des erkrankten Kiefergelenks fühlbar aus dem Gelenk heraus und die Unterkiefermitte verschiebt sich beim Öffnen zur gesunden Seite hin. Der Mund ist leicht geöffnet.
Arthritis, Kiefergelenkarthrose

Bonus
Bonusregelung
*) , Bonusheft, engl.: do., bonus regulation; Begriff aus der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV); 1989 ausschließlich in die zahnmedizinische Versorgung eingeführt - ab dem GMG auch für alle ärztlichen Leistungen möglich (Sozialgesetzbuch V, § 65a; Bonusprogramme) - , soll er eine finanzielle Belohnung für die Fälle sein, wo von Seiten des Patienten Zuzahlungen geleistet werden müssen. Die Ausführungsbestimmung sind 2003 neu gefasst worden; der neugefasste Text - aufgrund des durch das GMG geänderte Sozialgesetzbuch V lautet:
§ 30 Abs. 2 Satz 4 und 5
(2) Versicherte leisten zu der Versorgung mit Zahnersatz nach Absatz 1 einen Anteil von 50 vom Hundert der Kosten auf der Berechnungsgrundlage des Heil- und Kostenplans nach Absatz 4 Satz 3 an den Vertragszahnarzt. Satz 1 gilt nicht für im Zusammenhang mit Zahnersatz erbrachte konservierend-chirurgische und Röntgenleistungen. Für eigene Bemühungen zur Gesunderhaltung der Zähne mindert sich der Anteil um 10 Prozentpunkte. Die Minderung entfällt, wenn der Gebisszustand regelmäßige Zahnpflege nicht erkennen lässt und Versicherte während der letzten fünf Jahre vor Beginn der Behandlung
1.die Untersuchung nach § 22 Abs. 1 nicht in jedem Kalenderhalbjahr in Anspruch genommen haben und
2. sich nach Vollendung des 18. Lebensjahres nicht wenigstens einmal in jedem Kalenderjahr haben zahnärztlich untersuchen lassen.
Der Anteil mindert sich um weitere fünf Prozentpunkte, wenn Versicherte ihre Zähne regelmäßig gepflegt und in den letzten zehn Kalenderjahren vor Beginn der Behandlung die Untersuchungen nach den Nummern 1 und 2 ohne Unterbrechung in Anspruch genommen haben. Für Versicherte, die nach dem 31. Dezember 1978 geboren sind, gilt der Nachweis für eigene Bemühungen zur Gesunderhaltung der Zähne für die Jahre 1997 und 1998 als erbracht.
Es gelten folgende Eckpunkte:
Die weiter unten genannten Jahreszahlen müssen lückenlos sein; fehlt auch nur ein Jahr, so fängt die Zählung wieder bei Null an, = 50 % Eigenbeteiligung auf die gesetzlich vereinbarten Preise ( BEMA). Mehrleistungen (sog. außervertraglichen Leistungen werden von der B. nicht abgedeckt, sondern sind voll privat (nach Maßgabe der GOZ) an die Praxis direkt zu entrichten.
Im Gegensatz zur allgemeinen zahnärztlichen Empfehlung "Mindestens zweimal im Jahr zum Zahnarzt", reicht eine Untersuchung pro Kalenderjahr für diese Regelung aus.
Auch zahnlose Patienten müssen sich an die Eckpunkte halten (eine Untersuchung der Mundschleimhaut, Kiefergelenke usw. ist auch im zahnlosen Kiefer notwendig).
Werden Schäden an den Zähnen festgestellt, so müssen diese nicht in demselben Kalenderjahr behoben werden; es gilt das Datum der Untersuchung.
Die Regelung bezieht sich ausschließlich auf das Zuschussverhalten bei Zahnersatz und Reparaturen/Erweiterungen. Andere Leistungen - z.B. normale Füllungen, Zahnsteinentfernung usw. bleiben hiervon unberührt, da diese über Chip-Karte zu 100 % übernommen werden.
Ohne Bonus (= 0-4 Jahre) bezahlt die gesetzliche Krankenkasse zu vertraglich geregeltem Zahnersatz und Reparaturen einen Zuschuss von 50 % = 50 % Eigenbeteiligung
Bei 5 Jahren regelmäßigem Besuch beträgt dieser 60 % = 40 % Eigenbeteiligung
Bei 10 Jahren erhöht sich der Zuschuss um weitere 5 % auf 65 % = 35 % Eigenbeteiligung
Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen müssen in einem Bonusheft (s. Abb.) nachgewiesen werden. "Fast Dreiviertel der Frauen aber nur etwas mehr als die Hälfte der Männer pflegen ihr Heft. Gesetzlich Krankenversicherte mit höherer Schulbildung achten insgesamt sehr viel stärker auf die Aktualisierung des Bonusheftes als Personen mit einfacher Schulbildung. Immerhin ein Fünftel der Befragten gab an, nicht auf die Führung eines Bonusheftes zu achten, obwohl sich die Zuschüsse der Krankenkassen bei Zahnersatz dadurch um bis zu dreißig Prozent erhöhen (2012, KZBV)".

*) Mit der Einführung der Festzuschüsse 2005 haben sich die Bonuszahlen geändert, beinhalten im Prinzip aber das Gleiche, ebenso bleibt das Bonusheft erhalten, der Text muss nur bei einer Neuauflage geändert werden:
Die alte Berechnung (bis 2005) ging von den Gesamtkosten aus; davon übernahm die Krankenkasse mindestens 50 % = 0 % Bonus, bzw. 60 oder 65 % = 10 oder 15 % Bonus. Neu wird nun der Festzuschuss selbst als Grundlage genommen. Da er statistisch betrachtet 50 % der Gesamtkosten der Regelversorgung beträgt, muss er z.B., um auf 60 % Gesamtzuschuss zu kommen, um 20 % erhöht werden; bei 65 % Zuschuss muss eine Erhöhung um 30 % eintreten.

Bonusprogramme, Festzuschüsse, Gesetzliche Krankenversicherung, Regelversorgung, Eigenbeteiligung/Zuzahlung bei Zahnersatz
 Festzuschüsse ab 2005

Bonusprogramme
Bonuslösungen, engl.: bonus programs, bonus regulation; seit 2004 *) (GMG; §§ 65 a, 73 b, 137 f., 140 a SGB V) eröffnete Möglichkeiten der Krankenkassen, durch Satzungsregelung so genannte B. zu schaffen. Damit ist beabsichtigt, die Eigenverantwortung der Versicherten zu stärken und die Inanspruchnahme von Vorsorgeleistungen zu fördern. Bonuslösungen sind an die regelmäßige Teilnahme von Früherkennungsmaßnahmen bzw. qualitätsgesicherten Leistungen geknüpft. Bei der Gestaltung der Bonuslösungen sind die Krankenkassen frei und orientieren sich unter Wettbewerbsgesichtspunkten. Sie können auch Befreiungen von gesetzlichen Zuzahlungen vorsehen. Und so kann ein B. aussehen: Bei seiner Krankenkasse fordert man ein Bonusheft an, in dem der Arzt oder Leistungsanbieter die erfüllten Voraussetzungen quittiert. Die Bonuspunkte können für gesundheitsorientierte Sachprämien gesammelt, als Geldprämie ausgezahlt (bis zu einem best. Euro-Betrag im Jahr) oder als Beitragsermäßigung gut geschrieben werden.
Darüber hinaus haben die Kassen die Möglichkeit, ihre Versicherten an besonderen Versorgungsformen (hausarztzentrierte Versorgung, Disease-Management-Programme und Integrierte Versorgung) durch Bonuslösungen zu interessieren.
*) In die ZHK wurden schon 1989 erste Bonusregelungen eingeführt, welche sich bis heute (2006) sehr bewährt haben:
  Bonus

Bonwill
William Gibson Arlington, amerikanischer Zahnarzt, Philadelphia, 1833-1899. Nach ihm bekannt/benannt sind:
Bonwill-Artikulator; siehe Abb. links

Bonwill-Dreieck (Kieferdreieck): virtuelles, annährend gleichseitiges Dreieck mit ~ 10,5-11,5 cm Kantenlänge. Eckpunkte sind die Mittelpunkte der beiden Kiefergelenkköpfchen (Kondylenmittelpunkte) und der Mittelpunkt der unteren Schneidezähne (Inzisalpukt). Verwendung als Hilfsmittel bei der Einstellung von Gipsmodellen in einen Artikulator ("mittelwertige Artikulatormontage"). Balkwill-Winkel, Übertragungsbogen

Bonwill-Klammer: Bezeichnung für eine Doppelarmklammer (die 4 Klammerarme umfassen zwei benachbarte Zähne). Als Auflage dient das Gebiet oberhalb der Approximalflächen der beiden Klammer-Zähne; siehe Abb. rechts
Klammer


einer der "Ur-Artikulatoren" nach Bonwill
©: Uni-Greifswald




Bonwill-Dreieck
(Kieferdreieck)


Bonwill-Klammer

Bonyhárd-Klammer
Kugelkopfklammer, Tropfenklammer; engl.: Bonyhárd's clasp; benannt nach dem ungar. Prothetiker (1899-1944); von außen (buccal) an den Zahn greifendes einfaches Halteelement. Dient häufig als Oberbegriff für drei ähnliche Klammerarten (s. Abb.:)
  • Bonyhárd-Klammer
    die im äußeren Sattelteil der Prothese verankerte Klammer greift punktförmig an den Zahn
  • J-Klammer (nach Scheu); auch Y-Klammer
    statt des punktförmigen Zahnoberflächenkontakts ist dieser schildförmig, auch bekannt unter dem Namen Schildklammer nach Scheu
  • Budlong-Klammer
    modifizierte J-Klammer mit sehr viel längeren Klammerarmen

Allen Klammerarten ist gemein, dass sie nur als Provisorium gelten oder vereinzelt in der Kieferorthopädie eingesetzt werden, da sie die Klammerzähne unphysiologisch belasten und bei längerer Tragedauer erheblich schädigen können.
Klammer, Knopfanker, Zahnhalsklammer



Bonyhárd-Klammer

J-Klammer

Budlong-Klammer

 






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J oder Y-Klammer

 

 

 



die klammerarme liegen unterhalb des Äquators

Böök Syndrom
PHC-Syndrom
, engl.: Böök's syndrome; autosomal, dominante, selten Erkrankung mit Prämolaren-Unterzahl, Hyperhidrosis (übermäßige Neigung zur Schweißbildung an Handinnenflächen und Fingern) und Canites praematura (vorzeitige Grauhaarigkeit, schon im Kindesalter beginnend.

BOP
engl. Abk. von bleeding on probing; gemeint ist damit die Tatsache, dass eine Zahnfleischtasche bei Sondierung mit einem stumpfen Gerät (z.B. WHO-Sonde) eine Spontanblutung zeigt. Für die Sondierung soll nur ein leichter u. konstanter Druck von 0.2 bis 0.25N (20-25g) angewandt werden.
Rauchen mindert die Blutungsneigung nach Sondieren signifikant. Dieser Effekt ist bei starken Rauchern am deutlichsten ausgeprägt und am schwächsten bei ehemaligen Rauchern - daher erscheint das Parodont von Rauchern klinisch gesünder als das von Nicht-Rauchern. Die Gründe dafür sind bislang noch nicht gänzlich geklärt: Nikotin wirkt zwar vasokonstriktiv auf die Gefäße. Untersuchungen zeigten aber, dass die Durchblutungsrate im Zahnfleisch durch das Rauchen angeregt wird.
CPITN, Gingivablutungsindex, Gingivaindex, Papillenblutungsindex, SBI, Sondierungsblutung


Bild-Klick!
ausgeprägte Blutung auf Sondierung trotz plaquefreier Zähne u. klinisch entzündungs-
freier Gingiva

Bornholmmethode ; umfassendes Kariespräventionsprogramm ; http://www.dental.uni-greifswald.de/abteilung/kinder/bornholm.php

Borodontic Sonde
engl.: borodontic probe; in D wenig bekannte Sondenart zum Messen der Taschentiefe mit einem vorher eingestellten Druck; Gentle ProbeSonde

Botulinustoxin
Botulinumtoxin A
, (BTX-A), "Botox" engl.: botulinus toxin, botulismotoxin; das starke Gift wird vom anaeroben Bakterium Clostridium botulinum produziert und verhindert die Freisetzung von Acetycholin im synaptischen Spalt (Nervenübertragungsweg) und führt so zu einer Paralyse der Skelett- und der glatten Muskulatur. Der Abbau erfolgt innerhalb von drei Monaten. B. ist mittlerweile Therapie der Wahl bei zentral bedingten spastischen Beschwerden. Was die Behandlung von Muskelschmerzen angeht, ist die Datenlage bislang zumindest widersprüchlich.
Einsatz auch mit Minimaldosen in der kosmetischen Chirurgie und jüngst erfolgreich bei Kiefergelenksluxationen (Ausrenkung des Kiefergelenks) durch eine wiederkehrende Injektion des B. in den lateralen M. Pterygoideus. Eine generelle Behandlung mit B. bei chronisch myogen-orofazialen Schmerzen brachte in einer Studie kein positives Ergebnis: Beachtliche Kosten bei hoher Abbruchrate sowie kein Anhalt für eine Verbesserung der Schmerzen führten zu einem vorzeitigen Abbruch einer kanadischen Studie.
Die Häufigkeit von Schlucken und Mundabwischen kann bei neurodegenerativen Erkrankungen durch Infektion von Botulinum-Toxin A in die Parotis-Speicheldrüsen um etwa 50 Prozent reduziert werden.

Für die zahnärztliche Ausübung einer Faltenunterspritzung stellt die Bundeszahnärztekammer in 2011 folgendes klar (aus zm-online):
"Der Vorstand der Bundeszahnärztekammer hatte in seiner Sitzung am 13. April 2011 einstimmig folgende Stellungnahme verabschiedet: "Bei der Augmentation der Lippen und/oder perioraler Falten handelt es sich um kosmetische Eingriffe, die ärztliches, diagnostisches Fachwissen erfordern, um einer Gesundheitsgefährdung durch den Eingriff vorzubeugen. Die Eingriffe sind daher als Heilkunde anzusehen." Und weiter: "Ausübung der Zahnheilkunde ist die berufsmäßige auf zahnärztlich-wissenschaftliche Erkenntnisse gegründete Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Der von der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde umfasste Bereich erfasst das zum Mund gehörende Gewebe, das heißt, den Mundinnenraum, begrenzt durch das Lippenrot." Die Lippenunterspritzung sei deshalb vom Begriff der Zahnheilkunde umfasst und darf von Zahnärzten ausgeführt werden. "Die Behandlung der Gesichtsoberfläche, insbesondere der perioralen Falten oder der Naso-Labial-Falten gehört dagegen grundsätzlich nicht zu den der Zahnheilkunde zugewiesenen Körperbereichen.""

bovin
bovinus
, engl.: bovine; ein Rind betreffend. Gebräuchlich bei den Knochenersatzmaterialien "boviner Herkunft" = Ersatzgewebe, welches von Rindern (oder Kälbern) stammt und entsprechend aufbereitet wurde. Im Rahmen der BSE (bovine spongiforme Enzephalopathie)-Diskussion von Laienseite aus skeptisch beurteilt.
Knochenersatzmaterialien

Bowen-Formel
engl.: Bowen's formula (1962 patentiert); nach dem Washingtoner Chemiker Bowen benannte organische Formulierung "Bis-GMA" (Bisphenol-Glycidylmetacrylat; Reaktionsprodukt von Bisphenol A und Glycidyl Methacrylat, welches auftritt, wenn UV-Licht oder eine Katalysator-Paste zugeführt wird; später auch unter den Namen "Bowen Resin" o. Bowen Monomer" bekannt), sog. "organische Matrix", welche bei Zahnfüllungen (Komposites) mit anorganischen Füllkörpern als "stabilisierende" Substanzen (z.B.: feingemahlener Quarzsand von einer im µm-Bereich liegenden Größe) angereichert wird. Der Verbund der Füllkörper mit der organischen Matrix erfolgt über einen Haftvermittler in Form einer organischen Silanverbindung. Grundlage der meisten heute (2014) gebräuchlichen Komposites und Versiegler. Aufgrund der hohen Viskosität des Komplexes "Metacrylat-Füllstoffe" muss ein Verdünner (Bisphenol A, in jüngerer Zeit u.a.: TEGDMA) zugesetzt werden, was die mechanisch-physikalischen Eigenschaften des Komposits verschlechtert.
Ebenfalls von Bowen wurde der Begriff "Composite" (engl. für "vielfältig" o. "zusammengesetzt") für den zahnärztlichen Bereich geprägt.
Die Aufnahme von Bisphenol (A) in hohen Dosen kann im Tierversuch Östrogen-ähnliche Wirkungen auslösen.
Bisphenol, Komposites, Komposite - "Toxizität"

Boxerschutz , Mundschutz

Boyd-Schiene ; NTI TSS

B-Punkt
knöchernes Kinngrübchen, engl.: B point; tiefste Stelle der Einziehung zwischen der Vorwölbung der Alveolarfächer der mittleren unteren Schneidezähne und dem knöchernen Kinnvorsprung. Gilt als vorderes Ende der unteren apikalen Basis.
A-Punkt, SNB-Winkel

Bracket
Brackets, Häkchen, engl.: do. für Stütze, Träger; Befestigungselement für festsitzende kieferorthopädische Apparaturen ( Vierkantbogen), meist auf metallischer Basis. Zahnfarbene B. (Keramik, Kunststoff) sind hinsichtlich ihrer Belastbarkeit reinen Metallkonstruktionen unterlegen.
B. werden verschiedenartig auf der Zahnoberfläche befestigt: Selbstklebend oder lichthärtend, auf Komposite- oder auf Glasionomerzement-Basis; die Befestigung erfolgt i.d.R. an den Außenflächen der Zähne. Bei sachgerechter Anwendung ist mit verschiedenen Zementen eine zufrieden stellende Befestigung von B. zu erzielen. Wichtig ist es vor allem eine Sauberkeit und Trockenheit bei der Zementierung, da dadurch unabhängig von der Wahl des Klebers die Haftkraft signifikant bestimmt wird. Naturgemäß stellen Brackets Karies-Prädilektionsstellen dar, was den Einsatz Fluorid-freisetzender Zemente auf Glasionomer-Basis befürwortet, da diese den Bereich rund um das B. besser remineralisieren.
Neue "bioaktive" Zemente befinden sich erst in der Entwicklungsphase - so haben US-amerikanische Wissenschaftler einen neuen Kleber vorgestellt. Dieser soll Kalzium- und Phosphat-Ionen freisetzen, sobald er von saurem Speichel umspült wird. Die Methode wird als "mineralized tissue regeneration" bezeichnet. Als Grundlage des Zements dient amorphes Kalzium-Phosphat, gemischt mit Silikon oder Zirkonium. Bislang ist der neue Zement allerdings nur in in-vitro-Studien erfolgreich getestet worden, klinische Studien sind in Vorbereitung.
Die Suche nach biokompatiblen und korrosionsbeständigen Legierungen hat in den letzten Jahren auch bei den B. aus Metall zu neuen Entwicklungen geführt. Neben nickelreduzierten Legierungen findet auch der Werkstoff Titan in Reinform oder als Ti-Al-Verbindung Verwendung.

Die besonders aus kosmetischen Gründen bisweilen angewandte "Lingualtechnik" - die Brackets werden an der Innenseite der Zähne befestigt - hat neben den erwähnten kosmetischen Vorteilen aber auch entscheidende Nachteile:
  • Die Einengung des Zungenraums wird von vielen Patienten als unangenehm empfunden
  • Ebenso lästig wurden die Veränderung der Zungenlage und die Verletzungen an der Zunge beschrieben - bis hin zu Veränderungen der Sprache
  • Behinderung der Kau- und Abbissfunktion - deutliche Einschränkung der Mundhygiene

Das Entfernen von Brackets wird als Debonding bezeichnet. Neben versch. konventionellen mechanischen Techniken (Abscheren/Absprengen mit speziellen Zangen) hat sich in jüngster Zeit bei keramischen B. das Wärme-Debonding (Erwärmung des Klebers) mit einem Nd:YAG-Laser mit Energien von 2 - 3 J bewährt.

Eine gute Mundhygiene ist bei dem Einsatz von B. unabdingbar, da die natürliche Selbstreinigung durch Mastkation erheblich eingeschränkt ist. Weiter entstehen durch das Bebändern schwer zugängliche Räume - durch Plaque in den Nischen kommt es rasch zu Karies und Zahnfleischentzündungen ( White Spot) - das Kariesrisiko ist erheblich erhöht. Weiter wurde festgestellt, dass der Mineralverlust um die Brackets herum bei Verwendung von Glasionomerzement als Befestigungsmaterial deutlich geringer als bei Komposite. Festsitzende kieferorthopädische Apparaturen sind trotz verbesserter Materialien und Präventionsmaßnahmen mit einem erheblichen Risiko für die Entkalkung des Schmelzes und der Ausbildung von „white spot lesions“ verbunden. Empfehlungen besagen, dass der routinemäßigen Einsatz von Fluoridlacken begleitend zur Multibandtherapie vor allem bei Patienten mit dürftiger Mundhygiene und mangelnder Compliance erwogen werden sollte.

Glattflächenversiegelung, Ligatur, Lingualtechnik, Multiband-Apparatur, QuadHelix, Retraktionsbogen, Torque Bewegung, Vierkantbogen, Weingart-Zange, Zahnbewegungen
Video: Wirkungsweise im 18-Monate-Zeitraffer
Mikroinvasive Behandlung von post-orthodontischen White Spots auf Glattflächen



© der oberen Grafiken: http://www.forestadent.com


links:
B. aus Keramik
rechts:
B. aus Metall


B. aus Kunststoff
©: Dentaurum


gemischte
B.-Arten:
im sichtbaren Bereich aus Keramik, sonst aus Metall


Lingualtechnik



Folgen mangelhafter
Mundhygiene nach Bracketabnahme

bradytroph
"langsam im Stoffwechsel", engl.: bradytrophic; Gewebe mit dieser Eigenschaft werden meist durch Diffusion aus der sie umgebenden Körperflüssigkeit versorgt und weisen nur wenige bzw. keine Blutgefäße auf. Beispiele für bradytrophe Gewebe sind Knorpel oder die Augenlinse.

Brånemark Implantat
nach dem schwedischen Anatom Professor B. benanntes enossales Schraubenimplantat (engl.: screw-type implant) in Form eines Zylinders aus Titan. Anwendung seit ca. 40 Jahren (2006); inzwischen mit zahlreichen Modifikationen. Das System gilt auch heute noch als das vielseitigste und meist angewandte System der Welt. http://download.nobelbiocare.com/
Professor B. gilt als einer der bedeutenden Pioniere der neuzeitlichen Implantologie.
Implantat, Special: Implantate

Brechreiz , Würgereiz

Breiten-Längen-Index , engl.: mandibul(oalveol)ar index; Unterkieferindex

Breitstand , ungewöhnliche Bez. für eine lückige Zahnstellung; Lückengebiss, Wechselgebiss

Brillenhämatom
Lidhämatom
, engl.: bilateral periocular hematoma, (bilateral) black eye; brillenartige, beide Augen umgebende dunkelblaue Ringe als Folge von Hämatomen; z.B. sichtbare Folge einer Schädelbasisfraktur. Ist nur eine Augenpartie betroffen spricht man von einem Monokelhämatom.
LeFort


Monokelhämatom

Brinell , Härteprüfung

Brite Smile™-Verfahren , Bleichen

Bromelain
aus dem Stamm der Ananas gewonnene Cystein-Protease (Enzym) mit blutverdünnender und entzündungshemmender Wirkung. http://www.bromelain.de/

BRON ; Abk. von Bisphosphonate Related Osteonekrosis ; Bisphosphonate

Brown Spot , Zeichen für eine zum Stillstand gekommene, z.T. ausgeheilte Initialkaries; White Spot

BRT
Abk. von: Basic Root Canal Treatment; in deutscher Übersetzung etwa: " einfache, klinische effiziente Wurzelkanalbehandlung. Von einem "Wittener Team" um OA Dr. Rainer Jordan (Uni Witten-Herdecke) in Gambia 2006 entwickeltes Konzept einer "Wurzelkanalbehandlung unter schwierigen Bedingungen", welches in zahnärztlich stark unterversorgten Ländern die Lücke zwischen einer hochwertigen Wurzelkanalbehandlung und der sonst zwangsläufigen Zahnextraktion schließen soll. Zur Durchführung dieser Methode sollen entsprechende "Community Oral Health Workers (COHWs)" zahnärztlich geschult und dann eigenverantwortlich eingesetzt werden. Diese Aktion läuft in Abstimmung mit der Ethikkommission der WHO und dem zuständigen Gesundheitsministerium.
Grundlage der "einfachen" Wurzelkanalbehandlung ist die sog. "Grossman-Methode": mit einem klar definierten Instrumentensatz wird die eröffnete Pulpa entfernt und der Wurzelkanal erweitert und gereinigt. In der selben Sitzung erfolgt die endgültige Wurzelkanalfüllung. Sie besteht aus einem zentralen Guttaperchastift in Kombination mit einem von Grossman entwickelten Zinkoxid-Eugenol-Zement als Sealer. Der definitive Verschluss der Kavität (koronaler Verschluss) erfolgt schließlich mit einem Glasionomerzement.
BRT könnte künftig das ART-Spektrum in unterentwickelten Ländern erweitern.
ART Technik

Bruchspaltabszess
Bruchspaltinfektion, engl.: abscessed fractured tooth ?, abscess in the fracture gap; Vereiterung im Bereich eines (meist offenen) Knochenbruchspaltes. Besonders dann im Unterkiefer bei einem Kieferbruch anzutreffen, wenn bei einer Kieferwinkelfraktur eine Weisheitszahnbeteiligung vorliegt: durch den offenen Zugang zur Mundhöhle können Speichel und andere Verunreinigungen in den Bruchspalt eintreten und so eine primäre Heilung verhindern. Kann bei Nichtbehandlung zur Bruchspaltosteomyelitis oder Pseudoarthrosen führen.
Kieferbruch, Weisheitszahn

Brücke
Brückenersatz, engl.: bridge, bridgework, fixed partial denture; festsitzender (Ausnahme: abnehmbare Brücke) parodontal abgestützter/getragener Zahnersatz welcher über Anker (i.d.R. Kronen) an Pfeilerzähnen befestigt wird. Dies hat zur Konsequenz, dass auf die B. einwirkende (Kau-)Kräfte - wie im natürlichen Gebiss - ausschließlich von den Pfeilerzähnen aufgenommen werden. Diese besitzen dazu eine unterschiedliche Eignung ( Pfeilerzahnwertigkeit).
Eine Brücke besteht immer aus Brückenankern und Brückenzwischengliedern - dabei können als Anker natürliche Zähne oder Implantate (Implantatbrücke) bzw. eine Kombination beider dienen.
Die klassische Indikation für diesen festsitzenden Zahnersatz besteht in der Versorgung einer Schaltlücke (Kennedy-Klasse III); ebenso zur Herstellung einer vollständigen Prämolarenokklusion mittels Extensionsbrücken (Freiendbrücke; Kennedy-Klasse I u. II).
Die Einteilung der versch. Brückenarten kann unter mehreren Aspekten erfolgen:
  • nach der Lage der Pfeiler wird unterschieden in:
    einspannige Brücke
     (sog. Endpfeilerbrücke)
    mehrspannige Brücke
    (sog. Endpfeilerbrücke)
    Freiendbrücke
    (Extensionsbrücke)

     

  • nach der (Aus-)Formung des Brückenzwischengliedes in:
    Basisbrücke
    (Einsatz aus kosmetischen
    Gründen immer im
    sichtbaren Bereich)
    Das Zwischenglied sollte -
    wenn möglich - nur punkt-
    förmig der Schleimhaut
    aufliegen

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    unterspülbare Brücke,
    "Schwebebrücke"
    (optimal immer dann, wenn
    keine kosmetischen Gründe
    dagegen sprechen)

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  • nach der Anzahl der Brückenzwischenglieder
    eingliedrig
    mehrgliedrig

     

  • nach der Art der Pfeilerzähne
    normal

    (eigene Zähne)

    implantatgetragen
    (ausschließlich o.
    kombiniert ("Hybridbrücke", "Kombinationsbrücke", Verbundbrücke))

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Daneben kann noch unterschieden werden in:

  • festsitzende Brücke, Normalfall, die Brücke wird fest einzementiert und ist nur unter Beschädigung vom Zahnarzt wieder herauszunehmen
  • herausnehmbare Brücke, meist in der Form einer Teleskopbrücke. Diese kann vom Patienten zur optimalen Mundhygiene selbst herausgenommen werden.
  • Eine Zwischenform stellt die bedingt abnehmbare Brücke dar, welche meist mit den Pfeilerzähnen verschraubt ist und nur in einer zahnärztlichen Praxis entfernt werden kann
  • Inlaybrücke: Die Pfeilerzähnen bestehen nicht aus Kronen, sondern aus Metallguss-Füllungen (Inlays; s. Abb. rechts ). Die Zahnhartsubstanzschonung bei dieser Brückenart hat eine verminderte Retention an den Pfeilerzähnen zur Folge.
    Neuere Techniken setzen Glasfaser-verstärkte Komposites ein und befestigen diese adhäsiv an den Pfeilerzähnen. Eine 2005 erstellte Studie der Uni Zürich (Göhring, T N et al.: Inlay-fixed dentures adhesively retained and reinforced by glass fibers: clinical and scanning electron microscopy analysis after five years. Eur J Oral Sci 2005; 113: 60-69) bescheinigt dieser Technik nach 5 Jahren nur eine Überlebensrate von 73 % - häufigste Fehlerquelle war eine Delamination des Kompositmaterials vom Glasfasergerüst.
  • Frontzahnbrücke (s. Abb. rechts): Es werden meist die 4 Schneidezähne ersetzt, als Pfeiler dienen die Eckzähne und zur Stabilisierung die ersten kleinen Backenzähne
  • Klebebrücke
  • provisorische Brücke, hergestellt meist aus einem Kunststoffmaterial, um die Wartezeit zwischen Präparation und Fertigung im Labor aus kosmetischen und funktionellen Gründen zu überbrücken; sie werden mit einem provisorischen Befestigungszement (z.B. Zinkoxyd) befestigt. Sonderfälle stellen Langzeitprovisorien dar, wo aus diagnostischen Gründen (z.B. Bisshebung) oder Heilungsgründen (z.B. umfangreiche Parodontalbehandlung) mehrere Monate mit der endgültigen Versorgung abgewartet werden muss

abnehmbare Brücke, Basisbrücke, Disparallelität, Endpfeilerbrücke, Entfernung von festsitzendem Zahnersatz, Fingerhutbrücke, FRC-Technik, Freiendbrücke, Frontzahnbrücke, Haltbarkeit von Zahnersatz, Haltbarkeit von zahnärztlichen Arbeiten, Implantatbrücke, kombiniert festsitzende Versorgung, Krone, KronenrandPfeilerzahn(-wertigkeit),  "rosa Ästhetik", Schwebebrücke, Spaltbrücke, Stressgeschiebe, Targis Vectris, Verbundbrücke, Zahnlücke
Special auf Zahnwissen.de (Brücken)
Festsitzender Zahnersatz für zahnbegrenzte Lücken (DGZPW) ; © DGZPW
Implantate im Vergleich zu dreigliedrigen Brücken: Überleben, Komplikationen, Vorteile für Patienten. Eine systematische Überprüfung bezüglich wirtschaftlicher Aspekte



Folgen einer nicht behandelten Zahnlücke:
Durch den fehlenden Backenzahn im Unterkiefer sind die Nachbarzähne in die Lücke gekippt - tiefe Zahnfleischtaschen sind die Folge.
Der gegenüberliegende Zahn hat sich in die Lücke hinein verlängert - Karies tritt an den Seitenflächen auf

 


Grundprinzip einer
Brücke
(sog. Endpfeilerbrücke)


Ersatz einer Zahnlücke durch:

Vollgussbrücke oder

eine Metall-Keramik-Brücke



VMK-Brücke:
Außen- u. Innenansicht


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Parallelität der
Brückenpfeiler



Inlaybrücke

 

 

 


Frontzahnbrücke

Brücke , abnehmbare
herausnehmbare Brücke
, Telekopbrücke, engl.: removable bridge, telescopic bridge, auf der Basis von Teleskopkronen (Doppelkronen) beruhende Brückenkonstruktion, welche an natürlichen Zähnen oder Implantaten als Brückenpfeiler verankert ist und vom Patienten zur Reinigung entfernt werden kann. Zusätzlich noch eine Unterscheidung in die bedingt abnehmbare Brücke, engl.: fixed-movable bridge, welche - konstruktionsbedingt (meist Verschraubung) - nur vom Zahnarzt entfernt werden kann.
Großer Vorteil dieser Brückenkonstruktion ist neben der guten Reinigung und somit Schaffung guter mundhygienischer Verhältnisse, die Erweiterbarkeit der Brückenkonstruktion für den Fall, dass ein Brückenpfeiler krankheitsbedingt entfernt werden muss. Bei "normalen" Brücken ist in diesen Fällen meist eine (teure) Neuanfertigung erforderlich. Nachteilig ist häufig das durch die Doppelkronen bedingte stärke Auftragen der Brückenkonstruktion bzw. eine intensivere Präparation der Brückenpfeiler.
Brücke, Frontzahnbrücke, Kombinationsprothese, Teleskopkrone 
Spezial auf Zahnwissen.de


fehlende mittlere Schneidezähne; Zustand nach Präparation für eine herausnehmbare Brücke


auf die Zahnstümpfe werden  Goldkäppchen (Teleskope) fest aufzementiert...


... auf welche die Brücke (herausnehmbar) gesetzt wird


Zustand im Mund

 

Brücke, geteilte; engl.: sectional partial denture Stressgeschiebe, Torsionsgeschiebe

Brückenanker , Brückenpfeiler, engl.: anchored cap, bridge abutment  Brücke

Brückengerüst, (Metall-)Gerüst, engl.: bridge (metal) framework; Metallkeramik

Brückenglied
Brückenzwischenglied, engl.: pontic; das Teil einer Brücke, welches den (die) fehlenden Zahn (Zähne) ersetzt. Nach Form und Kontakt zum Zahnfleisch unterscheidet man grob 5 versch. Arten:

keine Auflage (Schwebeglied; Sanitary Pontic), bei welchem das B. keinen Kontakt zur Schleimhaut hat ("unterspülbar", hygienic pontic); vom hygienischen Standpunkt her optimal, aber kosmetisch und phonetisch ungeeignet
sattelförmige Auflage ( (full) ridge-lap pontic); die Auflage hat ca. die Größe des Querschnitts eines natürlichen Zahnes (sog. "Flächenbrücke"). Gute funktionelle und kosmetische Eigenschaften, aber nur unzulänglich zu reinigen; gilt als obsolet
modifizierte sattelförmige Auflage (modified Ridge-lap Pontic); die Auflagefläche am Zahnfleisch ist zur besseren Reinigungsmöglichkeit leicht konkav gehalten. Speisereste können sich festsetzen bzw. ohne Hilfsinstrumente (z.B. Zahnseide, Zahnstocher) schwere Entfernbarkeit derselben
punktförmige Auflage (labiale Facette; Ridge-lap Facing); gute Hygienefähigkeit, jedoch störendes Zungengefühl und leichtes Festsetzen von (fasrigen) Speisen, unbefriedigende Kosmetik; Tangentialbrücke
ovalförmige Auflage und Gestaltung des Gliedes (Ovate Pontic); sehr guter kosmetischer und guter hygienischer Aspekt; schwerer als die anderen Formen herzustellen (Größe des Ovals ist individuell sehr verschieden)
Brücke
Spezial auf Zahnwissen.de

Brückenpfeiler , Brückenanker, Pfeilerzahn; engl.: bridge abutment; Brücke

Brünieren
engl.: burnishing; eigentlich: Verfahren zur Behandlung von Metalloberflächen durch Herstellen einer dünnen Oxidschicht; in der ZHK auch gebraucht für Kaltverformung eines Metalls/einer Legierung durch "Anreiben" im Rahmen einer Politur oder Verarbeitung (z.B. Brünieren einer Amalgamfüllung durch einen Kugelstopfer).
Finieren

Bruxismus
Knirschen und Pressen; engl.: (teeth) grinding, bruxism; ständiges Aneinanderpressen oder -reiben von Ober- und Unterkieferzähnen. B. wird als das parafunktionelle Pressen und Knirschen zwischen der oberen und unteren Zahnreihe definiert; es wird vermehrt als Folge von "emotionalem Stress" (negativer Stress = "Disstress") angesehen. Während dieser Tätigkeit werden extrem starke Kräfte über unterschiedlich lange Zeiträume ausgeübt. Bruxismus-Patienten können Presskräfte von 800 Newton (N) und mehr entwickeln, welche damit weit über den Kräften liegen, die beim Kauen auftreten (ein Gewicht von 1 kg entwickelt einen Druck oder Zug von 9,8 Newton). Diese biomechanische Belastung verursacht zahlreiche zahnärztliche Probleme wie Schmelzbeschädigungen, Überempfindlichkeit, parodontale Erkrankungen und Funktionsstörungen des Muskelapparates und der Kiefergelenke.
Mindestens ein Drittel aller Erwachsenen knirscht zeitweise mit den Zähnen; rund achtzig Prozent der Betroffenen sind Frauen zwischen 30 und 45 Jahren.
Psychischer Stress und emotionale Spannungen werden bereits seit Langem im Zusammenhang mit dem B. beschrieben. Es wurde auch beobachtet, dass das aggressive Beißen mit einer signifikanten Reduktion des Stress-induzierten Anstieges des Noradrenalinumsatzes im Gehirn, des DOPAC-Gehaltes im Striatum und der Verhinderung von Magen-Darmgeschwüren bei experimentellen Tieren einhergeht.
Patienten, die nach eigenen Angaben sowohl nachts als auch tagsüber knirschen, haben ein deutlich höheres Risiko orofaziale Schmerzen zu entwickeln als Patienten ohne diese Angewohnheit. Auch das Kauen von Fingernägeln ( Habits) erhöht das relative Risiko.
Eine ursächliche zahnärztliche Behandlung ist beim B. nicht möglich ( Knirschen)
Abrasionsgebiss, adjustiert, Aufbiss-Schiene, Bitestrip, Gleithindernis, Implantat: Risikofaktoren, Kauakt, Kaukraft, Károlyi Effekt, Knirschen, Masseter, Michigan-Schiene, Parafunktion, Stress
http://www.zahnheilkunde.de/beitragpdf/pdf_5960.pdf
 


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starke Abrasionen als folge eines ausgeprägte B.

Bruxofacette , Knirschfläche, Schlifffacette

Buckley-Lösung , Buckley-Mischung, (nach J. Buckley, Hollywood, 1873-1942),  Buckley's solution; Formokresol

Budget
Budgetierung, Deckelung, Festbetrag, Plafond, engl.: do., or fixed amount;  Begriff aus der Gesetzlichen Krankenversicherung: Für die Vergütung ärztlicher/zahnärztlicher Leistung wird von Seiten der Gesetzlichen Krankenkassen ein fester Jahreshöchstbetrag (= Budget) in Raten als Gesamtvergütung an die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen überwiesen, welche dieses Geld nach den Kriterien eines Honorarverteilungsmaßstabes (HVM) an die Ärzte/Zahnärzte ausbezahlen. Die Höhe des B. resultiert meist aus den Durchschnittswerten vergangener Jahre und kann mit (sozial-politischen) Abschlägen oder Zulagen versehen werden. Etwa 70 Prozent der Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung für den zahnmedizinischen Sektor sind budgetiert (2010). Nur die Bereiche Zahnersatz und Individualprophylaxe für Kinder und Jugendlichen sind davon ausgenommen. Das insgesamt für zahnmedizinische Versorgung zur Verfügung stehende Honorarvolumen blieb in den letzten Jahren weitgehend konstant. Andererseits haben sich andere Faktoren ständig verändert: so stieg beispielsweise die Zahl der niedergelassenen Zahnärzte jedes Jahr um ein bis zwei Prozent oder die Praxiskosten (z.B. Gehälter, Materialien, Mieten) stiegen stetig. All diese Faktoren müssen aber aus einem nahezu gleich bleibenden B. abgedeckt werden. So hat z.B. die Budgetierung im Jahr 2008 dazu geführt, dass die Zahnärzte in der GKV rein rechnerisch ca. 1,7 Mio. Patienten umsonst behandelt haben, da Leistungen mit einem Volumen von rund 148 Mio. Euro aufgrund von Budgetüberschreitungen nicht vergütet wurden.
Für die einzelnen medizinischen Fachbereiche werden sog. sektorale Budgets gebildet.

Kritiker sehen in B. eine erhebliche qualitätsmindernde Maßnahme in der medizinischen Versorgung, da eine Rationierung vorgeplant ist, denn unbegrenzte medizinische Leistungen mit begrenzten finanziellen Mitteln sind auf die Dauer betriebswirtschaftlich nicht erbringbar. Wenn auch mit einer Budgetierung kurzfristige politische "Sparerfolge" zu erzielen sind, löst dieses Vorgehen nicht auf Dauer die Strukturprobleme der Gesetzlichen Krankenversicherung und übt einen nur geringen Einfluss auf die Nachfrage medizinischer Leistungen und die Eigenverantwortung des Patienten für seine Gesundheit aus.
Juristisch besteht schon seit vielen Jahren folgende Problematik:
Jeder Gesetzlich Versicherte hat stets Anspruch auf eine angemessene Behandlung, die Honorare der Ärzte sind aber begrenzt. Weiter muss das Wirtschaftlichkeitsgebot beachtet werden. Haftungsrechtlich besteht aber nur dann eine Sicherheit, wenn stets das Optimale angeboten wird.

Vergütungen für Zahnersatz nach der Regelversorgung unterliegen ab 2005 nicht mehr dem B. und werden auch nicht bei der Degression angerechnet. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) geht aber davon aus, dass das bisherige Gesamtvolumen nicht überschritten wird.
Angestellter Zahnarzt, Degression, Einzelleistungsvergütung, Gesamtvergütung, Gesetzlichen Krankenversicherung, KassenabrechnungPatientenquittung
 Festzuschüsse ab 2005
 

 


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Zahlungsfluss bei einer unbudgetierten Sachleistung


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Zahlungsfluss bei einer budgetierten Sachleistung

Budlong-Klammer , Bonyhárd-Klammer

Bügelprothese
Teilprothese mit Sublingualbügel, engl.: connector prosthesis; Schlagwortbezeichnung für eine Teilprothese dessen Prothesensättel mit einem Stahlbügel (meist Sublingualbügel = unter der Zunge verlaufend) miteinander verbunden sind.
Teilprothese

BuGO-Z
Abk. für BundesGebührenOrdnung - Zahnärzte (zahnärztliche Gebührenordnung bei der Behandlung von Privatpatienten), 1965 erlassen. Wurde 1988 durch die GO-Z (88) abgelöst. Deren Vorgängerin war die PREUGO (Preußische Gebührenordnung, 1924) welche in der "Ex-DDR" noch bis zur Wende 1990 in großen Teilen galt.
GOZ
21 beispielhafte Leistungen im Vergleich BEMA 2011, GOZ 1988, ggf. GOZ 2012 und Bugo-Z von 1965

bukkal
auch buccal, aber nicht: buckal, wangenwärts, engl.: buccal;  Zahnfläche, welche zur Wange hin (nach außen) gerichtet ist. Wird angewandt bei den kleinen u. großen Backenzähnen. Bei den Schneidezähnen wird die gleiche Fläche mit labial bezeichnet. Oberbegriff für beide Ausdrücke ist vestibulär.
Mundvorhof, Zahnflächen

Bukkalkorridor, engl.: ?; Schattenzone zwischen Wange und Zahnreihen beim Lachen; Ästhetikschablone

Bulimie
"Ess-Brech-Sucht"; vom griech. boulimia = "Ochsenhunger"; engl.: bulimia; gestörtes Essverhalten ("Ess-Störung") mit Heißhungeranfällen u. anschließend absichtlich herbeigeführtem Erbrechen, meist bei jungen Frauen zwischen 15 und 30 Jahren auftretend; seit 1980 als eigenständiges Krankheitsbild medizinisch beschrieben und dadurch gegen die Magersucht (Anorexie) abgegrenzt.
Durch das häufige Erbrechen, aber auch durch spezielle Ernährungsgewohnheiten (z.B. viel saures Obst) und die zum Teil übertriebene Mundhygiene, um den Atemgeruch zu überdecken, kommt es zu einem erheblichen Verlust der Zahnhartsubstanz ( erosionsbedingte Zahnschäden). Abgesehen von den Folgen, die dies aus zahnärztlicher Sicht hat, stellen die immer unansehnlicher werdenden Zähne auch eine massive psychische Belastung für die Betroffenen dar und tragen zur Verschlimmerung der Grunderkrankung bei. Zahnärztliche Symptome sind z.B. Zahnerosionen, Speicheldrüsenschwellung und trockene, rissige Lippen.
Untersuchungen zeigen, dass bei zehn Prozent der Mädchen und zwei Prozent der Jungen bulimische Verhaltens- und Denkweisen festzustellen; vor allem bei der B. ist das Alter der Ersterkrankten um etwa drei Jahre auf 15- bis 16-Jährige gesunken (2005). Risikofaktoren für Essstörungen sind u.a. ein instabiles Selbstwertgefühl sowie ein ausgeprägtes Schlankheitsideal; oft spielt auch das private Umfeld (Familie) eine entscheidende Rolle.
Eine krankhaft gesteigerte Nahrungsaufnahme wird als Polyphagie bezeichnet.
In Deutschland leiden etwa 3,7 Millionen Menschen unter Untergewicht (2009). Davon sind 100.000 an Magersucht und 600.000 an B. erkrankt.
erosionsbedingte Zahnschäden, Pica, Psychosomatik, Reflux
http://www.dick-und-duenn-berlin.de/ ; http://www.magersucht.com/

 

 


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Rückseite der Oberkiefer-Schneidezähne einer
langjährig Essgestörten Patientin, die regelmäßig erbrochen hat. Infolge intrinsischer Erosion liegt großflächig Dentin frei

Bundesausschuss
Zahnärzte und Krankenkassen; historisch, da durch das GKV-Modernisierungs-Gesetz (GMG) Ende 2003 aufgelöst Gemeinsamer Bundesausschuss
Bis Ende 2003 galt: Gesetzlich geregeltes Gremium nach dem SGB V , §92: Paritätische Besetzung der Mitglieder Zahnärzte, Krankenkassen und Unparteiische (einem unparteiischen Vorsitzenden, zwei weiteren unparteiischen Mitgliedern, neun Vertretern der Ärzte, drei Vertretern der Ortskrankenkassen, zwei Vertretern der Ersatzkassen, je einem Vertreter der Betriebskrankenkassen, der Innungskrankenkassen, der landwirtschaftlichen Krankenkassen sowie der knappschaftlichen Krankenversicherung. Über den Vorsitzenden und die zwei weiteren unparteiischen Mitglieder sowie über deren Stellvertreter sollen sich die Kassenärztlichen Bundesvereinigungen, die Bundesverbände der Krankenkassen, die Bundesknappschaft und die Verbände der Ersatzkassen einigen). Zuständigkeit für die Festsetzung von Richtlinien zur Sicherung der vertragszahnärztlichen Versorgung (zahnärztliche Behandlung einschließlich der Versorgung mit Zahnersatz sowie kieferorthopädische Behandlung, Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten, Einführung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, Bedarfsplanung usw.). Enge Verzahnung mit dem Erweiterten Bewertungsausschuss.
Bewertungsausschuss der Ärzte und Krankenkassen, Gesetzliche Versicherung, Sozialgesetzbuch

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM); http://www.bfarm.de/

Bundesmantelvertrag Zahnärzte
BMV-Z, engl.: etwa: federal basic agreement for dentists; erstmals 1962 zwischen der KZBV und den Bundesverbänden der Primärkassen abgeschlossener Vertrag ( BMV-Z). Dieser enthält ausführliche Vorschriften über Umfang, Art und Durchführung der kassenzahnärztlichen Behandlung, sowie Vorgaben für die zu verwendenden Formulare. Teil davon ist der Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen ( BEMA-Z). Er ist das Leistungsverzeichnis, nach dem die Leistungen für Versicherte der Primärkassen vergütet werden.
Die Ersatzkassenverbände (VdAK = Verband der Angestellten Krankenkassen und AEV = Arbeiter-Ersatzkassenverband; Auflösung des AEV ab 2009) haben einen eigenen Vertrag mit der KZBV geschlossen: Den Ersatzkassenvertrag (EKVZ). Er ähnelt in Art und Umfang dem B. .
Bundesmantelvertrag und Ersatzkassenvertrag beinhalten weiter Vereinbarungen über die Bildung von Ausschüssen (z.B. Prüfungsausschüsse), Arbeitsgemeinschaften (z.B. Jugendzahnpflege) und beschließen die Anlagen zu den Verträgen (u.a. Formulare).
Der „Bundesmantelvertrag Zahnärzte“ (BMV-Z) gilt für Primärkassen, und der „Ersatzkassenvertrag Zahnärzte“ (EKV-Z) entsprechend für die Ersatzkassen. Aus dem Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbes in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG) ergibt sich aber die Notwendigkeit, beide Verträge zusammenzuführen; entsprechende Arbeiten laufen seit 2010, waren aber 2014 immer noch nicht abgeschlossen.
Bundesmantelvertrag - Zahnärzte (BMV-Z, 1.4.2014)
Ersatzkassenvertrag - Zahnärzte - (EKVZ, 1.4.2014)
Download: Abkommen KZBV mit Unfallversicherungsträgern (Stand 1.1.2012) oder © KZBV
Angestellter Zahnarzt, Ersatzkassen, Gesamtvergütung, Prothetik-Einigungsausschuss, Zweigpraxis

Bundesministerium
für Gesundheit und Soziale Sicherung, BMGS, "Bundesgesundheitsministerium", engl.: Federal Department of Health (and social security); der erste Dienstsitz ist in 53121 Bonn, Am Propsthof 78a, der zweite Dienstsitz in Berlin,  Wilhelmstrasse 49
http://www.bmg.bund.de 

Bundesverband der Kinderzahnärzte ; BuKiZ ; http://www.kinderzahnaerzte.de

Bundeszahnärztekammer
BZÄK, 1953 als BDZ gegründet; engl.: German Dental Association; freiwilliger Zusammenschluss (e.V.) der Zahnärztekammern der Länder. Beigeordnet ist der BZÄK ein Wissenschaftlicher Beirat und ein Consilium.
Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer, Vizepräsidenten: Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Prof. Dr. Christoph Benz (2012)
http://www.bzaek.de
Consilium, Jahresbericht-2009, Produktsicherheitsrat, Zahnärztekammer
Daten und Fakten 2011

Bündnis Gesundheit 2000
engl.: "Alliance Health 2000"; 2000 gegründeter, lockerer Zusammenschluss von im Gesundheitswesen tätiger Verbände. Es repräsentiert die Gesundheitsberufe in Deutschland sowie die 4,1 Millionen direkt und indirekt im Gesundheitswesen Beschäftigten undhat das Ziel, die Bevölkerung über die gravierenden Folgen verfehlter Strukturpolitik im Gesundheitswesen aufzuklären und neue Perspektiven für die Patientenversorgung und Lösungswege für eine Weiterentwicklung des Gesundheitssystems aufzuzeigen.
Bundeszahnärztekammer

Bupivacain
(Bubivacain), Carbostesin®; ähnlich wie Ropivacain  (Naropin®) ein therapeutisches Lokalanästhetikum mit langer Wirkungszeit (~ 6 Std.). Die Wirkung tritt durch vollständige Blockade der Na-Kanäle sofort ein und hält für mehrere Stunden an. Einsatz, um eine Schmerzchronifizierung zu vermeiden und dem Patienten eine Erholungspause zu geben. B. ist kardiotoxisch, und kann systemisch zum Herzstillstand führen (Voraussetzung einer vorhandenen Notfall- und Reanimationsausrüstung); bei zahnärztlich injizierten Mengen dürfte diese Nebenwirkung nicht von Bedeutung sein.
Unter der Anwendung von B. als Anästhetikum bei der Weisheitszahnentfernung, kann eine signifikante Reduzierung der postoperativen Schmerzen erreicht werden.
Ein Enantiomer (Stereoisomer, d.h. die räumlichen Strukturen verhalten sich wie Bild und Spiegelbild) von B. ist Levobupivacain, welches eine geringere Toxizität bei gleicher anästhetischer Potenz aufweist. Die Anwendung dieser Substanz in der ZHK ist bisher (2006) noch wenig untersucht.
Heilanästhesie, Lokalanästhetika

Bürgerversicherung
Synonym: "Erwerbstätigenversicherung"; eine der diskutierten Lösungsvorschläge ( Kopfpauschale, Punkt 2.) ) zur Beseitigung des chronischen Defizits in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Darunter ist die Einbeziehung aller erwerbstätigen Bürger - also auch von Freiberuflern, Selbstständigen und Beamten - in die Versicherungspflicht zur Kranken- und Rentenversicherung zu verstehen. Gleichzeitig soll die Bemessungsgrundlage durch Ausweitung auf Zinserträge, Mieteinnahmen und Aktiengewinne erweitert werden, um höhere Beitragssätze zu vermeiden und gewünschte fiskalische Auswirkungen zu verstärken. Die Beitragsbemessungsgrenze wird angehoben; die Versicherungspflichtgrenze fällt weg. Man verspricht sich durch die B. eine Verbreiterung der Finanzierungsbasis, damit mehr Einnahmen und unterm Strich eine Entlastung der GKV. Alternativ dazu wird die Kopfpauschale diskutiert, bei der alle Versicherten – also auch bislang beitragsfrei mitversicherte Ehefrauen – etwa 200 Euro monatlich (unabhängig vom Einkommen) bezahlen müssen.
Zu den Auswirkungen/Belastungen lässt sich sagen: Wer zu den Besserverdienern gehört, fährt mit der B. schlechter. Die Grenze liegt bei einem Jahresbruttoeinkommen von ca. 50.000 Euro. Untere und mittlere Einkommensschichten dagegen werden von den Kopfpauschalen stärker belastet.
Einzelleistungsvergütung, Gesamtvergütung, Gesundheitsreform (ab 2004), Kopfpauschale

Burning Mouth Syndrome
BMS auch BSMO, Mundbrennen; als multifaktorielles Geschehen betrifft es besonders Frauen zwischen 40 u. 50 Jahren mit einer hohen Prävalenz und Personen über 60. Betroffen sind meist die vorderen 2/3 der Zunge, der harte Gaumen und die Lippen. Hier äußert sich BMS als brennendes, wundes Gefühl, manchmal auch verbunden mit Kribbeln oder Jucken; während morgens noch relativ wenige Beschwerden vorhanden sind, können sich diese tagsüber bis hin zu stechenden Schmerzen steigern. Viele BMS-Patienten (66%) klagen zudem über Mundtrockenheit und Geschmacksstörungen. Seltener sind das Zahnfleisch, der Mundboden und der weiche Gaumen betroffen. Begleitet ist das BMS meist von Angstzuständen, Depressionen, Diabetes, Anämie und Mangelerscheinungen (Eisen, Folsäure, Vitamin-B-Komplex) sowie bestimmte orale Dysfunktionen (Bruxismus, Zungenpressen). I.d.R. ist im Mund kein krankhafter Befund feststellbar; auch Laborwerte zeigen keinen auffälligen Befund.
Eine rein symptomatische Therapie erfolgt meist durch die Gabe eines Vitamin-B-Komplex oder Natriumsalicylat. Ursächliche Behandlungen setzen meist eine Psychotherapie als Grundtherapie ein. Behandlungen können sich über Jahre erstrecken.
Morbus, Natriumsalicylat, Prothesenstomatitis, Prothesenunverträglichkeit, Psychosomatik, Xerostomie, Zungenbrennen

Burn-out-Syndrom
Burnout
= Ausgebrannt = Zustand physischer und psychischer Erschöpfung; „chronischer Erschöpfungsprozess, der durch eine emotionale Verstrickung mit Arbeit gekennzeichnet ist und der schließlich zu klar definierten Krankheiten führen kann, wie etwa Depression, Angststörungen, Herzinfarkten oder auch chronischen Schmerzsyndromen“ (Dr. Unger, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie/Gatterburg, 2012).
Insbesondere Frauen und Menschen in erzieherischen und therapeutischen Berufen sind von einem B. betroffen. Bislang fehlt jedoch eine einheitliche Definition, was derartige epidemiologische Schätzungen erschwert. Weder die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) noch das Diagnostische und Statistische Handbuch psychischer Störungen (DSM-IV) führen B. als eigenständiges Krankheitsbild. Trotzdem wird die Diagnose anhand bestimmter Symptome gestellt und behandelt, oft auch unter anderem Namen, z.B. Depression.
Als "Ursachenkombination" werden Stress + Gene + Gesellschaft genannt - es gibt keine speziell gefährdete Persönlichkeitsstruktur.
In D wird seit den 70er Jahren des verg. Jhds. eine explosionsartige Zunahme registriert (Krankheitstage seit 2010 verzehnfacht), wobei unklar erscheint, ob diese starke Zunahme nicht durch eine unklare Definition bedingt ist ("Modewort"). 2009 wurden danach 10 Millionen Betroffene geschätzt.
Stress
Burn-out in der Zahnarztpraxis

Bürstenabstrich , Bürstenbiopsie
auch: "Bürstentest", engl.: brush biopsy; für die Zahnarztpraxis entwickeltes non-invasives ("unblutiges") Verfahren zur Früherkennung von bösartigen Schleimhauterkrankungen (bzw. deren Ausschluss) als erster diagnostischen Schritt im Rahmen des Monitorings von Mundschleimhautschädigungen ( Präkanzerosen). Damit können diagnostische Fehleinschätzungen frühzeitig erkannt und entsprechende Schritte eingeleitet werden.
Mundhöhlenkarzinom
Früherkennung rettet Leben: Möglichkeiten und Grenzen der Bürstenbiopsie
Patienteninformation "Bürstenbiopsie"
www.buerstenbiopsie.de

Burstone Linie , engl.: Burstone Line; ästhetische Verbindungslinie bei der Profilbeurteilung; entspricht der Mundtangente

Bürsttechnik ; engl.: brushing technique; Zahnbürstmethoden

BuS - Dienst
Betriebsärztliche und Sicherheitstechnische Betreuung/Beratung; gesetzlich vorgeschriebene Einrichtung der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege durch die beiden Unfallverhütungsvorschriften VBG 122, "Fachkräfte für Arbeitssicherheit" und VBG 123 "Betriebsärzte"; verbindlich für alle Zahnarztpraxen nach dem Arbeitssicherheitsgesetz. Durch diese Unfallverhütungsvorschriften wird der Praxisinhaber verpflichtet, innerhalb eines bestimmten Zeitraums seine Praxis in einem von der Anzahl der Beschäftigten abhängigen Umfang überprüfen zu lassen. Betreuungskonzepte hierzu bestehen bei den den Landeszahnärztekammern und bei der Berufsgenossenschaft.
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung, Druckbehälterverordnung, Praxisbegehung, Röntgenverordnung
Aushangpflichtige Gesetze für das Gesundheitswesen (2012)

BVAZ
Berufsverband der Allgemeinzahnärzte e.V., engl.: professional association of general dentists; er ist der freiwillige Zusammenschluss und die Vertretung der allgemeinzahnärztlich tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte in Deutschland und vertritt deren Interessen z.B. gegenüber Politik, Versicherern und Fachverbänden wie auch in der breiten Öffentlichkeit. Gegründet am 10.12.2005 in München als Reaktion auf die vermutete zunehmende Entfremdung der Hochschule von der real existierenden, fachgebietsübergreifenden Zahnheilkunde.
Fachgebiete, Zahnarzt

BZÄK
Bundeszahnärztekammer, engl.: German Dental Association; freiwilliger Zusammenschluss (e.V.) der Zahnärztekammern der Länder; http://www.bzaek.de
Consilium, Produktsicherheitsrat, Zahnärztekammer
Daten und Fakten 2009

BZK
Bezirkszahnärztekammer
, engl.: Regional Dental Association; in einigen Bundesländern bestehende, historisch gewachsene Untergliederungen der Landeszahnärztekammern mit eingeschränkten Hoheitsrechten.

BZÖG
Bundesverband der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes; ein Zusammenschluss der vorwiegend in den Gesundheitsämtern tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte.
Die Zahnärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) leisten seit Jahren präventive Arbeit in Schulen und Kindergärten. Durch die Kontinuität in dieser Arbeit konnte, zusammen mit anderen Einflussfaktoren, eine deutliche Reduktion der Karies auf ein europäisch niedriges Niveau bei den Kindern und Jugendlichen erreicht werden.
DAJ, Gruppenprophylaxe
www.bzoeg.de


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[ Autor: Dr. Klaus de Cassan ]    [ Anfragen ]
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